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Das PRT Kunduz und das PAT Taloqan

Soldat verbindet mit den Bolzen die einzelnen Brückenabschnitte
Bau der Kowkcheh-Brücke (Quelle Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Lage und Auftrag

Das PRT Kunduz ist deutlich größer als das damalige in Faizabad. Der Wiederaufbau, der eine Kernaufgabe eines PRTs darstellt, wurde anfangs durch anhaltende Gefechte mit Aufständischen erschwert. Dennoch realisieren die Mitarbeiter des PRTs damals wie heute Projekte und halten Verbindung zu Ansprechpartnern aus Gesellschaft und Politik. Neben diesem Austausch ist das Wiederaufbauteam mit der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte betraut.

Auftrag des deutschen ISAF-Kontingents in Kunduz ist die Unterstützung der afghanischen Zentralregierung in den vier Nordprovinzen Kunduz, Taloquan, Baghlan und Badakhsan. Die Deutschen widmen sich speziell der Aus- und Weiterbildung der afghanischen Armee, die einen Brigadestab des 209. afghanischen Korps sowie ein afghanisches Logistikbataillon in Kunduz stationiert hat.

Nachdem in Kunduz selbst erste Strukturen für ein künftiges Sicherheitsnetz geknüpft sind, dehnen die ISAF-Soldaten ihre Arbeit entlang der Hauptverkehrsadern in die anschließenden nordostwärtigen Provinzen ihres Zuständigkeitsbereiches aus.

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Gliederung und Führung

Das deutsche militärische Einsatzkontingent Kunduz besteht aus einem Stab mit den üblichen Führungsfunktionen sowie Unterstützungs- und Schutzkräften. Zusätzlich gibt es das Ausbildungs- und Schutzbataillon Kunduz, das als eigenständiges Manöver-Element vielseitig und unabhängig eingesetzt werden kann. Es untersteht direkt dem Regionalkommandeur Nord in Mazar-e Sharif und entlastet das Wiederaufbauteam von der Operationsführung, damit das PRT sich stärker auf Wiederaufbaumaßnahmen konzentrieren kann.

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Geschichte des PRTs

Bereits im Oktober 2003 hatte die Bundeswehr das von den Vereinigten Staaten von Amerika ins Leben gerufene „Provincial Reconstruction Team“ (PRT) in der nordafghanischen Provinzhauptstadt Kunduz übernommen. Unter Führung der Division Spezielle Operationen (DSO) bildeten anfangs zunächst Soldaten der Luftlandebrigade 31 und der Sanitätsbrigade 1 den Kern des Kontingents.

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Die Region

Die Landschaft wird geprägt von zwei Flüssen: dem Darya-i-Kunduz, der von Süden aus der Provinz Baghlan kommt, und dem aus der Provinz Takhar im Südosten heranfließenden Darya-i-Khanabad. Sie vereinigen sich nordwestlich von Kunduz und streben dem tadschikisch-afghanischen Grenzfluss Amudar`ya zu. Die Region um die Provinzhauptstadt Kunduz ist im Vergleich zu umliegenden Provinzen relativ grün und verfügt über sehr fruchtbare Böden, sie gilt auch als Brotkorb Afghanistans. Der schwere Lössboden lässt zwei Ernten im Jahr zu. Begünstigt wird die Landwirtschaft durch ein ausgeklügeltes, Jahrhunderte altes Kanal- und Bewässerungssystem. In der Regel wird zunächst Weizen angebaut und danach Reis. Weitere Feldprodukte sind Baumwolle, Obst und einige Trauben zur Rosinenproduktion sowie Gemüse, Salat und Zitrusfrüchte.


Das „Regionale Beraterteam“ Taloqan ist permanent besetzt. Analog zu der Struktur in den deutschen PRTs hat auch das PAT Taloqan eine zivil-militärische Führung. So integriert es auch ortsansässige Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) zur Umsetzung seiner Aufgaben.

Die Bundesregierung hatte in ihrem neuen Afghanistankonzept im Herbst 2007 eine Verstärkung des zivilen Wiederaufbaus und ein flächendeckenderes Engagement beschlossen. Die Eröffnung des PAT Taloqan ist ein solcher Schritt zur geplanten Ausfächerung dieses zivil-militärischen Konzepts.

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Stand vom: 17.05.13


http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/poc/einsatzbw?uri=ci%3Abw.bwde_einsatzbw.aktuelle_einsaetze.afghanistan.info_isaf.kunduz_isaf