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Demokratische Rebublik Kongo - EUFOR RD Congo

Karte vom Einsatzgebiet EUFOR RD Congo

Karte vom Einsatzgebiet EUFOR RD Congo (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Die Demokratische Republik Kongo im Herzen Afrikas ist infolge andauernder (Bürger-) Kriege, Misswirtschaft, Korruption, ethnischer Konflikte, Einflussnahme von Nachbarstaaten und durch das Überspringen von Konflikten in Nachbarstaaten (z.B. Ruanda) einer der großen Krisenherde in Afrika. Deutschland beteiligte sich bisher zweimal an abgeschlossenen Operationen in diesem Land.

Im Rahmen des Friedensprozesses und zur Bildung einer demokratisch legitimierten Regierung wurde zwischen den Konfliktparteien die Durchführung von freien und transparenten Präsidentschaftswahlen für den Kongo vereinbart.

Größte Rivalen waren der Amtsinhaber, Präsident Joseph Kabila, und sein Herausforderer, der ehemalige Rebellenführer Jean Paul Bemba. In der Zeit vom 30. Juli bis 30. November 2006 beteiligte sich die Bundeswehr mit bis zu 780 Soldatinnen und Soldaten in der Demokratischen Republik Kongo auf der Grundlage der VNSRR 1671 (2006) und des Bundestagsbeschlusses vom 1. Juni 2006 an der EU-Operation EUFOR RD CONGO.

Auftrag war die Unterstützung der VN-Friedensmission MONUC (Mission des Nations Unies en République Démocratique du Congo) bei der Absicherung dieser ersten freien Wahlen seit über 40 Jahren. Rund 2.100 Einsatzkräfte aus den EU-Mitgliedstaaten sollten Störungen des Wahlprozesses verhindern.

Die kongolesische Bevölkerung wurde durch ein abgesichertes Umfeld ermutigt, sich an den Wahlen zu beteiligen. Die Anwesenheit der europäischen Truppe trug dazu bei, dass die Wahlen, die am 30. Juli 2006 im Kongo begannen, weitgehend ruhig und friedlich verliefen. Die Rückverlegung der in Kinshasa und Libreville (Gabun) stationierten deutschen Soldaten begann am 1. Dezember 2006 und wurde planmäßig am 22. Dezember 2006 abgeschlossen.

Insgesamt nahmen an der Operation 23 Nationen teil. Die Gesamtstärke betrug etwa 2.400 Soldaten. Neben den beiden größten Truppenstellern Frankreich und Deutschland leisteten Belgien, Italien, Niederlande, Polen, Schweden, Spanien und Portugal wesentliche Beiträge; unterstützt wurde die Operation weiterhin durch die Türkei, Finnland, Österreich, Irland, Griechenland, Luxemburg, Slowenien, Großbritannien, Zypern und temporär durch die Schweiz.

Die EU-geführte Operation stand unter deutscher Führung, das strategische Hauptquartier wurde beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr eingerichtet.

Der Einsatzraum von EUFOR RD CONGO umfasste das gesamte kongolesische Territorium mit Ausnahme der Ostprovinzen (Orientale, Maniema, Nord- und Süd- Kivu). Der Einsatz deutscher Kräfte war räumlich begrenzt auf den Raum Kinshasa.

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Stand vom: 30.09.14


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