Comedian Kurt Krömer in Afghanistan
Kabul, Mazar-e Sharif, 12.06.2012.
Truppenbetreuung im Einsatz wird gern mal kritisiert: Musik, Tanz und Komik gehöre nicht in den Einsatz in einem Krisengebiet – hört man. Die meisten Soldatinnen und Soldaten im Einsatz sehen das anders. Sie erfüllen ihren Auftrag Tag für Tag, mehrere Monate lang und sind dankbar, wenn Künstler aus Deutschland den Weg nach Afghanistan finden und für ein wenig Abwechslung sorgen.

Das ist Kurt Krömer gelungen. Der Comedian aus Berlin-Neukölln mit dem bürgerlichen Namen Alexander Bojcan frotzelte sich zweimal in Kabul (06./07.06.) und bei einem Auftritt in Mazar-e Sharif (08.06.) durch den Abend und erfüllte voll und ganz die Erwartungen seiner Fans. Dabei überzeugte er besonders mit seinen Stand-ups im direkten Kontakt mit dem Publikum. Das mitunter spontane Echo der selbstbewussten Soldatinnen und Soldaten konnte er jedes Mal kontern und erntete dafür ein ums andere Mal Lachsalven und Beifall. Getragen wurden die kurzweiligen Auftritte von Geschichten aus dem Leben und Lästereien gern auch jenseits der „political correctness“. Die Zuschauer waren von dem Mix begeistert und einige haben anschließend fast eine Stunde für eine Autogrammkarte mit Foto angestanden.

Lachen, die Seele für ein paar Minuten baumeln lassen und trotzdem den Auftrag nie aus dem Blick verlieren – die Kritik an der Truppenbetreuung verhallt völlig zu Recht ungehört. Danke für ein paar Momente Fröhlichkeit, Kurt Krömer. Wie sagst Du immer so schön nach Deinen Geschichten: „ So! Hamm wa!“



