Beratungs- und Unterstützungsmissionen
Mit der Feststellung, dass sich Vereinte Nationen und Europäische Union für eine auf einem effizienten Multilateralismus beruhende internationale Ordnung einsetzen, bekräftigen der Generalsekretär der VN und der Vorsitz des Rates der EU ihre Entschlossenheit, auf dem Gebiet der Krisenbewältigung zusammenzuarbeiten. Die VN und EU sind sich nichtsdestoweniger darin einig, dass die Verantwortung für die weltweite Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit gemäß der Charta der Vereinten Nationen in erster Linie beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen liegt. Das weltweit zunehmende Engagement allerdings bringt die Organisation an ihre Grenzen und sie ist zunehmend auf tatkräftige Unterstutzung ihrer Mitgliedstaaten angewiesen.
Die United Nation Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) wurde am 28. März 2002 durch die Resolution 1401 des UN-Sicherheitsrates gegründet. Mit dieser Mission unterstützen die Vereinten Nationen die Regierung Afghanistans beim Auf- und Ausbau rechtsstaatlicher Strukturen und fördert die nationale Versöhnung. Die Basis hierfür bildet das sogenannte Bonner Abkommen.
Als Teil des umfassenden Engagements der Vereinten Nationen für den Sudan, das auch die Unterstützung VN-Friedensmission UNMIS umfasst, wurde am 31. Juli 2007 die Friedensmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union in Darfur UNAMID (United Nations-African Union Hybrid Mission in Darfur) gegründet. Sie löste zum 01. Januar 2008 die bis dato bestehende Mission der Afrikanischen Union in Darfur (AMIS) ab.
Die EU engagiert sich im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik auf Grundlage der gemeinsamen Aktion 2004/847 des Rates vom 09. Dezember 2004 mit einer Polizeimission in Kinshasa (EUPOL Kinshasa) und aufgrund der gemeinsamen Aktion 2005/355 des Rates vom 02. Dezember 2005 mit einer Beratungs- und Unterstützungsmission im Zusammenhang mit der Reform des Sicherheitssektors in der DR Kongo (EUSEC RD Congo).