Korvette „Magdeburg“ stößt zum deutschen Einsatzkontingent der UNIFIL
Limassol, 08.10.2012.
Als sie im Hafenbecken dreht und auf ihren Liegeplatz zustrebt, halten alle auf der Pier und an Bord den Atem an. Sie scheint so groß, dass der Hafen von Limassol und die anderen Boote im Vergleich zu ihr klein wirken. Als sie auf ihrem Liegeplatz festmacht, ist es ein beeindruckender Anblick.

Ihre Größe übertrifft alle an der Pier liegenden deutschen und griechischen Schnellboote und prägt das Erscheinungsbild des Hafens. Die deutsche Korvette „Magdeburg“ ist seit Sonntag, den 07. Oktober Teil des 20. deutschen Einsatzkontingentes in der United Interim Force In Lebanon (UNIFIL).
Der Kommandant der „Magdeburg“, Fregattenkapitän Torben Steinweller, sieht dem Einsatz mit Freude entgegen. „Wir sind stolz darauf, als erste Besatzung die Korvetten im Einsatz präsentieren zu dürfen. Meine Crew brennt darauf“, so der Einheitsführer.

Dass es ein besonderer Einsatz ist, dass sieht auch Hauptgefreiter Robert V., Schiffskoch an Bord der Korvette, so: „Es ist ein ganz neues Gefühl für uns, hier im Mittelmeer zu fahren. Wir sind dieses Jahr schon monatelang zur See gefahren, aber bis jetzt immer in nördlichen Gewässern.“
Auf den Einsatz angesprochen, antwortet er etwas nachdenklicher: „Das hier ist mein erster Auslandseinsatz. Ich habe im Fernsehen verfolgt, was hier unten geschehen ist – Demonstrationen, Anschläge, Bürgerkrieg. Das ist schon ein mulmiges Gefühl.“

Mit der Integration der Korvette „Magdeburg“ in das deutsche Einsatzkontingent in Limassol wird ein neues Kapitel in der Geschichte des 1. Korvettengeschwaders aufgeschlagen. Die 58köpfige „Magdeburg“ ist die erste der fünf deutschen Korvetten im Auslandseinsatz. Sie wird in den kommenden zwei Monaten im östlichen Mittelmeer ihren Auftrag im Rahmen von UNIFIL wahrnehmen.


