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Zu Recht stolz auf das Vollbrachte – „Medal Parade“ im Nordirak

Erbil, 30.08.2017.

Es ist Freitagnachmittag im Multinationalen Camp in Erbil. Das Thermometer zeigt 43 Grad. Der Platz ist gefegt. Der ein oder andere richtet nochmal seine Gebirgsmütze. Da schallt es über den Antreteplatz: „Still gestanden – Richt euch – Augen geradeaus – zur Meldung an den Kommandeur Augen rechts.“ Es ist so weit, der Kontingentwechsel des 8. Deutschen Einsatzkontingent Ausbildungsunterstützung Nordirak steht kurz bevor. Das bedeutet auch: Zeit für die „Medal Parade“.

Sichtbares Zeichen für erbrachte Leistung – Die Einsatzmedaille

Sichtbares Zeichen für erbrachte Leistung – Die Einsatzmedaille (Quelle: Bundeswehr/Andre Klimke)Größere Abbildung anzeigen

Am Ende eines jeden Kontingentes werden Soldaten für ihre geleisteten Dienste bei der sogenannten „Medal Parade“ mit einer Einsatzmedaille ausgezeichnet – so auch in Erbil. Die 150 Männer und Frauen des 8. Deutschen Einsatzkontingents Ausbildungsunterstützung Nordirak sind angetreten. Marschklänge hallen über den Platz. Wie es sich für ein größtenteils bayrisches Kontingent gehört, wird der Appel mit der, wie Insider sagen „heimlichen bayrischen Nationalhymne“ eröffnet. Die Rede ist vom Bayerischen Defiliermarsch. Dieser wurde um 1850 vom bayerischen Militärmusiker Adolf Scherzer in Ingolstadt komponiert. Mit „Preußens Gloria“, welcher nach der Medaillenverleihung erklang, war aber auch für den nichtbayrischen Geschmack etwas dabei.

Der Kontingentführer Oberst Peter Eichelsdörfer nutzt den Anlass, um sich bei dem Kontingent für die geleistete Arbeit zu bedanken „Ihr großer Verdienst ist es, dass Sie etwas ganz Besonderes geschafft haben“, betont er. „Sie haben die Einzelelemente – Hilfslieferungen, Ertüchtigungsprojekte und die Ausbildung – die unsere Vorgänger sieben Kontingente lang mühevoll aufgebaut haben, zu einer Einheit vereint.“ Er bezeichnet es als ein Gesamtwerk, das bereits funktioniert und auch in Zukunft weiter bestehen und damit wesentlich zur Stabilität in diesem Land beitragen wird.

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Kameradschaft, Erfolg und Professionalität

Kommandeur Oberst Eichelsdörfer gratuliert den Disziplinarvorgesetzten

Kommandeur Oberst Eichelsdörfer gratuliert den Disziplinarvorgesetzten (Quelle: Bundeswehr/Andre Klimke)Größere Abbildung anzeigen

Vor Allem die Kameradschaft, das Engagement jedes Einzelnen und die hohe Professionalität stellte Oberst Eichelsdörfer heraus. „All das zusammen hat dieses Kontingent zu etwas Besonderem gemacht“, so Eichelsdörfer stolz und fügt hinzu: „Es hat Spaß und Freude gemacht mit Ihnen zusammen zu arbeiten. Vielen herzlichen Dank dafür.“

Insgesamt konnten acht Dankurkunden, 91 Einsatzmedaillen der Bundeswehr in „Bronze“, und sogar eine in „Silber“ überreicht werden. Die Medaille zeigt den deutschen Bundesadler, das Staatssymbol und Wappentier Deutschlands. Umschlossen wird der Bundesadler von einem Lorbeerkranz. Dieser gilt als Symbol für eine besondere Ehre oder Auszeichnung. Seine runde Form steht für Vollkommenheit, die immergrüne Erscheinungsform des Lorbeerstrauches für Beständigkeit. Schon bei den alten Griechen und Römern stand er für Erfolg, Leistung, für Siege und Ruhm. An der Farbe der Medaille erkennt man, wie lange ein Soldat in einem Einsatz gedient hat: Bronze gibt es ab 30 Einsatztagen, Silber ab 360 und Gold ab 690 Tagen im Einsatzland.

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Gut bestelltes Feld für die Nachfolger

Für ihre besonders herausragenden Leistungen erhielten vier Kameraden eine Förmliche Anerkennung

Für ihre besonders herausragenden Leistungen erhielten vier Kameraden eine Förmliche Anerkennung (Quelle: Bundeswehr/Andre Klimke)Größere Abbildung anzeigen

Für vier Kameraden gab es nochmal ein besonderes Highlight. Sie erhielten von Oberst Eichelsdörfer für ihre besonders herausragenden Leistungen eine Förmliche Anerkennung. Mit einem dreifachen kräftigen „Horrido – Joho“, wurden die vier Kameraden, aber auch alle anderen ausgezeichneten Soldaten gewürdigt. Zum Abschluss ertönte die Nationalhymne.

Oberst Eichelsdörfer ist bewusst, dass sich gerade die letzten Tage im Einsatz nochmal ziehen können und appelliert an alle, auch die letzten Tage des Einsatzes so professionell zu verbringen, wie bisher. „Dann können wir alle zu Recht richtig stolz auf das Vollbrachte sein und den Nachfolgern ein wirklich gut bestelltes Feld übergeben.“

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Stand vom: 30.08.17 | Autor: Beate Schöne


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