Brücken verbinden
Feyzabad/ Potsdam , 09.03.2009.
Die neue Brücke soll in Zukunft die beiden trennenden Ufer nördlich von Feyzabad verbinden, Menschen zusammenführen und den weiteren wirtschaftlichen Fortschritt der Region fördern.

Die neue Kokcha-Brücke, die rund drei Millionen Dollar kosten wird, gilt als Musterbeispiel für afghanisch-deutsche Kooperation: Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ist für die Projektierung und die Bauaufsicht zuständig. Unter ihrer Leitung leistet eine afghanische Baufirma Arbeiten am Fundament und den Pfeilern der Brücke. „Die afghanische Firma hat gut gearbeitet. Wir erwarten in den nächsten Tagen die Fertigstellung dieses ersten Bauabschnittes. Dann können deutsche Soldaten mit dem zweiten Bauabschnitt, dem Aufbau der Stahlkonstruktion der Brücke, beginnen“, freut sich Oberst Peter Utsch, Kommandeur des Wiederaufbauteams Feyzabad. Dazu werden deutsche Pioniere die Stahlträger am westlichen Ufer zusammensetzen und die fertige Konstruktion dann über den Fluss schieben.

Eine Brücke als Bindeglied
Der Bau der Brücke war notwendig geworden, da belastbare Flussübergänge über die Kokcha nordwestlich von Feyzabad auf einer Flusslänge von rund 50 Kilometer völlig fehlen. An beiden Flussufern führen Hauptverbindungsstraßen nach Keshem und Kunduz entlang, die oftmals durch Bauarbeiten nur schwer befahrbar sind. Zeitraubende Umwege für Fahrten vom Westufer der Kokcha in die Dörfer auf der östlichen Flussseite waren jahrzehntelang Gepflogenheit. Versuche von Dorfbewohnern, die Kokcha behelfsmäßig mit Flößen zu überwinden, endeten gerade bei Hochwasser nicht selten tödlich. Die neue Brücke wird nun eine zusätzliche Möglichkeit zum Wechsel zwischen den beiden Hauptverkehrsstraßen bieten. Außerdem wird der nahegelegene Flughafen von Feyzabad, der zum Regionalflughafen ausgebaut werden soll, ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mit sich bringen. Durch die neue Brücke ist eine positive Wirkung auf den Verkehrsfluss und die lokalen Logistikunternehmen schon jetzt absehbar.
Bilder
Die Bauarbeiten (Quelle: Bundeswehr)
Größere Abbildung anzeigenTeamwork (Quelle: Bundeswehr)
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