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Eine haarige Angelegenheit

Mazar-e Sharif, 06.08.2012, Bundeswehr.
Frau Oberfeldwebel Kira W. hat während ihres Einsatzes in Afghanistan ihren Kameradinnen und Kameraden gegen eine freiwillige Spende die Haare geschnitten. „Meine Erwartungen wurden völlig übertroffen“, erzählt die 28jährige gelernte Friseurin begeistert. Was anfangs als Selbsthilfe für die Militärpolizeikompanie gedacht war – bei Hitze, Sand und Staub sind kurze Haare wesentlich pflegeleichter – sprach sich innerhalb kurzer Zeit im Feldlager Mazar-e Sharif herum. So kam es dazu, dass die Militärpolizistin W. in ihrer schichtfreien Zeit auch Soldaten anderer Verbände und Nationen, wie aus den USA und Norwegen, eine ansehnliche Frisur verpasste.

Ein Soldat präsentiert seine Haarsträhne und die Spendenbox
Wie eine Aufforderung zum Haare schneiden (Quelle: Bundeswehr/Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

„Ich wollte damit etwas Gutes tun. Da ich aus der Nähe von Giessen stamme, bin ich auf den Elternverein der Station Peiper gestoßen“, erklärt die Soldatin, die in Deutschland ihren Dienst bei einem Feldjägerdienstkommando leistet.

Ärzte und Eltern, deren Kinder an Leukämie oder Krebs erkrankten, gründeten im Jahre 1982 diesen Verein. Die Ziele des Vereins sind, die Situation der Kinder während Ihres Aufenthaltes auf dieser onkologischen Station z.B. durch die Schaffung einer kindgerechten Umgebung möglichst angenehm zu machen. Zudem werden die Eltern finanziell unterstützt und die Forschung auf dem Gebiet der Leukämieerkrankungen von Kindern gefördert.

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Eine beeindruckende Summe

Frisch frisiert spenden Soldaten für den guten Zweck
Für den guten Zweck (Quelle: Bundeswehr/Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Den Erlös in Höhe von sagenhaften 13.000 Euro hat sie dem Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Giessen gespendet. „Das ist weit mehr als ich mir erhofft habe“, sagte W.

Mit der Spende der Soldaten hat die Erzieherin Corinna u.a. neue Bastel- und Spielmaterialien besorgt. „Für mich war es deshalb eine besondere Freude, die Kinder zum Malen für die Soldaten zu ermuntern“, bedankte sie sich in einem Schreiben an Oberfeldwebel W. Einige selbstgemalte Bilder der krebskranken Kinder zieren nun die Militärpolizeistation Masar-e Sharif.

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Stand vom: 13.08.12 | Autor: Christian M.


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