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Mit dem Schnellboot S71 „Gepard“ vor der libanesischen Küste – Teil 4

Limassol, 06.08.2012.
Tag 4 – Das Schnellboot S71 „Gepard“ hat die gesamte Nacht und den darauffolgenden Tag in der Area of Maritime Operation (AMO) verbracht. Die Wellen sind langgezogen und das Boot schaukelt nur wenig. Kein anderes Schiff ist in Sicht. Um Kraftstoff zu sparen, lässt der Kommandant drei der vier PS-starken Dieselmotoren abstellen. Der Gepard fährt langsam mit neun Knoten (das entspricht knapp 17 km/h) und die Brückenwache hält Ausschau nach Schiffen und Booten.

Auf dem Schnellboot S71 „Gepard“ leisten deutsche Soldaten ihren Dienst vor der libanesischen Küste
Schnellboot S71 „Gepard“ (Quelle: Bundeswehr/Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Bis in die frühen Abendstunden geht das so. Bei Anbruch der Dämmerung nimmt der „Gepard“ Kurs in Richtung Limassol. Mit beinahe 40 Knoten fährt das Boot in Richtung Hafen. Wegen der hohen Geschwindigkeit spritzt die schäumende Gischt über die Bordwand und peitscht den Soldaten auf der Brücke ins Gesicht. Das Schnellboot befindet sich auf dem „Heimweg“.

Plötzlich ertönt die Durchsage: „Meisterfahrt, Meisterfahrt, Mannschaften und Unteroffiziere heraustreten zum Reinschiff.“ Die Portepeeunteroffiziere und Offiziere übernehmen das Ruder, stehen im Ausguck auf der Brücke und besetzen die Posten in der Operationszentrale und dem schiffstechnischen Leitstand. Alle anderen werden zum Reinschiff eingeteilt, damit dies nicht noch am späten Abend im Hafen gemacht werden muss. Während des Reinschiffs wird überall im Boot laute Musik gespielt.

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Wieder fester Boden unter den Füßen

Beim Einlaufen in Limassol steht der ehemalige Kommandeur des deutschen Einsatzkontingentes, Fregattenkapitän Christian Meyer, zur Begrüßung an der Pier
Einlaufen in den Hafen (Quelle: Bundeswehr/Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Gegen 21:30 Uhr schleicht das Schnellboot durch die Hafeneinfahrt von Limassol. Auf der Pier steht der Kommandeur des deutschen Einsatzkontingentes UNIFIL, Fregattenkapitän Christian Meyer, mit seinem Stabspersonal. Er ist bei jedem Einlaufen seiner Boote vor Ort. Zur Übung für den Wachoffizier lässt der Kommandant das Schnellboot rückwärts an den Liegeplatz manövrieren, dies erfordert höchste Konzentration. Die Leinen werden übergeben und das Schnellboot nähert sich langsam der Pier.

Als der „Gepard“ festgemacht hat, muss die Besatzung noch alle Stationen seeklar zurück rüsten, dreckige Wäsche wird abgegeben und saubere verstaut. Eine Stunde ist dafür vorgesehen. Schneller als erwartet ist die Nachbereitung der Seefahrt abgeschlossen und um 22:00 Uhr tritt die Besatzung an Oberdeck an. Korvettenkapitän Kübsch steht vor seiner Besatzung und lässt in kurzen Worten die Tage auf See Revue passieren. Gemeinsam trinkt man noch das obligatorische „Einlaufbier“, für 22:30 Uhr ist der Bus bestellt. Die Hälfte der Besatzung fährt zum Auspannen in eine von der Bundeswehr organisierte Unterkunft, die andere Hälfte ist zum Wachdienst eingeteilt. Bevor die Soldaten in den Bus steigen, haben sie an der Zahlstelle im Verbindungskommando an Land die Möglichkeit Bargeld zu empfangen. Dieser Service wird für die Boote angeboten und erspart den Soldaten den Gang zu einem Geldautomaten.

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Letzter Einsatz als Kommandant

Volker Kübsch sein letzter Einsatz als Kommandant auf dem Schnellboot S71 „Gepard“
Der Kommandant vom Schnellboot S71 „Gepard“ (Quelle: Bundeswehr/Philipp S.)Größere Abbildung anzeigen

Für Korvettenkapitän Volker Kübsch ist dieser Einsatz der letzte als Kommandant auf einem Schnellboot. Er wird zum Ende des Einsatzes das Kommando über S71 „Gepard“ abgeben. Eine zweite Kommandantenzeit wird für ihn wahrscheinlich nicht in Frage kommen. Er wird ab Oktober die Admiralstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg absolvieren.

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Stand vom: 13.08.12 | Autor: Pressestelle Limassol


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