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Wir sind im Einsatz:"Onze missie op zee"

In See, 13.05.2015.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In vielen Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten gemeinsam mit Kameraden aus anderen Nationen täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was sind ihre speziellen Aufgaben? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Jeremy, Joel und Jaap (v.l.n.r.) gehören zum  niederländischen Boardingteam auf der „Bayern“ bei Atalanta
Jeremy, Joel und Jaap (v.l.n.r.) gehören zum niederländischen Boardingteam auf der „Bayern“ bei Atalanta (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch )Größere Abbildung anzeigen

Marine First class Joel (22) lebt in Apeldorn / Niederlande und ist derzeit in seinem ersten Auslandseinsatz. Er war, bevor er mit seinem Team auf die „Bayern“ kam, bereits an Bord der „Lübeck“, der vorherigen deutschen Fregatte bei Atalanta. Marine First class Jeremy ist 20 Jahre jung. Er leistet seit zwei Jahren Dienst in der „Royal Netherlands Navy“. Für ihn ist es derzeit auch sein erster Einsatz im Ausland. Korporal Jaap (31) lebt mit seiner Familie in Bolsward (Friesland). Für ihn ist es bereits sein dritter Einsatz.

Das sind unsere Aufgaben im Einsatz.

Marine First class Joel ist einer der ersten Soldaten an Bord eines zu untersuchenden Bootes oder Schiffes
Marine First class Joel ist einer der ersten Soldaten an Bord eines zu untersuchenden Bootes oder Schiffes (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch )Größere Abbildung anzeigen

Joel berichtet von seiner Aufgabe als Teil der Wachmannschaft, dem „Guard Team“. Sein Team führt die erste Annäherung an eine Dhau oder an ein Schiff durch. Bevor er mit dem Speedboot startet, werden durch ihn die Ausstattung und das Material des Teams kontrolliert. Besonders wichtig sind hierbei die Funkgeräte, die Batterien und die Frequenzen. Seine Aufgabe im „Fire Support Team“ ist die Bedienung des Maschinengewehrs, zum Schutz seiner Kameraden.

Marine First class Jeremy kümmert sich im Fall des Falles um verletzte Kameraden
Marine First class Jeremy kümmert sich im Fall des Falles um verletzte Kameraden (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch )Größere Abbildung anzeigen

Jeremy ist ebenfalls Mitglied des „Guard Teams“. Seine Aufgabe als CLS („combat life saver“), frei zu übersetzen mit „Kampflebensretter“. „Wenn wir uns einer Dhau oder einem anderen Objekt nähern oder uns in einem „friendly approach“ (freundliche Annäherung) befinden, dann ist es meine Aufgabe die Verwundeten so schnell wie möglich zurück zum Schiff zu bringen und medizinisch zu versorgen“, berichtet er.

Jaap hingegen gehört zum Suchtrupp - dem „Search Team“. Sein Team folgt den Guards, die den ersten Kontakt mit den Personen an Bord aufnehmen. „Danach gehen wir an Bord und suchen nach gefährlichen Gegenständen und Beweisstücken“, sagt er.

Das macht unsere Tätigkeit hier besonders.

Die drei Soldaten empfinden es als eine besondere Ehre, dass sie von der Bundeswehr um Unterstützung gebeten wurden. Sie sind stolz, dass sie gemeinsam mit den deutschen Soldaten das Meer ein Stück sicherer zu machen. „Es macht mich stolz, mit Soldaten anderer Nationen zusammen zu arbeiten - dies ist gut und wichtig“, sagt Joel.

Korporal Jaap während einer Übung
Korporal Jaap während einer Übung (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch )Größere Abbildung anzeigen

Jaap empfindet diesen Einsatz zum ersten Mal als etwas Besonderes, weil nicht nur seine Frau, sondern erstmals auch seine Kinder zu Hause auf ihn warten. „Sie fehlen mir sehr. Aber das hier ist mein Job und ich habe ihn selbst gewählt.“

Auch Joel und Jeremy vermissen ihre Familien, aber auch die typisch niederländische Küche. „Am meisten vermisse ich meine Heimatstadt“, sagt Jeremy zum Schluss.

Das sind unser Pläne, unsere Wünsche und Grüße.

Alle drei wünschen sich für diesen Einsatz noch möglichst viele freundliche Annäherungen an Boote und Schiffe erleben zu dürfen und gegebenenfalls auch Piraten aufzuspüren. Nur so können sie möglichst viele Erfahrungen sammeln. Jaap möchte nach diesem Einsatz bei der Marine verbleiben und in seiner eigentlichen Tätigkeit als Koch arbeiten. „Ich arbeite normalerweise auf einem „Diving Tender“, das ist so ähnlich wie ein Minenjagdboot.“ Ihre Grüße richten sie nicht nur an ihre Familien in ihrer Heimat, sondern auch an die Besatzung der Fregatte „Lübeck“, mit der sie ihren Einsatz hier in Djibouti begonnen haben.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: PAO Atalanta / Japp, Joel, Jeremy


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