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Von Navigieren bis Reparieren

Beirut, 31.03.2011.

Seit 2006 beteiligt sich die Bundeswehr an der UNIFIL-Mission im Libanon. Als Teil des UNIFIL-Flottenverbandes unterstützt sie auch den Aufbau und die Ausbildung der maritimen Fähigkeiten des Landes zum Küstenschutz. Die Idee dahinter ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Das Ziel ist, dass der Libanon seine Küstengewässer selber sichern und überwachen kann.

Sanitätsausbildung auf dem Flugdeck der „Donau“

Erste Hilfe (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Im Frühjahr 2007 stellte das deutsche Einsatzkontingent ein Ausbildungskommando mit 11 Ausbildungsteams unter der Bezeichnung Task Force 500.03 auf. In zwei- bis fünfwöchigen Modulen bilden diese Teams libanesische Marinesoldaten in der gesamten Bandbreite des maritimen Alltags aus. Das Spektrum reicht von nautischer Navigation und Seemannschaft über Leck- und Brandabwehr bis zur Sanitätsausbildung und der Bedienung der Marinetechnik. Die Zusammenarbeit klappt gut. „Man vertraut den deutschen Soldaten und nimmt jegliche Hilfe und Unterstützung gerne an“, berichtet der Leiter des Ausbildungskommandos Libanon Fregattenkapitän Hansjosef Diel.

Seit 2006 unterstützt Deutschland auch den Wiederaufbau der libanesischen Küstenradarorganisation. Die bestehenden sechs Stationen wurden mit neuer Technik ausgestattet, drei weitere Stationen werden derzeit errichtet, um die Schattenbereiche in der Küstenüberwachung zu schließen. Das zuständige Bedienpersonal wird ebenfalls durch die Bundeswehr ausgebildet. Mit den neuen Ortungssystemen verfügt der Libanon erstmals über ein effektives Werkzeug zur lückenlosen Überwachung der eigenen Küste.

Ausbildung in der Bedienung einer Küstenradarstation

Ausbildung (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Damit der Libanon künftig seine Küstenregion nicht nur überwachen, sondern auch aktiv sichern kann, hat Deutschland drei Patrouillenboote bereitgestellt. Zwei ehemalige Polizeiboote aus Bremen sowie ein Sicherungsboot aus Todendorf, welches heute das Flagschiff der libanesischen Marine ist. Auch ein Maschinenpark an Werkstattmaschinen wurde zur Verfügung gestellt. Er legt den Grundstein für den Aufbau einer Marine-Unterstützungsgruppe.

Eines der von Deutschland zur Verfügung gestellten Boote

Neue Fähigkeiten (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Fregattenkapitän Hansjosef Diel zieht eine positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit: „Mit all diesen Aktionen und Anstrengungen wird es für die libanesische Marine sicher in absehbarer Zeit möglich sein, ihre Küstengewässer eigenständig zu überwachen und den Schiffsverkehr zu kontrollieren“, sagte er.

Die Fortschritte des Einsatzes schlagen sich auch im aktuellen Mandat des Deutschen Bundestages nieder. Hier wurde die erforderliche personelle Obergrenze für die deutsche Beteiligung am Einsatz von 800 auf 300 Soldaten abgesenkt.

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Stand vom: 04.12.13 | Autor: Michael Baum


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