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Ich bin iM EINsatz: „Eine fliegende CH-53 klingt besser als jeder Sportwagen.“

Mazar-e Sharif, 19.02.2016.

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Für Fluggerättechniker Julian K. ist es der erste Einsatz

Für Fluggerättechniker Julian K. ist es der erste Einsatz (Quelle: Bundeswehr/Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberfeldwebel Julian K. und seit 2011 bei der Bundeswehr. In meinem Standort Laupheim und jetzt in Mazar-e Sharif bin ich als Fluggerätemeister am Hubschrauber CH-53 tätig. Dies ist mein erster Auslandseinsatz.

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Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Nach der Landung werden zunächst die Täuschkörper, die vor möglichem Beschuss schützen, entfernt und der Hubschrauber kommt in den Hangar

Nach der Landung werden zunächst die Täuschkörper, die vor möglichem Beschuss schützen, entfernt und der Hubschrauber kommt in den Hangar (Quelle: Bundeswehr/Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

In Einsatzgeschwader Resolute Support betreuen meine Kameraden und ich die Luftfahrzeugtechnik der fünf Transporthubschrauber CH-53. Die Vorbereitung von Flügen beginnt für mich oft schon am Vortag. Soll ein Hubschrauber zum Beispiel viel Fracht oder Kraftstoff tragen können, bereiten wir eine spezielle Aufrüstung vor. Am Flugtag schleppen wir die Hubschrauber auf die vorgesehenen Startplätze. Wenn sie vom Hof sind, heißt es für uns: Warten, bis sie zurückkommen.

Nachflugkontrolle: Jedes Teil wird unter die Lupe genommen

Nachflugkontrolle: Jedes Teil wird unter die Lupe genommen (Quelle: Bundeswehr/Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Nach der Landung beginnt die Arbeit wieder. Während mit der Besatzung besprochen wird, ob möglicherweise Fehler im Flug auftraten, arbeiten wir von der Luftfahrzeugtechnik schon wieder. Die Hubschrauber werden gefettet, geschmiert, geputzt und die Rotorblätter auf Schäden kontrolliert. Danach schleppen wir die Maschinen zurück in die Wartungshallen und bereiten sie für die Bordtechniker zur Nachfluginspektion vor. Manchmal kann es sein, dass wir länger nach den Ursachen von Fehlermeldungen suchen müssen. Läuft alles reibungslos, machen wir die Hubschrauber wieder flugklar und unsere Arbeit ist beendet.

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Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Den Triebwerken wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt

Den Triebwerken wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt (Quelle: Bundeswehr/Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Allen im Team CH-53 ist bewusst, wie wichtig unsere Arbeit ist. Ohne die Luftfahrzeugtechnik, ohne uns, hebt hier kein Hubschrauber ab. Egal ob Pilot, Doorgunner oder Techniker – wir alle wollen die CH-53 fliegen sehen. Denn gerade in medizinischen Notfällen hängt von ihr Leben ab. Deshalb bin ich stolz darauf, ein Angehöriger des CH-53-Teams zu sein. Es ist immer ein wahnsinnig gutes Gefühl, wenn die Maschine wieder flugklar auf dem Spot steht, es nach Kerosin riecht und ich das Knattern der Rotoren höre – das klingt besser als jeder Sportwagen.

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Das vermisse ich hier am meisten.

Über Weihnachten und Neujahr war es schon seltsam, nicht bei meiner Familie oder den Verwandten und Freunden zu sein. Die Unterkunft und Verpflegung sind aber okay, also gibt es wenig Grund, sich zu beklagen.

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Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Oberfeldwebel Julian K. am Heckrotor der CH-53

Oberfeldwebel Julian K. am Heckrotor der CH-53 (Quelle: Bundeswehr/Philipp Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Ich freue mich sehr, meine Familie und Freunde bald wiederzusehen. Nach dem Einsatz heißt es für mich erstmal: Skiurlaub und Quad fahren. Vielleicht komme ich auch bald wieder nach Mazar-e Sharif.

Grüßen möchte ich alle Kameraden im Einsatz. Ich wünsche Euch Gesundheit und dass Ihr gut nach Hause kommt. Ich grüße auch das gesamte Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim und Holzdorf und natürlich die Wartungscrew „Team Rock it!“.

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Stand vom: 19.02.16 | Autor: Julian K.


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