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AF TUR: Einsatztagebuch vom 04. September 2013: Die Crew von Kahramanmaras - „Brandschutz geht uns alle an“

Die Crew des Einsatztagebuchs AF TUR

Die Crew des Einsatztagebuchs AF TUR (Quelle Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Kahramanmaras, 04.09.2013.

Der NATO-Partner Türkei teilt seine Grenze mit einem Staat, der über eines der größten Raketenarsenale in der Region verfügt. Syrien leidet unter einem Bürgerkrieg, der mit seiner Intensität und seiner Härte eine ganze Region stark verunsichert. Die deutsche Luftwaffe steht im Verbund mit weiteren NATO-Partnern und mit ihrem Waffensystem PATRIOT für den Schutz der Türkei ein. Bewaldete Berge und hochgewachsene Minarette bilden seit Beginn des Jahres 2013 die Kulisse für einen besonderen Einsatz der Bundeswehr. Rund 300 Soldaten sind in der Türkei bei der Mission Active Fence Turkey (AF TUR) eingesetzt. Unter ihnen sind fünf Kameraden der Luftwaffe, die im 2. deutschen Einsatzkontingent ihren Dienst leisten.



4. Beitrag B - Staffel 04. September 2013: „Brandschutz geht uns alle an“

Gemeinsam mit türkischen Soldaten wurde das Feuer erfolgreich bekämpft

Gemeinsam mit türkischen Soldaten wurde das Feuer erfolgreich bekämpft (Quelle: Bundeswehr/G. Söldner)Größere Abbildung anzeigen

In unserer Einsatzregion beschwört die dauerhafte Abwesenheit von Regen eine Gefahr herauf, die einer Flugabwehrraketengruppe aus Schleswig-Holstein nur bedingt vertraut ist: Feuer. In diesem Fall besonders Buschbrände. Ein Problem, das den Einheimischen hier leider nur zu gut vertraut ist. Jedes Jahr vernichten Feuer in Anatolien große Flächen Wald und Weideland.

Buschfeuer gemeinsam gelöscht

Einige Zeit ist es her, als auch wir nur zu gut vor Augen geführt bekamen, wozu eine gute Vorbereitung beim Brandschutz nötig ist. Nur um Haaresbreite entging unsere Unterstützungsstaffel im Juni einem Buschfeuer. Hätte der Wind nur etwas anders gestanden, wäre es zu einem enormen Schaden gekommen. Durch die gut funktionierende deutsch-türkische Zusammenarbeit konnte schnell ein weiteres Übergreifen des Feuers verhindert werden. Uns machte es jedoch klar, dass wir noch mehr bei der Brandbekämpfung tun mussten.

Ein Außenstehender würde vielleicht lächeln, wenn er sieht, wie die deutschen Soldaten Bagger anfordern, die einen großen Kreis um die Startgeräte graben, in denen ab sofort kein Grashalm mehr geduldet wird. Experten der Luftbildauswertung würden, vielleicht mit einem Augenzwinkern, von weithin sichtbaren „Zielscheiben“ rund um unsere Launcher sprechen. Solch radikale Lösungen leisten jedoch Vorsorge gegenüber der weiter latent drohenden Brandgefahr.

Das beherzte Eingreifen führte zum Erfolg

Das beherzte Eingreifen führte zum Erfolg (Quelle: Bundeswehr/G. Söldner)Größere Abbildung anzeigen

Auch Brandschutzübungen gemeinsam bestanden

Eine Prüfung in Sachen Brandschutz ließ nach Abschluss der vorbeugenden Maßnahmen auch nicht lang auf sich warten. Ich, Hauptfeldwebel R., saß gerade in der Führungskabine der Wartung als plötzlich ein Soldat hereingestürmt kam: „Wir haben ein Feuer im Bereich des östlichen Schießstandes. Können das Feuer mit eigenen Mitteln nicht eindämmen. Das ist eine Übung“. Ich meldete sofort dem Führungsgefechtsstand, verschloss meine Kabine und machte mich auf den Weg zum Ort des Geschehens.

Am vermeintlichen „Brandherd“ angekommen, begannen wir umgehend mit den Löscharbeiten. Nachdem wir einen Löschtrupp eingerichtet hatten wurde uns klar, dass unsere Mittel nicht ausreichen würden. Ich forderte weitere Unterstützungskräfte, sowohl von deutscher, als auch türkischer Seite an. Nach wenigen Minuten trafen unsere Spezialisten mit einem Löschzug ein.

Oberleutnant Peter K./ Hauptfeldwebel Henning R.

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3. Beitrag A - Staffel 30. August 2013: „Tierische Begleiter"

Bis auf den jeweils kurzen Halt am Eingangskontrollpunkt der Alpha- und Bravo- Stellung gibt es in der Gazi-Kaserne wenig, was uns bei täglichen Fahrten aufhalten könnte. Wir bewegen uns auf sicherem Boden, Marschbehinderungen sind selten, dennoch kommen sie vor. Ich schreibe hier jedoch nicht von Straßensperren oder blockierten Wegen. Meist „behindern“ uns kleine einheimische Bewohner des Kasernengeländes, denen unser Einsatzauftrag und der ganze Trubel herzlich egal sind: Tiere aller Art.

„Straßensperre“ mal anders

„Straßensperre“ mal anders (Quelle: Bundeswehr/Monika B.)Größere Abbildung anzeigen

Eines Morgens meinte auch eine kleine gepanzerte Einheit der türkischen Tierwelt uns an der Weiterfahrt hindern zu müssen. Durch ihre gute Tarnung perfekt an das Gelände angepasst, war sie zunächst gar nicht zu erkennen. Hinzu kam, dass sich der kleine „Kamerad“ vollständig in seinen eigenen Schutzraum zurückgezogen hatte und so wie einer der umherliegenden Steine aussah.

Also alle Fahrzeuge halt, absitzen und erst mal sehen, was auf unserem Marschweg Stellung bezogen hatte. Sehr schnell wurde klar dass wir die Sperre problemlos räumen können. Natürlich so, dass für beide Seiten nie eine Gefährdung bestand.

Eine Gottesanbeterin, fast so lang wie ein halber Kampfstiefel

Eine Gottesanbeterin, fast so lang wie ein halber Kampfstiefel (Quelle: Bundeswehr/Monika B.)Größere Abbildung anzeigen

Wie in vielen anderen Einsätzen der Bundeswehr sind auch wir hier einer Tierwelt ausgesetzt, die man zuhause teils aus Zoohandlungen, teils nur aus dem Tierpark kennt. Neben Schildkröten, Spinnen und Schlangen trifft man auch auf eher unansehnliche Tiere, wie übergroße Grillen, Käfer oder andere Insekten, deren Name uns noch nicht mal bekannt ist. Aber so ist das eben, wenn man über 3.500 Kilometer weg von der Heimat seinen Dienst leistet. Andere Länder, andere Tiere.

Oberfeldwebel Monika B.

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3. Beitrag U - Staffel 20. August 2013: Der Lufttransport über die Air Base Incirlik

Unsere Transporter in Incirlik

Unsere Transporter in Incirlik (Quelle: Bundeswehr/Ekmekcibasi)Größere Abbildung anzeigen

Diesen Beitrag möchte ich unseren Transportern und unserer Luftumschlaggruppe in Incirlik widmen. Eine Transall aus Deutschland ist für den späten Abend in Incirlik angekündigt. Manch einer glaubt zu wissen, dass sie die Letzte vor dem Kontingentwechsel sei. Ist sie aber nicht.

Um 07:30 Uhr Ortszeit treffen wir uns am Unterkunftsgebäude, rund 20 Soldaten, der Feldwebel von der Feldpost ist auch dabei. Schnell ist der Laster mit Material und dem Gepäck der vier Glücklichen, die morgen heimkehren dürfen, beladen. Freundlicher Smalltalk mit einem türkischen Offizier erleichtert uns die Passage durch die Wache und schon sind wir unterwegs. Als regelrechtes Kunststück erweist sich die Kolonnenführung durch unseren Hauptmann. Ihm gelingt es tatsächlich, alle vier Fahrzeuge im oft tückischen türkischen Stadtverkehr zusammen zu halten.

Nach nur dreißig Minuten haben wir das größte Chaos hinter uns und befinden uns auf der Autobahn. In meinem Fahrzeug erregt dieses Online-Einsatztagebuch großes Interesse. Diverse Dinge werden mir während der Fahrt geschildert, die ich „unbedingt schreiben muss“. Davon findet sich hier allerdings nichts wieder, so spannend waren die Geschichten dann leider doch nicht. Was mich dagegen ernsthaft beeindruckt, ist die Fähigkeit von Chris, unserem Fahrer, seinen Laster zielsicher und unbeschadet durch den Verkehr zu steuern.

Nach den knappen drei Stunden Fahrt kommen wir an der amerikanischen Airbase an, begeben uns auf das Rollfeld und breiten das Material zur Desinfektion aus. Um 16:00 Uhr beginnt der Dekon-Trupp mit dem Desinfizieren. Bei den vorherrschenden 40°C im Schatten müssen sie ihre Schutzanzüge tragen. Als ausgebildeter ABC/Se-Feldwebel weiß ich um die „Freuden“ dieses Auftrages und bin froh, mich hier und heute auf das Schreiben beschränken zu dürfen.

Die Maschine bei der Landung

Die Maschine bei der Landung (Quelle: Bundeswehr/Ekmekcibasi)Größere Abbildung anzeigen

Die Transall kommt

Wir lassen uns alle reichlich Zeit, die Landung der Transall ist für 18:00 Uhr geplant. Um 16:20 Uhr wundern sich alle. Da landet doch gerade ein Flugzeug, das einer Transall zum Verwechseln ähnlich sieht. Sogar mit deutschen Hoheitsabzeichen. Es ist unser Flugzeug, es wird hektisch. Kaum ist das Personal gesammelt, beginnt der Einreiseprozess für die zwölf Neuankömmlinge und auch das Ausladen des Fliegers beginnt parallel. Alle wissen was zu tun ist.

Schließlich bringt uns ein Fahrzeug der Amerikaner die Ladung aus der Transall. Der Transporter sieht aus wie eine Mischung aus Golfbuggy und Pontonbrücke, erfüllt aber offensichtlich seinen Zweck. Amerikaner und Deutsche arbeiten Hand in Hand, es sieht so aus, als wäre alles geplant gewesen. Das Auspacken der Paletten geht zügig, hier arbeiten Profis.

Deutsch-amerikanische Zusammenarbeit

Deutsch-amerikanische Zusammenarbeit (Quelle: Bundeswehr/Ekmekcibasi)Größere Abbildung anzeigen

17:45 Uhr treffen Soldaten vom niederländischen Kontingent ein, einige Kisten sind auch für unsere holländischen Verbündeten an Bord gewesen. Während wir weiter arbeiten, führen die Amerikaner dankenswerter Weise anscheinend umfangreiche Wartungsarbeiten an ihrer Transportmaschine durch, die keine 200 Meter neben uns steht. Der Lärm der Triebwerke erleichtert unsere Arbeit nur bedingt.

Nachdem der türkische Zoll dann sowohl ein-, als auch ausgehende Güter begutachtet hat, wird die Transall beladen und für den morgigen Abflug vorbereitet. Gegen 20:00 Uhr gibt es amerikanische Abendverpflegung, die Stuben werden bezogen. Morgen geht es zurück nach Maras, nachdem wir dem heimgehenden Flieger wohl sehnsüchtig hinterher geschaut haben.

Oberfeldwebel Arne S.

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3. Beitrag B - Staffel 14. August 2013: Rückblick - die erste Schicht werde ich nicht vergessen

Blick auf Kahramanmaras

Blick auf Kahramanmaras (Quelle: Bundeswehr/PAO PIZ AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

Derzeit geht hier bei uns in der Bravo-Staffel alles seinen fast routinierten, gewohnten Gang. Zeit einmal zurück zu blicken. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Ankunft hier und die ersten Tage im zweiten deutschen Einsatzkontingent.

Bei der Ankunft wurden wir ab der Stadtgrenze von Kahramanmaras von einer Polizeieskorte begleitet. Eine interessante Abwechslung am Ende der fast dreistündigen Fahrt von Incirlik. Nachdem ich den anfänglichen Belehrungs- und Einweisungsmarathon überstanden hatte, hieß es damals zügig die Ausrüstung in der Übergangsstube zu verstauen, um dann Kontakt mit unseren Vorgängern in der Feldstellung aufzunehmen. Noch am ersten Abend hatte ich die Gelegenheit, mich gleich dem Schlüsselpersonal, wie Staffelchef, Spieß, Einsatzoffizier, technischem Offizier und den TCO`s (Tactical Control Officer) vorzustellen.

Die Tage danach waren geprägt von der Vorbereitung der Ankunft des Hauptkommandos. Ich war von Beginn an positiv von der guten Vorarbeit des ersten Einsatzkontingentes überrascht. Vollzähligkeitsappelle in den verschiedensten Bereichen wurden bei der Übernahme meine ständigen Begleiter. Dazu kam die Erörterung der internen Abläufe: Welchen Stellen muss wann was gemeldet werden? Wie sind die regelmäßigen „Wartungsfenster“ des Systems organisiert? Wie ist die Ersatzteilversorgung organisiert? Fragen über Fragen.


Vier Monate kein Fehler und dann das

Der Einsatzalltag hatte mich bei der Ankunft des Hauptteils unseres Kontingents schon völlig in Beschlag. Als Schichtführer der Waffensystemwartung ging ich in meine erste Nachtschicht. Die Schicht wurde mir scherzhaft mit den folgenden Worten übergeben: „Wir hatten in den letzten vier Monaten kaum Probleme mit dem System. Hoffentlich hast Du ein gutes Buch dabei!“
Kaum zwei Stunden nach meiner Schichtübernahme klingelte mein Telefon und einer der Feuerleitoffiziere meldete sich: „Wir haben einen Fehler in der Datenkommunikation zwischen Feuerleitstand und Radar.“ Vier Monate keine Fehler – und jetzt das! Das fängt ja gut an. Nach ca. einer Stunde ist der Fehler gefunden. Ein Netzteil in einem Element der Datenübertragung war defekt. Ersatz war innerhalb von 30 Minuten vor Ort und nach einem Testlauf konnte ich das System wieder übergeben. Weitere 45 Minuten später, ich hatte gerade meinen Wartungsbericht geschrieben, klingelt es wieder: „Wir haben wieder einen Fehler!“ Na prima.
Die Fehlersuche gestaltete sich diesmal schwieriger. Die Diagnosesoftware ließ sich nicht laden, die ausgegebenen Fehlermeldungen machten in der Summe keinen Sinn. Also war Suche per Hand und Auge angesagt. Nach fast drei Stunden hatte ich den Fehler auf ein Bauteil in der Datensignalerzeugung des Radargerätes eingegrenzt. Das Ersatzteil, das wieder „ruck zuck“ bereit stand, konnte ich nach einigen Schwierigkeiten mit dem bereitgestellten Werkzeug (der zu lange Schraubendrehergriff wurde von mir per Taschenmesser um drei Zentimeter gekürzt) wechseln.

Der Fehler ist gefunden und die Sonne geht langsam auf

Der Fehler ist gefunden und die Sonne geht langsam auf (Quelle: Bundeswehr/Henning R.)Größere Abbildung anzeigen

Als ich die Einschübe des Radars geschlossen hatte, ging über der östlichen Bergkette ganz langsam die Sonne auf. Ein Bild für Götter. Und eine kleine Entschädigung für die Mühen der letzten Stunden.

Hauptfeldwebel Henning R.

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2. Beitrag A - Staffel 09. August 2013: Einblick in die Arbeit der Wartungscrew

Herzstück des Patriot-Systems, das Radargerät

Herzstück des Patriot-Systems, das Radargerät (Quelle: Bundeswehr/Monika B)Größere Abbildung anzeigen

Es ist Sonntagnacht, als plötzlich das Telefon des Technischen Offiziers klingelt. Über eine abhörsichere Leitung ruft ihn der Feuerleitoffizier an und meldet Probleme mit dem Radargerät, dem Herzstück des Waffensystems. Es werden keine Luftziele mehr geführt.
Der Technische Offizier (TO) informiert daraufhin seinen Wartungsfeldwebel, Oberfeldwebel Frank B. Dieser hat bereits über seinen Laptop erste Informationen zum Fehler gesammelt. Ziel der Wartungscrew ist es, die Ausfallzeit möglichst gering zu halten. Zu diesem Zeitpunkt weiß aber noch niemand, dass ihm das heute Nacht nicht gelingen wird. Alle Kameraden sind Experten auf ihrem Gebiet. Sie besitzen umfangreiches Fachwissen durch zahlreiche Lehrgänge in den USA und viel Erfahrung mit dem Waffensystem.

Nachdem die Probleme mit dem Radar sowohl auf technischer als auch auf taktischer Ebene an die übergeordnete Führung gemeldet wurden, beginnt die Crew mit der weiterführenden Fehlersuche. Nach circa 30 Minuten ist jedem klar, dass es sich um ein größeres Problem handelt, das sich nicht ohne die Hilfe der Instandsetzungsgruppe lösen lässt. Innerhalb von ein paar Minuten ist das Team der "Instandsetzer" vor Ort und alle arbeiten Hand in Hand um den Fehler zu finden.

Die Wartungscrew der Alpha-Staffel

Die Wartungscrew der Alpha-Staffel (Quelle: Bundeswehr/Monika B.)Größere Abbildung anzeigen

Schnell wird deutlich, welches Bauteil beim Radar defekt ist und auch, dass dieses Bauteil nicht vor Ort getauscht werden kann. Das Instandsetzungsteam entscheidet, das Gerät zu „floaten“, was so viel heißt wie es auszutauschen. Für diesen Fall befindet sich ein einsatzbereites Radar im Unterstützungsbereich und steht 24 Stunden, jeden Tag der Woche zur Verfügung.

Ein Anruf genügt und das Austauschgerät wird zur Verlegung in die A-Staffel vorbereitet. Zeitgleich bereiten die Crewmitglieder der "Alpha" den Abtransport des defekten Radargeräts vor. Das deutsche PATRIOT-System zeichnet sich durch eine hohe Mobilität aus und somit ist ein rascher Austausch des Gerätes möglich.

Inzwischen ist die Schicht dieser Crew beendet und die Ablösung übernimmt. Die Soldaten bringen das Radar in Stellung und überprüfen nochmal die technische Einsatzbereitschaft bevor sich die A-Staffel wieder zurück in ihren befohlenen Status melden kann.

Oberfeldwebel Monika B.

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2. Beitrag U - Staffel 06. August 2013: „Jede Woche Weihnachten"

Die heiß ersehnte „Ware“ ist angekommen

Die heiß ersehnte „Ware“ ist angekommen (Quelle: Bundeswehr/Arne S.)Größere Abbildung anzeigen

Der erste Teilbereich der Unterstützungsstaffel, dem ich einen Beitrag in diesem Einsatztagebuch widmen möchte, ist die Feldpost. Wie funktioniert die eigentlich? Ich zumindest wusste es nicht. Da liegt es doch nahe, sie mal zu begleiten.
Am Vorabend wird eine Lieferung mit Feldpost für den nächsten Tag angekündigt. Pakete, Päckchen, Maxibriefe, normale Briefe. Alles wird gezählt, notiert und noch einmal nachgezählt. Alle Feldpostsendungen werden in eine riesige Holzkiste verpackt und mit Eisenband gesichert. Verplombt und markiert ist die Kiste bereit, morgen in die Heimat zu fahren. Der nächste Tag kann kommen.

07:20 Uhr, ich bin da. Die Jungs von der Post kommen auch. Heute Morgen sind wir zu fünft: Pierre und Micha, die Feldpostsoldaten, Martin und Kevin vom Marketender und ich. Während wir auf den für 08:00 Uhr angekündigten LKW warten, höre ich Geschichten aus dem zivilen Postleben. Diese sind mindestens genauso kurios, wie manche Stories aus dem Soldatenleben. Um 08:20 Uhr kommt dann endlich der LKW.

Es geht auch Post auf Reisen

Es geht auch Post auf Reisen (Quelle: Bundeswehr/Arne S.)Größere Abbildung anzeigen

Kistenweise Grüße aus der Heimat
Und dann geht es los. Pierre widmet sich dem bürokratischen Teil, der ganze 30 Minuten in Anspruch nimmt. Zeitgleich entlädt Kevin mit seinem Gabelstapler den Wagen. Drei große Holzkisten, voll mit heiß ersehnten Feldpostsendungen aus der Heimat. Micha, der vor einer Woche bei uns ankam, und ich legen los. Wir teilen alle Sendungen auf die Einheiten auf. Irgendwann ist es geschafft und die gut 250 Päckchen und Pakete liegen vor uns, dazu zehn Kisten mit Briefen. Eine beeindruckende Menge.

Der größte Haufen gehört unserer Unterstützungsstaffel (U-Stff). Schließlich stellen wir mit rund 170 Soldaten die Hälfte des Kontingentes. Nach und nach kommen die für den Innendienst zuständigen „Spieße“ vorbei. Sie nehmen die Post entgegen und verteilen sie an die Soldaten ihrer Einheiten. Für jedes Paket muss mehrfach unterschrieben werden. Auch dabei arbeiten Feldpost, Marketender und die „Spieße“ Hand in Hand. Alles läuft reibungslos und professionell bis letztendlich 350 kg Post versendet und 750 kg Post angenommen wurde.

Ordnung muss sein

Ordnung muss sein (Quelle: Bundeswehr/Arne S.)Größere Abbildung anzeigen

11:25 Uhr ist es dann vorbei. Die Post ist am Soldaten. „Dann erstmal eine rauchen, oder?“ Diese Gelegenheit nutze ich, um zu fragen, warum sie immer wieder in den Einsatz gehen. Micha setzt ein Lächeln auf und sagt: „Es ist eben immer wieder schön, in erfreute Gesichter zu blicken. Im Einsatz freuen sich alle über die Post und über uns.“ Und Pierre steigert das Ganze noch: „Wir spielen hier eben jede Woche den Weihnachtsmann.“

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2. Beitrag Bravo - Staffel 01. August 2013: Der Taktiker

Das Waffensystem „Patriot“ ist eines der wenigen Waffensysteme auf der Welt, welches ballistische Raketen in der Luft bekämpfen kann. Meine Aufgabe besteht darin, mein Radar und meine Startgeräte so einzustellen und zu überwachen, dass unsere Lenkflugkörper auf eventuell anfliegende Langstreckenraketen geschossen werden können. Zudem führe ich die Staffel auf taktischer Ebene. Mir zur Seite stehen zwei Feuerleitfeldwebel, eine Frau und ein Mann. Im Team entscheiden wir in letzter Instanz darüber, wie viele Lenkflugkörper verschossen werden und stellen sicher, dass sie auch die richtigen Ziele finden. Während meiner Schicht bin ich Herr über 99 Knöpfchen, einen runden Radarschirm und bis zu 128 scharfe Lenkflugkörper. Allerdings brauchen wir so viele Aale (Flugkörper) in diesem Einsatz nicht.

Oberleutnant Peter K. aus der Bravo-Staffel am Radarschirm

Oberleutnant Peter K. aus der Bravo-Staffel am Radarschirm (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

„Taktiker können kein vernünftiges deutsch"
Mir stehen außerdem verschiedenste Kommunikationswege mit der Außenwelt zur Verfügung. In der Luftwaffe wird das Waffensystem „Patriot“ auch als schießendes Fernmeldesystem bezeichnet. Aber darüber berichte ich in einem späteren Blog. Unser Radarschirm sieht nicht so typisch aus, wie man ihn aus Filmen kennt. Der rotierende grüne Strich, der alle zwei Sekunden „Büp!“ macht, ist bei uns schlicht nicht vorhanden. In den frühen Jahren der Radartechnik war es für die Bediener unter Umständen schwierig, einen Doppeldecker von einem Taubenpaar zu unterscheiden. In der heutigen Zeit unterstützt mich ein Computer bei der Auswertung von Flugzielen und zaubert mir statt eines Haufens unscharfer Punkte Kreise, Vierecke und Us auf den Schirm. Diese sagen mir, ob mir ein Flieger freundlich, feindlich oder sonst wie gesinnt ist. Da man sich auf diese Einschätzungen des Systems nicht immer verlassen kann, muss ich mich während meiner Dienstzeit mit vielen nationalen und internationalen Vorschriften befassen. Der internationalen Verzahnung der Luftverteidigung ist es geschuldet, dass sich Taktiker untereinander nicht mehr vernünftig auf Deutsch unterhalten können. Da wird aus einem Ziel ein „Track“, aus einem Schuss ein „Engagement“ und aus einem einfachen Ja wird ein „Roger“.

Ich darf Sie auf diesem Weg also herzlich willkommen heißen in der wunderbaren Welt der Luftkampftaktik. Stellen sie die Rücklehnen senkrecht, klappen Sie das Tischlein hoch; es gilt ein Land zu schützen.

Oberleutnant Peter K.

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1. Beitrag U - Staffel 29. Juli 2013: „U-Staffel bei AF TUR? Was bitte?"

Arne S. auf der Kommandobrücke

Arne S. auf der Kommandobrücke (Quelle: Bundeswehr/PIZ AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

Unterstützungsstaffel. Wow. Nach sechs Jahren Versorgungsstaffel kann da ja eigentlich nicht mehr viel Neues kommen. Dachte ich. Da aber das Denken für sich manchmal Glückssache ist, kam alles anders.

In der Gazi-Kaserne angekommen, musste ich von dem mir bekannten Schema loslassen. Üblich wären eigentlich zwei Züge gewesen: Nachschub und Transport sowie die Instandsetzung. Unsere Unterstützungsstaffel hier hat ungleich mehr Teilbereiche und wir Feldwebel vom Führungswagen, welcher hier als Command Post (CP) dient, sahen uns vor einer großen Aufgabe: Nachschub und Transport, Instandsetzung, einen gemischten ABC-Abwehr-Zug vom Heer, Fernmelder der Streitkräftebasis, Feldpost, Marketender, eine abgesetzte Luftumschlagsgruppe in Incirlik und noch mehr Fernmelder der Luftwaffe zu einer Staffel zu formen und als solche zusammen zu halten.

Unterstützung 24/7
Der Kernauftrag unserer Einheit ist es, die Einsatzbereitschaft der Kampfstaffeln aufrecht zu erhalten. Dies umfasst unter anderem die Versorgung mit Nachschubgütern, die Instandsetzung von Bodengeräten und Waffensystemen und natürlich die Verpflegung der Soldaten. Das gesamte Spektrum der ABC-Abwehr deckt unser gemischter ABC-Zug ab und um die Kommunikation im gesamten Kontingent kümmern sich unsere Fernmelder. Und genau davon soll in Zukunft berichtet werden, jeder Teilbereich wird seinen kleinen Auftritt in diesem Einsatztagebuch haben, Alltägliches und Kurioses soll erwähnt werden. Oder kurz: PATRIOT im Einsatz.

Inzwischen bin ich mehr als zwei Monate in der Türkei und es hat sich eine gewisse Routine eingespielt. An meinen Job in der Staffel habe ich mich recht schnell gewöhnt. Dieser weicht stark von der Arbeit zu Hause und den Arbeitsabläufen im Übungsbetrieb ab. Daheim belaufen sich meine Aufgaben auf die Ausbildung der Soldaten meiner Einheit, die Lehrgangsbearbeitung für die Staffel und das Schreiben von Befehlen. All das mache ich hier nicht.
Unser Auftrag im CP ist es unter anderem, die gesamte U-Staffel mit allen nötigen Informationen zu versorgen und zu wissen, wer wann wo ist. Außerdem obliegt uns die mögliche Alarmierung der Stellung und sämtlicher Unterkünfte. Vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Unterstützen heißt auch bauen

Unterstützen heißt auch bauen (Quelle: Bundeswehr/PIZ AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

Unterstützen heißt auch bauen
Wer nicht im Schichtbetrieb gefangen ist, hat Samstag seinen „Baseday“, an dem man mal aus dem Alltäglichen ausbrechen kann. Von einer möglichen Abneigung der Bevölkerung und des türkischen Militärs uns gegenüber, wie in den letzten Monaten hier und da mal zu lesen war, ist nichts zu spüren. Im Gegenteil, es ist viel mehr ein friedliches und freundliches Nebeneinander. So erfuhr ich außerhalb der Kaserne oftmals eine herzliche Gastfreundschaft. Dem gegenüber steht das Prinzip „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ und so haben wir unsere Stellung (innerhalb der türkischen Kaserne) mit Stacheldraht und Zugangskontrollen gesichert, während türkische Soldaten regelmäßig bewaffnet durch die Kaserne patrouillieren.

Die Arbeitswut der ersten Wochen hat sich weitestgehend gelegt, alles ist zu unserer Zufriedenheit aus- und umgebaut. Inzwischen hat sich das Klima als der härteste Gegenspieler herausgestellt. Vor wenigen Tagen wurde die 40 Grad Grenze erreicht, der bislang stets vorherrschende Wind gibt sich immer seltener die Ehre und die Winterreifen auf unseren Dienstfahrzeugen stoßen tatsächlich an ihre Grenzen. Wie in anderen Einsätzen auch, stellt die Hitze Personal und Material vor große Herausforderungen. Allen Widrigkeiten zum Trotz zeigt die durchgehende Einsatzbereitschaft des Waffensystems, dass wir, die Unterstützungsstaffel, mit all unseren Komponenten funktionierten. Und das sogar ziemlich gut.

Oberfeldwebel Arne S.

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1. Beitrag Bravo - Staffel 26. Juli 2013: Los geht's

Ich habe als einer der ersten Soldaten meiner Einheit in das südanatolische Kahramanmaras verlegt. Da es für mich bereits der dritte Einsatz ist und die direkte Gefährdung mir persönlich eher gering erschien, hielt sich meine Aufregung am Reisetag in Grenzen. Bei meiner Frau und meinem Sohn floss natürlich, während der Verabschiedung, die ein oder andere Träne. Für die Zurückbleibenden ist es doch meist härter als für einen selbst. Für den Soldaten ändert sich nichts, er macht seinen Job. Für die Familie daheim ändert sich das gesamte Leben.

Von Husum aus ging es mit einem Achtsitzer in das fast 1000 Kilometer entfernte Penzing in Bayern. Das ist ja nun nicht direkt um die Ecke, aber so kam ich wenigstens noch einmal in den Genuss, unsere heimischen Autobahnen und die benachbarten Landschaften von Nord nach Süd zu bewundern.

Nach elf Stunden Fahrt erreichte ich den Fliegerhorst Penzing. Von hier aus ging es am nächsten Morgen, mit Zwischenstopp in Bulgarien, zum Zielflughafen „Incirlik Airbase“ am Stadtrand von Adana. Vor der Weiterreise nach Kahramanmaras, bei uns häufig einfach „K-Town“ genannt, verbrachte ich eine Nacht auf der US-Airbase. „Gut dass nicht wir, sondern die Niederländer hier mit ihrem PATRIOT-System stationiert sind“, denke ich bei meinem Streifzug über das Gelände. Die Infrastruktur der Liegenschaft ist mit ihren Einkaufsmöglichkeiten, dem Freizeitangebot und Restaurants derart üppig ausgestattet, dass das bei einigen Kameraden sicher zu Lasten des Geldbeutels gegangen wäre.

Am nächsten Morgen ging’s weiter mit einem Reisebus in das drei Stunden entfernte Kahramanmaras. Der Einsatz hat für mich jetzt begonnen.

Hauptfeldwebel Henning R.

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1. Beitrag Alpha - Staffel 24. Juli 2013: Erste Schritte auf türkischem Boden

Nach wochenlanger Anspannung und vorbereitender Ausbildung, gefüllt mit Unterrichten und Lehrgängen, ging es für die ersten Soldaten des 2. Einsatzkontingentes Ende April in den deutschen „Patriot“-Einsatz in die Türkei. Bis zum 02. Mai folgten Kameraden aus sämtlichen FlaRak Verbänden, aus insgesamt 6 Staffeln, und vervollständigten so das Team der Alpha-Staffel. Bei Ankunft im Sonnenschein und unglaublichen 30 Grad erwarteten uns schon sehnlichst die Kameraden aus dem 1. Einsatzkontingent am Flughafen in Incirlik. Ob nun aus Freude uns zu sehen, oder einfach nur wegen der frei gewordenen Sitzplätze im Airbus, der auf direktem Wege wieder nach Deutschland verlegen würde, das hat uns keiner von ihnen wirklich verraten. Aber nach anstrengenden drei Monaten Pionierarbeit als 1. deutsches Einsatzkontingent AF TUR, war es den Kameraden mehr als gegönnt, nach Hause zu fliegen.

Nach Erhalt der Lunchpakete und einiger Wartezeit, kam die Verteilung auf die verschiedenen Busse. Da die Soldaten der Alpha-Staffel nicht mehr in Hotels untergebracht werden mussten, ging es direkt in die Truppenunterkunft in der Gazi-Kaserne in Kahramanmaras. Unser erster Tag in der Türkei endete mit dem Beziehen der Stuben. Alle freuten sich auf eine Dusche, welche die Strapazen der langen Anreise milderte. Und dann hieß es einfach nur noch: „Gute Nacht“.

„Guten Morgen in Kahramanmaras"
Wie alle Neuankömmlinge, startete unser erster Tag mit dem obligatorischen Einweisungsmarathon. Wo befindet sich was, welche Regeln gilt es zu befolgen, wie kann man Kontakt mit zu Hause aufnehmen. Als wir dies überstanden hatten, machten wir unsere erste Bekanntschaft mit dem abenteuerlichen Weg hoch zur A-Stellung. Der Weg lässt sich ganz einfach beschreiben: „steil, staubig, holprig“.

Und dann war „Sie“ da! Die so häufig angesprochene und heiß diskutierte Wagenburg, unser neuer Arbeitsplatz für die nächsten vier Monate. Hier angekommen konnten wir sehen, welch tolle Arbeit unsere Vorgänger geleistet hatten. Viel, viel Arbeit steckt in der Wagenburg und auch alles, was das Leben in der Stellung einfacher und wohliger gestaltet, wurde vom 1. Kontingent erbaut und eingerichtet. Nun ist es an uns, diesen Bereich zu erhalten und auszubauen. Das betrifft nicht nur die Verstärkung der Sicherungsmaßnahmen im Stellungsbereich, sondern auch die Errichtung eines Außenbereichs, der sich für Besuche, Besprechungen und allgemeines Staffelbeisammensein eignet. So führen wir sicherlich die Arbeit im Sinne unserer Vorgänger weiter fort und hoffen für das nachfolgende Kontingent einen ebenso schönen Arbeitsbereich zu hinterlassen. An dieser Stelle schon mal großen Respekt und Dank für die großartigen Leistungen unter erschwerten Bedingungen, als erstes Kontingent im Einsatz.

Die Übergabe der Dienstgeschäfte dauerte, aufgrund der guten Vorbereitung unserer Vorgänger in den verschiedenen Bereichen, im Schnitt gerade einmal drei Tage. Eine solche Übergabe umfasst alles, was der Einsatzalltag so mit sich bringt. Von diversen Materialübergaben bis hin zu allgemeinen Abläufen und bereits gesammelten Erfahrungen wurde alles an uns punkgenau übergeben.

„Auf gehts"

„Auf gehts" (Quelle: Bundeswehr/PIZ AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

„Auf gehts"
Die Aufteilung in Crews ermöglicht einen durchhaltefähigen Schichtrhythmus und stellt die durchgehende Einsatzbereitschaft des Waffensystems sicher. Eine Crew setzt sich aus verschiedensten Bereichen zusammen: Staffelführung und Administration, Fernmelder, Waffensystemwartung, Feuerleitbereich, Nachschub und den Abschuss.

Nach ein paar Wochen im Schichtdienst hat sich jeder Kamerad an die Abläufe und Besonderheiten des Einsatzbetriebes gewöhnt und darauf eingestellt. Spätestens nach den ersten „Radarbildern“, auf denen reelle Starts von Raketen auf syrischer Seite zu sehen waren, wurde jedem Kameraden die Notwendigkeit und Ernsthaftigkeit unseres Auftrages mehr als deutlich.

Jedoch hängt an der Einsatzbereitschaft des Waffensystems auch das allgemeine Wohlbefinden der Soldaten. In einem Einsatz ist natürlich nicht alles wie zu Hause. So stellte sich für uns heraus, dass die Unterkunftssituation und die allgemeine Infrastruktur der Gazi-Kaserne nicht ganz so einfach sind. Aber wir können uns nicht beschweren. Die Stuben sind mit Klimaanlagen ausgestattet und zum größten Teil nur mit drei Kameraden belegt.

Um die allgemein gute Stimmung sowie die Einsatzbereitschaft der Kameraden aufrecht zu erhalten, werden die verschiedensten Betreuungsmöglichkeiten angeboten. Wir können einen türkischen Sprachkurs belegen oder gemeinsam mit unserem türkischen Küchenpersonal in der GAZI-Kaserne Baklava backen. Auch sportlich kann man jede Menge machen: Tischtennis, Darts und Fußball. Große Freude kam bei der Eröffnung unseres gut ausgestatteten Sportzeltes auf. Hier kann man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit auspowern. Und einige sind bereits ab, oder auch noch, früh morgens um 04:00 Uhr dort anzutreffen.

Aber nun heißt es erst mal unseren, Auftrag bis Anfang September fortzuführen, bis uns das 3. Kontingent ablöst. Bis dahin werden wir sicherlich noch viel zu berichten haben und verbleiben mit kameradschaftlichen Grüßen in Richtung Heimat.

Oberfeldwebel Matthias W., Oberfeldwebel Monika B.

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Stand vom: 04.12.13 | Autor: PIZ AF TUR


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