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Mit Blaulicht auf Patientenfahrt

Limassol, 22.05.2012.

Die deutschen Soldaten des Unifil- Kontingentes werden durch einen eigenen Arzt versorgt. Wenn dieser auf den Booten vor der Küste des Libanons eingeschifft ist, hilft Hauptmann E. den Soldaten, die in Limassol eingesetzt sind. Für Notfälle ist er jetzt ganz besonders ausgestattet.

Hauptmann E. mit seinem Einsatz-Kfz im Hafen von Limassol
Hauptmann E. mit seinem Einsatz-Kfz im Hafen von Limassol (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Im Verbindungskommando auf Zypern kann der Arzt nicht immer vor Ort sein. Regelmäßig ist der Arzt auf dem Tender „Rhein“ zwischen Limassol und Beirut unterwegs. Um das gesundheitliche Wohl der Soldaten vor Ort kümmert sich dann Hauptmann E.. Er ist der so genannte „Medical Point of Contact“ (MedPoc). Bei Hauptmann E. laufen alle Fäden der Rettungskette zusammen, er hält die Verbindung zu den großen Krankenhäusern und auch kleineren ärztlichen Einrichtungen in Limassol. Egal welche gesundheitlichen Problemen die Soldaten haben, vom Augenarzt über den Physiotherapeut bis zum Zahnarzt, E. hat immer den richtigen Ansprechpartner in seinem Handy gespeichert. Sollte die Brille kaputt gehen, weiß er auch den besten Optiker. „Und wenn es sich um einen Notfall handelt, dann werfe ich das Blaulicht an und sorge für den nötigen Platz, denn der Patient steht im Vordergrund“, sagt er entschlossen. Das Blaulicht hat er allerdings erst seit kurzem.

Während seiner Zeit im Einsatz, musste er einige Überzeugungsarbeit bei den zypriotischen Behörden leisten. Geduld, Diplomatie und einige Tassen zypriotischem Kaffee forderte es, um dieses Ziel zu erreichen. Hauptmann E. steht immer zur Verfügung, wenn es einen Notfall an Bord der Boote geben sollte. Entscheidet der Arzt an Bord, dass ein Soldat medizinische Versorgung von Land benötigt, so setzt E. die Rettungskette in Gang. Der Soldat wird dann mit dem Helikopter, selbst bei Nacht, geholt und medizinisch versorgt. Egal wann und egal wo, Hauptmann E. hilft.

Der MedPoc ist mehr als nur ein Bindeglied zwischen Patient und Arzt, er kennt seine Soldaten, ist rund um die Uhr erreichbar und manch einer muss ab und zu einfach nur mal reden, dafür ist ein E. auch da. Hauptmann E. ist ein Offizier des Militärfachlichen Dienstes der Sanität und stationiert im Sanitätsamt der Bundeswehr in München. 1992 war er in seinen ersten Auslandseinsatz in Kambodscha, hier war er erstmals für die Rettungskette zuständig.

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Stand vom: 13.08.12 | Autor: Pressestelle Limassol Redaktion H. Bunks


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