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25.000 Flugbewegungen und 2.000 Patrouillen – Ein Einsatzgeschwader zieht Bilanz

Mazar-e Sharif/ Potsdam , 06.09.2010.

Zwei runde Jubiläen verdeutlichen das Engagement des Einsatzgeschwaders in Mazar-e Sharif: Die 25.000. Flugbewegung und die 2.000. Patrouille wurden bisher im Jahr 2010 geleistet. „Nur mit vielen helfenden Händen und stetig guter Motivation können in so differenzierten Tätigkeitsbereichen solche Zahlen erzielt werden“, dankte Brigadegeneral Hans-Georg Schmidt, Base Commander Mazar-e Sharif, dem Kommandeur der Einsatzgruppe, Oberstleutnant Torsten Fette, und seinen Soldaten von der Objektschutzgruppe.

Brigadegeneral Hans-Georg Schmidt übergibt dem Kommandeur der Einsatzgruppe die Jubiläumsurkunde

Übergabe der Erinnerungsurkunde (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Michael B.)Größere Abbildung anzeigen

Bei bestem Wetter startete die deutsche Transall C-160 am 16. August zum Jubiläumsflug - die 25.000. Flugbewegung des Einsatzgeschwaders. Ein Flug von Mazar-e Sharif nach Kunduz. Diese hohe Anzahl an Starts und Landungen wurde vor allem durch die in den letzten Monaten zusätzlich stationierten Helikopter der US-Streitkräfte erzielt. Für die Controller ist es eine tägliche Herausforderung, die Hubschrauber vom Typ Apache, Blackhawk und Chinook zu koordinieren. In den letzten Monaten stieg die Zahl der Flugbewegungen auf ca. 5.000 im Monat - annähernd soviel wie im Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld.

Dabei sind es häufig die Nachtstunden, welche stärker mit Starts und Landungen frequentiert sind. Um das Aufkommen bewältigen zu können, ist der Tower mit drei Soldaten pro Schicht rund um die Uhr besetzt. Hier wächst die Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften weiter: Mittlerweile wird die Tower-Crew regelmäßig durch einen amerikanischen Soldaten unterstützt.

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Stabsunteroffizier Alexander A. führte die 2.000. Patrouille des Einsatzgeschwaders

Seit Jahresbeginn patrouillierte das Einsatzgeschwader 2.000mal in gepanzerten Fahrzeugen in dem zu schützenden Bereich rund um das Camp Marmal. Die Jubiläumspatrouille wurde von Stabsunteroffizier Alexander A. und seiner Gruppe geführt. Bei den Patrouillen fährt stets das mulmige Gefühl mit, ob die angehaltenen Fahrzeuge Sprengstoff geladen haben oder die am Straßenrand verweilenden Personen etwas im Schilde führen. Trotzdem muss jeder Handgriff sitzen, egal ob bei über 40 Grad Celsius im Schatten oder bei Minustemperaturen. „Egal wo und was außerhalb des Camps erledigt wird. Eigentlich sind wir immer dabei….!“, so Alexander A. schmunzelnd.

Gruppenführer Alexander A. bei der Befehlsausgabe

Einweisung an der Lagekarte (Quelle: Bundeswehr/Peter M.)Größere Abbildung anzeigen

Während der Patrouillen versuchen die Gruppenführer, die im Regelfall auch als Dorffeldwebel fungieren, den Kontakt zur afghanischen Bevölkerung auszubauen. Regelmäßige Gespräche mit dem Malik, einer Art Bürgermeister oder Dorfältester sind ebenfalls Teil des Auftrages. Mit Hilfe eines Sprachmittlers werden Sorgen, Probleme und Neuigkeiten aus dem Dorf übersetzt. Nicht selten ergänzen diese Informationen die Einschätzung der regionalen Sicherheitslage. Durch den Besuch der örtlichen Schulen und die Verteilung einiger Rucksäcke mit dem Logo „Wir sind die Zukunft Afghanistans“ an Schüler, kann das Vertrauen der Bevölkerung gewonnen werden. Oft unterstützt der Dorffeldwebel auch bei kleineren Projekten, sei es die Versorgung des Dorfes mit Bauholz oder die Vermittlung von Arbeit im Camp Marmal.

Hauptfeldwebel David B. bei der Übergabe der Rucksäcke an afghanische Kinder

„Wir sind die Zukunft Afghanistans“ (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Mazar-e Sharif )Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 04.12.13 | Autor: Pressestelle Mazar-e Sharif


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