Wechsel von Schiff zu Flugzeug am Horn von Afrika
Djibouti, 03.03.2010.
Bei strahlend blauem Himmel und unter der glühenden Sonne Afrikas fand auf dem Flugdeck der Fregatte AUGSBURG im Hafen von Djibouti der Wechsel vom 20. auf das 21. Einsatzkontingent der Operation ENDURING FREEDOM (OEF) statt.

Der scheidende Kontingentführer, Fregattenkapitän Christoph Mecke, bedankte sich beim 20. Kontingent OEF für die geleistete Arbeit. „Man könne gemeinsam auf einen erfolgreichen Einsatz zurückblicken“
, betonte Kapitän Mecke. Hervorzuheben sei, dass von den Soldatinnen und Soldaten sowohl an Bord der AUGSBURG als auch bei der Deutschen Verbindungs- und Unterstützungsgruppe (DVUG) in Djibouti Außerordentliches geleistet worden sei. „Unter schwierigen Rahmenbedingungen habe jeder einzelne über Monate vorbildlichen Einsatz und Engagement gezeigt“
, lobte Mecke die Soldaten. Der scheidende Kontingentführer machte ebenfalls klar, dass der Einsatz ohne die unermüdliche Arbeit der an Land stationierten Unterstützungsgruppe nicht so erfolgreich hätte durchgeführt werden können.

Lob aus dem Einsatzführungskommando aus Potsdam
Lobende Worte fand auch der Vertreter des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Kapitän zur See Jörg Klein, der die Besatzung der Fregatte mit einem herzlichen „Moin Moin!“
begrüßte und anerkannte, dass „die Besatzung der AUGSBURG mit Ihrem Engagement wesentlich zu einem hohen Ansehen der deutschen Einsatzkräfte OEF beigetragen hat“
. Hierfür sprach er den Dank des Befehlshabers des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Rainer Glatz, aus. Klein wünschte dem neuen Kontingentführer eine glückliche Hand bei der Erfüllung der Einsatzerfordernisse, die neben der Operation ENDURING FREEDOM auch die Unterstützung der EU-geführten Anti-Piraterie Operation Atalanta vorsehen.

Freude und Herausforderung
Auch Fregattenkapitän Thorsten Bobzin thematisierte in seiner Antrittsrede die Herausforderungen, die die Unterstützung zweier Mandate beinhaltet. Während die AUGSBURG direkt in Pirateriefälle eingreifen konnte, sei es nun Hauptaufgabe für den Seefernaufklärer P-3C ORION ein rasches Lagebild in dem riesigen Einsatzgebiet aufzubauen. Der Aufklärer, der ohne Tanken bis zu 14 Stunden in der Luft verbleiben und dabei eine Geschwindigkeit von 700 Kilometer in der Stunde erreichen kann, ist dafür bestens geeignet. Die gesammelten und ausgewerteten Daten werden umgehend an die sich in See befindlichen Einheiten übermittelt, so dass schnellstmöglich ein umfassendes Lagebild entsteht. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die rund 100 Soldatinnen und Soldaten der Einsatz- und der Unterstützungsgruppe mit ihrem Flugzeug diesen Anforderungen mehr als gewachsen sind. „Ich freue mich darauf, diesen Einsatz mit Ihnen gemeinsam zu bestehen“
, sagte Bobzin. Er schloss mit dem Appell an das Einsatzkontingent, sich Pioniergeist und Kameradschaft zu bewahren.
Unmittelbar nach der Kommandoübergabe lief die AUGSBURG in Richtung Rotes Meer, mit dem Ziel Wilhelmshaven, aus.






