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Recce-Tornados im Einsatz – Eine Bilanz

Mazar-e Sharif, 26.11.2010.

Der Auftrag der Tornado-Aufklärungsflugzeuge war es die Aufklärung und Überwachung aus der Luft im afghanischen Hoheitsgebiet durchzuführen. Dazu wurden täglich bis zu vier Aufklärungsflüge im gesamten ISAF-Einsatzgebiet durchgeführt. Der Bedarf an abbildender Aufklärung bestand auf allen Führungsebenen der ISAF- Kommandostruktur, sei es beim ISAF-Hauptquartier in Kabul, auf der Ebene der Regional Kommandos in Mazar-e Sharif, Herat, Bagram, Kabul und Kandahar oder bei den einzelnen regionalen Wiederaufbauteams (PRT).

Nach dreieinhalb Jahren werden die Recce-Tornados aus Afghanistan abgezogen

Zum letzten Flug (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Mazar-e Sharif)Größere Abbildung anzeigen

Seit Oktober 2009 waren die „Recce-Tornados“ für diese Aufgabe mit einem digital arbeitenden Aufklärungsbehälter der neuesten Generation ausgerüstet. Ausgestattet mit jeweils einem hochauflösenden elektro-optischen Sensor und einem Infrarot-Sensor verfügte der so genannte RecceLite (Reconaissance Litening Targeting Pod) Aufklärungsbehälter über die Fähigkeit, die Aufklärungsergebnisse bereits aus der Luft an die Bodenstation zu übermitteln. Ob sich ein Objekt dabei bewegte oder generell ein stationäres Ziel verfolgt wurde, war ebenso unproblematisch für die Qualität der Aufnahmen, wie Fluggeschwindigkeiten von über 900 Stundenkilometern. Damit erhielt ISAF nach erfolgter Auswertung interpretierte Aufklärungsergebnisse, die zu einem hochaktuellen Lagebild beitrugen und zudem unmittelbar den Schutz der ISAF-Truppen erhöhte.

RecceLite Kamera unter einem Tornado

RecceLite (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Mazar-e Sharif)Größere Abbildung anzeigen

Am 22. September 2010 hatte Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg entschieden, die beim Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif stationierten Aufklärungstornados aus Afghanistan abzuziehen. Dabei erfolgt der Abzug auch auf Empfehlung des Kommandeurs der Internationalen Schutztruppe ISAF, General David Petraeus. Denn auch wenn die Besatzungen der deutschen Aufklärungstornados in den vergangenen Jahren unverzichtbare Dienste geleistet haben, ist die Schwerpunktverlagerung von ISAF zugunsten des Aufbaus und der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte Grundlage für den Abzug.

So sind auch die freigewordenen Personalkapazitäten bereits verplant. An ihrer Stelle werden andere Bundeswehrkräfte die Ausbildung der afghanischen Armee vorantreiben. Deren Einsatz steht dann noch deutlicher im Einklang mit den bei den Konferenzen in London und Kabul gefassten Beschlüssen der internationalen Gemeinschaft die Bereiche Ausbildung, Mentoring und Partnering der afghanischen Sicherheitskräfte zu stärken.

Mit den Aufklärungssystemen „Heron 1“, KZO und LUNA verfügt der deutsche Kommandeur des Regionalkommandos Nord überdies weiterhin über leistungsfähige Aufklärungsmittel für den Einsatz in seinem Zuständigkeitsbereich.

Der „Heron“ als Ersatz für den Tornado

Die Ablösung (Quelle: Bundeswehr/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Auch nicht alle Soldatinnen und Soldaten vom Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ werden Afghanistan den Rücken kehren. Etwa 50 der so genannten „Immelmänner“ verbleiben noch im Einsatz. Ihre Aufgabe: Sie sollen die unbemannten Aufklärungsflugzeuge vom Typ „Heron 1“ bedienen und die von diesem System gewonnenen Bilder und Videofilme auswerten.

Der Air Vehicle Operator und der

Die Auswertung (Quelle: Bundeswehr/Michael Bertram)Größere Abbildung anzeigen

Die vorläufige Bilanz der Jageler Tornados kann sich unterdessen sehen lassen: Sie haben mittlerweile in rund 8.000 Flugstunden mehr als 50.000 Luftbilder im Einsatzgebiet Afghanistan aufgenommen. Mittlerweile waren fast alle der 1.400 Angehörigen des Geschwaders im Einsatz.

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Stand vom: 27.01.15 | Autor: RedaktionEinsatzBw


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