Aktuelle Einsätze der Bundeswehr weltweit


Collage der Einsätze der Bundeswehr (Quelle: PIZ EinsFüKdoBw)
Die Bundeswehr ist gefordert bei der Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Notlagen und bei humanitären Einsätzen. Gemeinsam mit Streitkräften befreundeter Nationen und Partnern beteiligt sie sich an friedenserhaltenden, stabilisierenden und friedenserzwingenden Operationen.
Durch diese Einsätze trägt die Bundeswehr dazu bei, gewaltsame Konflikte zu verhindern oder zu beenden. Sie wirkt durch Stabilisierung und Abschreckung gegen die Verschärfung von Krisen und Konflikten und ermöglicht die Konsolidierung von Friedensprozessen. Hinzu kommen Einsätze im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, auch als Beiträge zur Unterstützung von Bündnispartnern.
Die Operation Atalanta soll die vor der Küste von Somalia operierenden Piraten abschrecken und bekämpfen. Dabei soll zum einen die durch Piratenüberfälle gefährdete humanitäre Hilfe für die Not leidende somalische Bevölkerung sichergestellt werden. Zum anderen soll die Operation den zivilen Schiffsverkehr auf den dortigen Handelswegen sichern, Geiselnahmen und Lösegelderpressungen unterbinden und das Völkerrecht durchsetzen.
Seit fast 30 Jahren setzen sich Blauhelm-Soldaten für ein Ende der Gewalt in der Krisenregion ein. Die United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) wurde im März 1978 als Reaktion auf die Operation Litani gegründet. Grundlage sind die VN-Resolutionen 425 (1978) und 426 (1978).
Mehr als 22 Jahre lang herrschten in Afghanistan Krieg und Bürgerkrieg. Bis heute leidet das Land unter den typischen Folgen wie schweren Zerstörungen, Verminung ganzer Landstriche, ethnisch motivierten Spannungen und organisierter Kriminalität.
Am 12. September 2001, einen Tag nach den Terroranschlägen von New York und Washington, verurteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der Resolution 1368 diese Anschläge als bewaffneten Angriff auf die Vereinigten Staaten sowie als Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit.
Im sozialistischen Vielvölkerstaat Jugoslawien lebten neben einer Vielzahl nationaler Minderheiten laut Verfassung sechs staatstragende Völker: Slowenen, Kroaten, Serben, Bosniaken (Muslime), Montenegriner und Makedonen. Es gab drei Amtssprachen (serbokroatisch, slowenisch und makedonisch) sowie die lateinische und die kyrillische Schrift.
Die Bundeswehr setzt seit Jahrzehnten im internationalen Rahmen Militärbeobachter (UN Military Observer, UNMO) ein. Ihr Einsatz erfolgt in der Regel in Krisengebieten, in denen bewaffnete Auseinandersetzungen stattfinden oder gerade überwunden sind.
Mit der Feststellung, dass sich Vereinte Nationen und Europäische Union für eine auf einem effizienten Multilateralismus beruhende internationale Ordnung einsetzen, bekräftigen der Generalsekretär der VN und der Vorsitz des Rates der EU ihre Entschlossenheit, auf dem Gebiet der Krisenbewältigung zusammenzuarbeiten.