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Freitag, der 13. in See

Djibouti, 17.01.2012.

Es ist Freitagmorgen der 13. Januar am Horn von Afrika. Der Tag beginnt für die Fregatte LÜBECK zunächst unaufgeregt. Das Schiff fährt in seinem zugeteilten Bereich zur Seeraumüberwachung im international empfohlenen Transitkorridor für Handelsschiffe zwischen Somalia und Jemen. Das ist Routine im Einsatz ATALANTA.

Boarding einer verdächtigen Dhow komprimiert
Boarding einer verdächtigen Dhow komprimiert (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Djibouti)

Um das großes Gebiet aus der Luft zu überwachen, bereitet die Besatzung den Bordhubschrauber und das Schiff für den Flugbetrieb vor. Nach dem Start überfliegt der Hubschrauber das Seebiet großflächig und entdeckt dabei eine Segelyacht. Die Crew des Helikopters spricht den Segler über Funk an, um zu klären unter welcher Flagge er fährt und was sein Ziel ist. Es stellt sich heraus, dass es ein italienischer Segler mit seiner amerikanischen Yacht auf dem Weg nach Aden im Jemen ist. „Wir haben keinen Kraftstoff mehr“ beklagt der Skipper seine Situation. „Können Sie uns aushelfen? Ohne Wind und Kraftstoff machen wir uns in dem Seegebiet große Sorgen“ knarzt die Stimme aus dem Lautsprecher. Auf See ist es selbstverständlich auszuhelfen. Mit Diesel kann die Fregatte LÜBECK Unterstützung leisten und macht sich auf den Weg zur besagten Yacht, die etwa 20 Seemeilen südlich in der Flaute treibt.

Segler Robers S. mit seiner Katze Miau und Teilen des Boardingsteams
Segler Robers S. mit seiner Katze Miau und Teilen des Boardingsteams (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Als die Fregatte LÜBECK bei dem Segler angekommen ist, wird der Bordhubschrauber nun von einem zivilen Handelsschiff über Funk angesprochen. Der Kapitän macht sich Sorgen, da sich ihm ein kleines Boot schnell nähert. Aufgrund der aktuellen Geschehnisse in diesem Gebiet kann ein Piratenangriff nicht ausgeschlossen werden. Der Kommandant der LÜBECK zögert nicht und legt die Prioritäten neu fest. Die Unterstützung für den Segler wird sofort abgebrochen und die Fregatte fährt mit Höchstfahrt zu dem Handelsschiff. Schnell wird klar: Fehlalarm, keine Piraten. Das kleine Boot ist recht spät dem Handelsschiff ausgewichen und hat so für die Aufregung gesorgt. Inzwischen vergrößert sich der Abstand wieder und auch der Kapitän des Handesschiffes ist wieder beruhigt. Er bedankt sich über Funk bei der deutschen Fregatte und setzt seine Fahrt fort.

Segler wird mit Kraftstoff versorgt
Segler wird mit Kraftstoff versorgt (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Erneut ändert sich die Situation. Ganz in der Nähe taucht eine verdächtige Dhau auf. Der Hubschrauber hat sie entdeckt. Zügig wird bordinterner Alarm ausgelöst. Die „Rolle Annäherung an ein verdächtiges Fahrzeug“ wird durch den Schiffseinsatzoffizier ausgelöst. Jeder an Bord weiß jetzt, was er zu tun hat. Die Waffen werden besetzt, das Boardingteam rüstet sich aus, das Speedboot wird ausgesetzt. Alle sind in erhöhter Bereitschaft. Das Boardingteam findet an Bord der Dhau zwar eine Waffe und ein paar Messer, es konnte aber trotzdem ausgeschlossen werden, dass es sich um mutmaßliche Piraten handelt. Der Boardingeinsatz wird beendet.
Jetzt ist Zeit der Yacht zu helfen. Der italienische Weltumsegler ist schon seit zweieinhalb Jahren mit seiner Yacht unterwegs. Als einziger Mitsegler ist eine Katze an Bord. Heilfroh nimmt er den Dieselkraftstoff entgegen. So kann er trotz Flaute den nächsten Hafen schnell und sicher erreichen.
So gingen trotz Aberglauben alle Ereignisse an diesem Tag für die Fregatte LÜBECK mit einem guten Ende aus.

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Stand vom: 13.08.12 | Autor: Pressestelle Djibouti


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