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Liberia - UNMIL (United Nations Mission in Liberia)

Karte vom Einsatzgebiet UNMIL

Karte vom Einsatzgebiet UNMIL (Quelle Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

UNMIL gilt als eine der erfolgreichsten Friedensmissionen der Vereinten Nationen. Seit dem Ende eines 14-jährigen Bürgerkrieges im Jahr 2003 garantierte die Mission Stabilität in Liberia. Mit robustem Mandat gelang erfolgreiche Friedenssicherung und -konsolidierung. Zivilpersonen wurden geschützt, humanitäre Hilfe ermöglicht, Justiz- und Sicherheitsinstitutionen reformiert. Liberia steht jedoch weiterhin vor enormen Herausforderungen, nicht zuletzt aufgrund wirtschaftlicher Rückschläge und der erst kürzlich üerwundenen Ebola-Epidemie.

Nach Beschluss des Deutschen Bundestages vom 21. Mai 2015 übernahm Deutschland mit der Besetzung des „Deputy Force Commander and Chief Military Observer“ bei UNMIL erstmals einen Führungsdienstposten im Hauptquartier einer VN-Friedensmission. Am 25. Mai 2016 endete die deutsche Beteiligung an diesem Einsatz. Auf Grundlage der VN-Resolution 2239 vom 30. September 2015 übernimmt die Regierung Liberias bis zum 30. Juni 2016 die Sicherheitsverantwortung vollständig von UNMIL. Ab dann nimmt UNMIL nur noch eine reaktive Rolle in der Sicherheitsarchitektur des Landes wahr.

1989 führten ethnische Konflikte zwischen verschiedenen Volksgruppen und Kämpfe um politische Macht und Rohstoffe zu einem Bürgerkrieg, der 150.000 Todesopfer forderte und 850.000 Menschen in die Nachbarstaaten flüchten lies. 2003 eskalierten die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und verschiedenen bewaffneten Gruppierungen soweit, dass die humanitäre Lage zusammenbrach. Unvorstellbare Gräueltaten waren tägliche Realität.

Der Bürgerkrieg endete im August 2003 auf Druck der internationalen Gemeinschaft mit dem Friedensabkommen von Accra. Mit der VN-Resolution 1509 vom 19. September 2003 wurde die „United Nations Mission in Liberia (UNMIL)“ ins Leben gerufen. Bis zu 15.250 militärische und 1.115 polizeiliche Kräfte überwachten die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens und unterstützten so den Friedensprozess.

Liberia wurde in der Folge unter Beachtung internationaler Standards wieder zu einem funktionsfähigen Staat aufgebaut. Deutschland beteiligte sich bereits seit 2004 mit Polizisten an UNMIL. Im Mai 2015 traten deutsche Soldaten hinzu: Ein Brigadegeneral und zwei ihn unmittelbar unterstützende Soldaten.

UNMIL hat konzeptionell und operativ innovative Wege beschritten. Für das UN-Peacekeeping wurden mit einer multidimensionalen, integralen Missionsstruktur sowie einem Fahrplan für die Reduzierung des Missionsumfanges in Abhängigkeit der Fortschritte im Friedensprozess neue Maßstäbe gesetzt.

Die Bundeswehr engagierte in einer Schlüsselphase an dieser Mission. Im Zeitraum der deutschen militärischen Beteiligung erfolgte die Planung und Umsetzung für die Reduzierung der Mission im Zuge der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Regierung. Ohne Rückschläge im Friedensprozess wurde aus einer landesweit aktiven Präsenz mit etwa 4.600 Soldaten im Mai 2015, eine in der Hauptstadt Monrovia konzentrierte Reaktionstruppe mit der Zielgröße von 1.240 Kräften.

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Stand vom: 25.05.16


http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/poc/einsatzbw?uri=ci%3Abw.bwde_einsatzbw.abgeschlossene_einsaetze.unmil