Bereit für den Ernstfall
Djibouti, 23.10.2009.
Die Deutsche Verbindungs- und Unterstützungsgruppe (DVUG) probt regelmäßig zusammen mit französischen und amerikanischen Soldaten den Ablauf der Rettungskette bei einem Taucherunfall. Das Ende der Rettungskette ist immer die Taucherdruckkammer. Diese steht in Djibouti und wird von den dort stationierten Soldaten betreut. So kann es zum Beispiel beim Abtauchen eines Schiffrumpfes zu einem Taucherunfall kommen.

Bei dieser Übung meldet im Hafen von Djibouti ein amerikanische Taucher seinem Einsatzleiter starke Schmerzen im rechten Bein. Sofort werden alle Beteiligten alarmiert und der verunglückte Taucher mit einem Speedboot so nah wie möglich an die Taucherdruckkammer gebracht.
Dort wartet schon der deutsche Taucherarzt und beginnt mit der Erstuntersuchung. Die letzten Meter werden mit dem Rettungswagen zur Taucherdruckkammer zurückgelegt. Zeitgleich wertet der Druckkammerbediener und der Einsatzleiter des amerikanischen Teams den Unfall aus. Dabei wird das Tauchprofil und der genaue Unfallhergang analysiert. Aus diesen Informationen und dem Untersuchungsergebnis wird die entsprechende Behandlung in der Druckkammer durch den Arzt bestimmt.

Eine für alle
Gemeinsam mit dem Taucherarztgehilfen begibt sich der Patient in die Druckkammer, um die Therapie vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem das Anschließen von Überwachungsinstrumenten beim Patienten sowie das Vorbereiten der Sauerstoffatmung. Damit endet die Übung. Anschließend erfolgt die Auswertung mit allen Teilnehmern. Hierbei werden Zeitansätze, Probleme und Schwierigkeiten sowie Optimierungen des Ablaufes besprochen. Eine schnelle und effektive Notfallversorgung des Patienten zu garantieren, ist das Ziel, egal welcher Nation der Soldat angehört.
„Alle Taucher der vor Ort eingesetzten Nationen sind auf die deutsche Taucherdruckkammer angewiesen, denn die nächste militärische Druckkammer ist circa drei Flugstunden von Djibouti entfernt“, so der Tauchereinsatzleiter, Hauptfeldwebel Thilo M.
Auf Grund des ständigen Personalwechsels im Einsatzland Djibouti muss solch eine Übung ständig trainiert und optimiert werden, um im Ernstfall schnell und effizient einen Verunglückten behandeln zu können.
Bilder
Die Tauchdruckkammer (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Djibouti)
Größere Abbildung anzeigenDas Bedienerpult (Quelle: Bundeswehr/Pressestelle Djibouti)
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