Mongolische Soldaten in Feyzabad
Feyzabad, 09.12.2009.
Seit wenigen Tagen verstärken 40 mongolische Soldaten das deutsche Wiederaufbauteam in Feyzabad. Die Kräfte sollen die Absicherung des Lagers und des nahen Flugplatzes übernehmen. Bislang erfüllen diese Aufgabe Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 aus Marienberg, die nun für andere Aufgaben zur Verfügung stehen, beziehungsweise planmäßig ihren Einsatz beenden.

Damit sich die mongolischen und die deutschen Soldaten bestmöglich ergänzen, waren Ausbilder der Luftwaffensicherungstruppe in die Mongolei gereist, um in mehreren Monaten ein entsprechendes Trainingsprogramm zu koordinieren.
So wurden die mongolischen Soldaten beispielsweise in unterschiedliche Verfahrensabläufe und in die Handhabung der – durch das Provincial Reconstruction Team (PRT) Feyzabad genutzten – Fernmeldemittel eingewiesen. Hilfreich war in diesem Zusammenhang die breite Erfahrung des mongolischen Zuges, der bereits im Irak, in Sierra Leone und im Kosovo im Einsatz war.

Auch sprachlich versteht man sich
Die Mongolei wird sich zunächst für die Dauer eines Jahres an der Arbeit des PRT Feyzabad beteiligen. Die Einsatzzeit für die Soldaten beträgt jeweils sechs Monate. Der Zug besteht aus insgesamt 40 Soldaten – unter ihnen auch ein Arzt. Geführt wird der Sicherungszug durch Hauptmann Ser-Od B., der unter anderem die Internationale Generalstabsausbildung in Deutschland absolviert hat.
Die Offiziere und einige Unteroffiziere der Teileinheit hatten vor ihrem Einsatz die Möglichkeit, in Einrichtungen des Bundessprachenamtes in Hürth und Naumburg drei Monate deutsch zu lernen. Anschließend absolvierten sie ein ebenso langes Praktikum in Einheiten der Bundeswehr.

Gute Voraussetzungen
Hauptmann B. ist zuversichtlich, dass der ihm unterstellte Sicherungszug seine Aufgaben gut erfüllen wird: „Alle unsere Soldaten wissen, dass Afghanistan neu für sie ist. Aber die meisten von ihnen verfügen bereits über Einsatzerfahrung, außerdem sind wir gut vorbereitet worden.“ Weiter erklärt B.: „Wir werden viel von unseren deutschen Kameraden lernen können. Das wollen unsere Soldaten auch. Sie sind bereit, ihre Aufgabe zu erfüllen.“
An der internationalen ISAF-Schutztruppe beteiligen sich mit der Mongolei jetzt insgesamt 43 Nationen.

Eine starke Gemeinschaft
Der mongolische Sicherungszug wird durch das PRT aufgrund eines Abkommens zwischen Deutschland und der Mongolei mit Fahrzeugen und modernster Ausrüstung ausgestattet. Dass darüber hinaus die gesamte Infrastruktur des Feldlagers durch die mongolischen Kameraden genutzt wird, versteht sich von selbst.
Die deutschen Soldaten freuen sich über die neue Internationalität des verhältnismäßig kleinen Feldlagers. Verfolgen doch die internationalen, aber auch die einheimischen afghanischen Streitkräfte ein und dasselbe Ziel: Sie alle helfen mit, ein sicheres Umfeld zu schaffen – eine Aufgabe, die nur gemeinsam zu bewältigen ist.
Bilder
Landung der C-130 Hercules (Quelle: Bundeswehr/Uwe H.)
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