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Ich bin iM EINsatz: „Immer schön cool bleiben.“

Koulikoro, 23.11.2015.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Für seinen Einsatz in Mali wurde Christian W. für drei Monate von seinem Arbeitgeber freigestellt.
Für seinen Einsatz in Mali wurde Christian W. für drei Monate von seinem Arbeitgeber freigestellt. (Quelle: Bundeswehr/Alexandra Möckel)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabsunteroffizier der Reserve Christian W. Ich war von 2003 bis 2007 aktiver Soldat und leiste nun meinen Reservedienst als Wehrübender bei der europäischen Trainings Mission (EUTM) in Mali. Dies ist bereits mein vierter Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ohne funktionierende  Klimageräte wäre die Einsatzbereitschaft der Soldaten in Mali stark eingeschränkt
Ohne funktionierende Klimageräte wäre die Einsatzbereitschaft der Soldaten in Mali stark eingeschränkt (Quelle: Bundeswehr/Alexandra Möckel)Größere Abbildung anzeigen

Als Mechatroniker für Kältetechnik kümmere ich mich um sämtliche Kälte- und Klimaanlagen der deutschen Unterstützungskompanie der EUTM Mali. Dabei bin ich für rund 50 Anlagen verantwortlich. Mindestens einmal im Monat muss jedes dieser Geräte gewartet werden. Meine Arbeiten reichen von der Instandsetzung über die Reinigung bis zur Dokumentation der einzelnen Anlagen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Mit dem Manometer misst Christian W. den Druck im Kältekreislauf
Mit dem Manometer misst Christian W. den Druck im Kältekreislauf (Quelle: Bundeswehr/Alexandra Möckel)Größere Abbildung anzeigen

Aufgrund des sehr warmen Klimas ist eine Kühlung der technischen Anlagen sowie der Arbeits- und Unterkunftscontainer unumgänglich. Die hohen Außentemperaturen und der viele Staub bringen die Klimageräte an ihre Leistungsgrenze. Dies führt bei vielen Geräten zu Störungen und Ausfällen.
Wenn die Klimaanlagen still stehen, haben wir innerhalb einer Stunde weit über 40 Grad Celsius in den Containern. Technische Anlagen und unsere IT-Geräte würden überhitzen und kaputt gehen. Indem ich die Klimageräte intensiv pflege, kann ich eine dauerhafte und störungsarme Funktion dieser Systeme gewährleisten. Damit leiste ich einen Beitrag zur Einsatzbereitschaft bei der Ausbildung in Mali.

Das vermisse ich hier am meisten.

Mir fehlen vor allem das deutsche Essen, meine Freunde, die Familie und ein Badezimmer – nur für mich. Ansonsten versuche ich das Leben hier, fernab vom Überfluss, weitestgehend zu genießen. Dabei lernte ich auch die Kleinigkeiten im Leben wieder zu schätzen. Man sorgt sich weniger um die eigenen Luxusprobleme.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für meine restliche Einsatzzeit erhoffe ich mir noch mehr Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, Land und die Leute besser kennenzulernen und vor allem gesund zu bleiben. Ein besonderer Gruß geht an meine Kameraden aus dem ehemaligen Panzerbataillon 33 in Luttmersen sowie an meine Freunde und alle Bekannten.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Christian W.


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