Neue Crew startet erfolgreich
Djibouti/ Potsdam , 14.07.2009.
Im Rahmen der Übergabe an ihre Nachfolger verbleiben zehn Soldaten eine Woche länger in Djibouti, dem Stationierungsland der P-3C Orion. Zu ihnen gehört auch der Kontingentführer, Fregattenkapitän Mario Kaiser. Neben dem Verantwortungsbereich für den Einsatz der P-3C Orion übergab er jetzt auch die Dienstgeschäfte als Vorgesetzter aller Deutscher Soldaten in Djibouti an Fregattenkapitän Oliver Ottmüller.

Fregattenkapitän Kaiser zieht eine positive Bilanz des Einsatzes:
„Wir Marineflieger konnten aufbauend auf den Erfahrungen des letzten Jahres unsere P-3C Orion nun zum zweiten Mal in den Einsatz um das Horn von Afrika bringen. Im Rahmen der Operation EU NAVFOR ATALANTA leistete unser Seefernaufklärer einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung der Piraterie in der Region. Bei zwei von drei Flügen hatten wir mit der Piraterie zusammenhängende Beobachtungen und konnten diese den Koalitionskräften in See zur Verfügung stellen. Den Frauen und Männern ist es gelungen, unter den extremen klimatischen Bedingungen des Stationierungslandes Djibouti großartige Arbeit zu leisten. 45 Einsatzflüge in drei Monaten sind eine ordentliche Bilanz, auf die alle Kontingentangehörigen stolz sein können. Das Eiserne Kreuz der Marineflieger ist zu einem zuverlässigen Symbol am Himmel über dem Seegebiet rund um Somalia geworden.“

„Die Zeit zur Gewöhnung an die besonderen Bedingungen in Djibouti ist für alle kurz. Der Flugbetrieb mit der P-3C wird verzugslos fortgesetzt. Mein Kontingent ist hoch motiviert, an die erfolgreiche Auftragserfüllung des abgelösten Kontingentes anzuschließen.“ so Fregattenkapitän Ottmüller unmittelbar nach der Übernahme.
Seine Aussage wird bereits beim ersten Einsatzflug der P-3C nach dem Crew-Wechsel bestätigt:
Die Flugzeugbesatzung empfing während des neunstündigen Einsatzfluges zwei Hilferufe von Handelsschiffen, die von Piraten angegriffen wurden. Unter anderem von einem unter Liberia-Flagge fahrendem 265.000 Tonnen-Tanker.
Zusammen mit der französischen Fregatte ACONIT und deren Hubschrauber konnte der Piratenangriff durch ein Mutterschiff und zwei Schnellbooten erfolgreich abgewehrt werden.






