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Fregatte KÖLN befreit Piraten- Mutterschiff und rettet Geiseln

Djibouti, 14.11.2011.

Der Fregatte KÖLN ist am 8. November erneut ein Schlag gegen die Piraterie in den Gewässern am Horn von Afrika gelungen. Die deutsche Fregatte entdeckte 30 Meilen vor der somalischen Küste eine Dhow namens AL JABAL.

Die Fregatte KÖLN begleitet die Dhow
Die Fregatte KÖLN begleitet die Dhow (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Sie wurde im Vorfeld von einem deutschen Seefernaufklärer entdeckt. Vor über sechs Wochen wurde die Dhow vom somalischen Hafen Bosasso aus entführt und als Piraten-Mutterschiff eingesetzt. Das Boardingteam der KÖLN durchsuchte die Dhow und traf auf insgesamt 21 Personen an Bord, 19 Somalier und zwei Jemeniten. Es stellte sich heraus, dass die jemenitischen Personen Mitglieder der ursprünglichen Besatzung waren und als Geiseln gehalten wurden. Zwar wurden keine Waffen an Bord der Dhow gefunden, aber seit geraumer Zeit war bekannt, dass die AL JABEL für Pirateriezwecke eingesetzt wurde. Der Verdacht, dass es sich bei den 19 Somaliern um mutmaßliche Piraten handelt, konnte bei der Befragungen an Bord der Fregatte KÖLN erhärtet werden. Da der Nachweis für die Beteiligung an einzelnen Akten der Piraterie dennoch nicht erbracht werden konnte, wurden die mutmaßlichen Piraten wurden am Morgen des 10. November an der somalischen Küste abgesetzt. Den beiden befreiten Seeleute aus dem Jemen sollte schnell geholfen werden. Taucher der KÖLN befreiten die Antriebswelle der Dhow von einem Fischernetz, das sich dort verfangen hatte. Technicker reparierten das Kühlsystem des Motors. Vollgetankt und aus Gründen der seemännischen und navigatorischen Sicherheit mit einigen Marinesoldaten besetzt, fuhr die AL JABAL in Begleitung der KÖLN in Richtung Jemen und sollte an die jemenitische Marine und den Eigner übergeben werden.

Die Übergabe der Dhow ist besiegelt.
Die Übergabe der Dhow ist besiegelt. (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Diese Übergabe fand am Abend des 11. November statt. Der Kommandant eines jemenitischen Schnellbootes und der Eigner der Dhow übernahmen in See die Verantwortung über die AL JABAL von der KÖLN. Anschließend fuhr die Dhow weiter in Richtung Mukallah. Dort kam sie kurze Zeit später sicher an. Die beiden Besatzungsmitglieder der AL JABAL sind nach vielen Wochen in Gefangenschaft mutmaßlicher Piraten wieder in ihrer Heimat angekommen - Dank des Einsatzes der Besatzung der KÖLN. Diese glücklicherweise gewaltfreie Befreiung eines Schiffes mit Geiseln bedeutet einen besonderen Erfolg für die gesamte Mission ATALANTA, da dem Verlust eines Mutterschiffes, das mehrere Wochen oder sogar Monate auf See hätte bleiben können, den Piraten ein wertvolles Mittel zur Durchführung von Überfällen auf Handelsschiffe genommen werden konnte.

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Stand vom: 13.12.11

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