Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelle Einsätze > MINUSMA: Neues Zuhause im Wüstensand – Ankunft der ersten deutschen Soldaten in Gao

MINUSMA: Neues Zuhause im Wüstensand – Ankunft der ersten deutschen Soldaten in Gao

Gao, 04.02.2016.

Die ersten deutschen Soldaten sind am 3. Februar in der malischen Stadt Gao eingetroffen. Im dortigen Camp Castor, das von den niederländischen Streitkräften betrieben wird, stellen sie in den nächsten Tagen ihre Einsatzbereitschaft her. Es sind Logistiker und Instandsetzer, Objektschützer, Führungsunterstützer und ein Arzt, der Kontingentführer und ein kleiner Stab, die als erste Teile des deutschen Kontingentes im Norden Malis eintrafen.

Auf dem Weg – deutsche Soldaten besteigen in Bamako ein Flugzeug, das sie nach Gao bringt

Auf dem Weg – deutsche Soldaten besteigen in Bamako ein Flugzeug, das sie nach Gao bringt (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Als sich die Tür des kleinen Flugzeuges öffnet, strahlt bereits morgens die Sonne gleißend hell. Oberstleutnant Marc Vogt, Kontingentführer des ersten deutschen Einsatzkontingentes MINUSMA, setzt als erster seinen Fuß auf die Landebahn in Gao. Mit ihm sind die ersten knapp 40 deutschen Soldaten im Norden Malis angekommen.

Der kleine Flugplatz ist umgeben von rotem Saharasand, das Gepäckband in der Ankunftshalle ist völlig von rotem Staub bedeckt. An vielen Stellen der Decke des kleinen, zweistöckigen Flugplatzgebäudes können die deutschen Soldaten direkt in den blauen Himmel sehen. Überall geborstene Fensterscheiben – Spuren der Kämpfe, die hinter Gao liegen, sind überall sichtbar.

Direkt am Flugplatz warten zwei Transportfahrzeuge der niederländischen Soldaten, um die Deutschen in das Camp Castor zu bringen. Dort werden, wenn bis Mitte des Jahres das Kontingent zur vollen Stärke aufgewachsen ist, bis zu 400 deutsche Soldaten stationiert sein.

nach oben

Der Einsatz in Gao beginnt

Der Einsatz im Norden Malis beginnt

Der Einsatz im Norden Malis beginnt (Quelle: Bundeswehr/Archivbild)Größere Abbildung anzeigen

Der Ankunftstag ist straff durchorganisiert. Die Soldaten müssen das Camp, die niederländischen Kameraden, die Campregeln und die Sicherheitsbestimmungen kennenlernen, ihre Stuben beziehen, das Gepäck notdürftig verstauen, sich zurechtfinden – übliches Inprozessing am Beginn eines Einsatzes.
Das Camp ist nicht sehr groß, knapp 450 niederländische Soldaten sind zurzeit hier eingesetzt. Auf allen Gebäuden, innen wie außen, auf jedem Fahrzeug und jeder Kiste, liegt eine Schicht roten Wüstensands. Wenn der Wind auffrischt, ist die Hitze nicht wirklich zu spüren, man merkt nur den Sonnenbrand im Gesicht.

nach oben

„Wir freuen uns auf die Herausforderung“

Oberstleutnant Vogt ist sich der Aufgaben der kommenden Wochen deutlich bewusst: „Meine Frauen und Männer sind super vorbereitet und freuen sich auf die Herausforderung, ein neues Kontingent, mitten in der Wüste, aus dem Boden zu stampfen. Und auch wenn es nicht immer einfach sein wird, wir werden das gemeinsam mit den Niederländern schaffen.“

Im niederländischen Camp Castor sind die Deutschen „zu Gast“, leben und arbeiten hier, werden aber nicht die Führung und den Betrieb des Camps übernehmen. Das bedeutet: Kommandeur des Camps ist ein niederländischer Oberst, alles steht unter der Führung der Soldaten aus unserem Nachbarland. All das ist Teil des deutsch-niederländischen Ansatzes in Gao, den MINUSMA-Auftrag „joint and combined“ wahrzunehmen.

In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere deutsche Soldaten und vor allem Material nach Gao kommen. So wird das Kontingent in der roten Wüste im Norden Malis Stück für Stück aufwachsen.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 08.02.16 | Autor: PAO DEU EinsKtgt MINUSMA


http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/poc/einsatzbw?uri=ci%3Abw.bwde_einsatzbw.aktuelle_einsaetze&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB174000000001%7CA6TLM8812DIBR