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Zentrale Drehscheibe Mazar-e Sharif

Minesweep an der Brücke Chahar Dara

Minesweep an der Brücke Chahar Dara (Quelle Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Die Bundeswehr ist derzeit mit rund 4.000 Soldaten im Norden Afghanistans präsent. Vom Camp „Marmal“ im Mazar-e Sahrif aus betreibt die Bundeswehr den militärischen Flugbetrieb sowie als zentrale logistische Einrichtung die „Forward Support Base“ (FSB). Das Camp „Marmal“ ist somit logistisches Drehkreuz für den gesamten Norden.

Neben dem großen deutschen Kontingentanteil hat auch der multinational besetzte Stab des deutschen „Regionalkommandeurs Nord“ seinen Sitz im Camp.

Hervorzuheben sind außerdem die knapp 5.000 US-amerikanischen Soldaten, die zum einen das „Partnering“ mit der afghanischen Polizei forcieren und zum anderen mit ihren Hubschrauberkapazitäten neue Fähigkeiten für das Regionalkommando erwachsen lassen.

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Der Flughafen Mazar-e Sharif

Am 3. November 2005 wurde der Flughafen Mazar-e Sharif durch Deutschland mit dem „Aufbaukommando MeS“ übernommen. Kräfte der Luftwaffe, insbesondere des Objektschutzes (Force Protection), der Kampfmittelbeseitigung (EOD) und der Luftwaffenpioniere wurden hier bereits vor der Indienststellung des Einsatzgeschwaders im Mai 2006 seit November 2005 eingesetzt. Im Jahr 2009 rund 28.000 Tonnen Material und 112.000 Passagiere auf dem Flugplatz Mazar-e-Sharif abgefertigt – eine Quote, die im ersten Quartal 2010 noch einmal gesteigert werden konnte.

Das südöstlich von Mazar-e Sharif gelegene Flugfeld ist ein ziviler Flughafen, der durch das afghanische Verkehrsministerium betrieben wird. ISAF-Kräfte haben ein Nutzungsrecht im Rahmen ihres Auftrages.

Am 09. Juni 2013 wurde der zivile Flughafen von Mazar-e Sharif feierlich eröffnet. Der Flughafen ist für den Norden Afghanistans das Drehkreuz der Mekka-Pilger (Hadji).

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Forward Support Base (FSB)

Als zentrale logistische Einrichtung ist die „Forward Support Base“ für das gesamte Spektrum der Unterstützung der einzelnen Truppenteile verantwortlich. Das umfasst zum einen die zentrale sanitätsdienstliche Versorgung (inklusive der Option Medizinischer Evakuierung) und zum anderen die Bereitstellung logistischer Unterstützung der Soldaten.

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Die Stadt Mazar-e Sharif

Mazar-e Sharif ist die Hauptstadt der Provinz Balkh und mit 320.000 Einwohnern eine der bevölkerungsreichsten Städte Afghanistans. Bekannt ist die Stadt als Handelsplatz für Textilien sowie als Drehscheibe für die Mekka-Pilger (Hadji). So ist die Grabmoschee des Kalifen Ali das Wahrzeichen der afghanischen Metropole. Die Wände der prunkvollen Anlage sind vollständig mit blauen glasierten Kacheln verkleidet – daher auch ihr Name „Blaue Moschee“. Sie zählt zu den wichtigsten Heiligtümern und Kunstschätzen der islamischen Welt.

Mazar-e Sharif liegt in einer Gebirgsflussoase, in der eine intensive Bewässerung das Anbauen von Baumwolle, Tabak, Getreide, Gemüse, Melonen und Obstbaumkulturen möglich macht. Noch bis in die 80er Jahre gab es sogar mit einem Brotkombinat, einem Wärmekraftwerk auf Erdgasbasis (Pipeline bei Sheberghan), der Textilindustrie und einer Baumwollverarbeitungsfabrik eine gut ausgebaute Leichtindustrie. Nach den Jahrzehnten des Krieges existiert gerade noch eine Düngemittelfabrik. Unter einfachsten Bedingungen werden heute außerdem Seidenwaren, Teppiche und Baumwollprodukte in der Stadt am „Marmalgebirge“ hergestellt.

Zunehmend gewinnt die Stadt auch als Bildungsstätte wieder an Bedeutung. So wurde nach dem Sturz der Taliban die Universität, das medizinische Institut, die Pädagogische Hochschule und zahlreiche allgemeine Schulen wiedereröffnet.

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Stand vom: 04.12.13


http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/poc/einsatzbw?uri=ci%3Abw.bwde_einsatzbw.aktuelle_einsaetze.afghanistan.info_isaf.mazar_isaf