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Syrien-Einsatz: 1.000 Tonnen Flugbenzin abgegeben

Incirlik, 16.02.2016.

Nach zwei Monaten im Syrien-Einsatz hat die deutsche Luftwaffe mit ihrem Airbus A310 MRTT mittlerweile 1.000 Tonnen Flugbenzin an alliierte Kampfflugzeuge abgegeben. Das ist etwa dreimal so viel, wie in einem vergleichbaren Zeitraum im Übungsflugbetrieb über Deutschland abgegeben wird.

Landung des Tankers auf der Incirlik Air Base

Landung des Tankers auf der Incirlik Air Base (Quelle: Bundeswehr/Falk Bärwald)Größere Abbildung anzeigen

Seit dem 15. Dezember betankt die deutsche Luftwaffe mit ihrem A310 MRTT alliierte Kampfflugzeuge im Syrieneinsatz. Dabei war das Tankflugzeug in diesen zwei Monaten mehr als 270 Stunden in der Luft und gab an über 150 Jets der Koalition mehr als 1.000 Tonnen Flugbenzin ab. Mit einer vergleichbaren Menge würden in Deutschland Kampfflugzeuge innerhalb von sechs Monaten betankt, berichtet Oliver L., Einsatzoffizier der Flugbereitschaft BMVg.

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25.000 betankte Autos

Techniker der Flugbereitschaft BMVg bei der Wartung der Betankungseinrichtung

Techniker der Flugbereitschaft BMVg bei der Wartung der Betankungseinrichtung (Quelle: Bundeswehr/Falk Bärwald)Größere Abbildung anzeigen

Um eine Vorstellung zu haben, wie viele Autos man damit betanken könnte, müssten zunächst Tonnen in Liter umgerechnet werden. Dabei kann gesagt werden, dass 1.000 Kilogramm Kerosin rund 1.250 Litern entsprechen. Hochgerechnet auf 1000 Tonnen sind das also rund 1,25 Millionen Liter Treibstoff. Eine Menge, die zum Betanken von 25.000 Kleinwagen mit je 50 Litern Kraftstoff ausreichen würde.

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Wer zahlt das Flugbenzin?

Jede Nation bezahlt ihren Treibstoff selbst. Wenn das deutsche Tankflugzeug beispielsweise französische Kampfflugzeuge betankt, erhält die französische Luftwaffe die Rechnung. Die Tankerbesatzung meldet die abgegebene Treibstoffmenge an deutsche, die Besatzung des Kampfflugzeugs die empfangene Treibstoffmenge an französische Stellen.

Abgegebenes Flugbenzin wird nach Verträgen bezahlt, die sich nach einem Übereinkommen der NATO-Vertragsstaaten richten. „STANAG“ ist dabei die Abkürzung für „Standardization Agreement“ über die Anwendung standardisierter Verfahren. Die Standardisierung soll die Kommunikation zwischen den Partnern erleichtern, um beispielsweise bestimmte Ausrüstung gemeinsam zu beschaffen oder untereinander austauschen zu können.

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Stand vom: 16.02.16 | Autor: Andreas Berg


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