ATALANTA: Eine Zwischenbilanz
Potsdam, 04.02.2010.
Seit dem 8. Dezember 2008 beteiligt sich Deutschland an der EU-geführten Operation EU NAVFOR Somalia - Operation Atalanta. Seither wurden 57 Schiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen in ihre Zielhäfen begleitet. Bei weiteren 27 Eskorten erreichten Schiffe im Auftrag der African Union Mission in Somalia (AMISOM) sicher ihr Ziel.

Mehr als sieben Schiffe und Flugzeuge aus fünf EU-Staaten – seit August 2009 beteiligt sich außerdem Norwegen – gehören der Anti-Piraterie-Mission vor der Küste Somalias an. Entlang des etwa 500 Seemeilen – circa 930 Kilometer – langen, international empfohlenen Transit-Korridors (International Recommended Transit Corridor, IRTC) durch den Golf von Aden wachen unter anderem Kriegsschiffe und Flugzeuge der EU-Mission Atalanta über die Sicherheit der Handelsschiffe.
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Piraten im Operationsgebiet
Zurzeit befinden sich etwa zehn Schiffe und Boote mit über 200 Geiseln an Bord in der Gewalt von Piraten. Insgesamt konnten bis Heute 75 mutmaßliche Piraten durch EU-Einheiten in Gewahrsam genommen und an Kenia überstellt werden.

Aktuelle Zusammensetzung
Zurzeit setzt sich der Verband aus je einem italienischen, spanischen, deutschen, französischen und griechischen Kriegsschiff sowie Aufklärungsflugzeugen aus Spanien und Luxemburg zusammen. Deutschland beteiligt sich aktuell mit circa 230 Soldaten und der Fregatte EMDEN an der Mission.
Insgesamt können bis zu 1.400 deutsche Soldatinnen und Soldaten in den Einsatz entsendet werden. Das Bundestagsmandat der Anti-Piraterie-Mission ist noch bis zum 18. Dezember 2010 gültig.
