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Ich bin iM EINsatz: Personalmanagement in Gao

Gao, 11.03.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Hauptfeldwebel Maria H. ist Personalfeldwebel im Camp Castor in Gao
Hauptfeldwebel Maria H. ist Personalfeldwebel im Camp Castor in Gao (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Maria H. und ich bin Personalfeldwebel. Diese Tätigkeit übe ich seit wenigen Wochen im MINUSMA-Einsatz in Gao aus. Dies ist mein erster Auslandseinsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Die 27-Jährige an ihrem Arbeitsplatz – vertieft in den Unterlagen
Die 27-Jährige an ihrem Arbeitsplatz – vertieft in den Unterlagen (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Hier in Gao hab ich etwa den gleichen Job wie zu Hause. Grob gesagt bin ich für die Personalbearbeitung und die Flugbuchungen zuständig. Es geht dabei immer wieder darum, wann die Soldaten im Einsatzgebiet ankommen, auf welchem Dienstposten sie eingesetzt werden sollen und wann sie wieder nach Hause fliegen werden. All das geht natürlich nicht ohne die entsprechenden Akten. Das bedeutet auch, dass ich nicht nur für den Kontingentführer und den Stab ständig erreichbar sein muss, sondern auch für jeden einzelnen Soldaten in unserem Kontingent.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Mit ihrem Lächeln steckt Maria H. die Leute einfach an
Mit ihrem Lächeln steckt Maria H. die Leute einfach an (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Anfangs war es wirklich herausfordernd, hier als Personalbearbeiter zu arbeiten. Kaum etwas von der Büroausstattung, die man von zu Hause gewohnt ist, war schon vor Ort, es musste viel improvisiert werden.
Ich konnte nicht einfach im bundeswehreigenen Personalsystem nachschauen, wenn ich beispielsweise zusätzliche Informationen zu den Anforderungen eines Dienstpostens brauchte. Gelöst haben wir das anfangs durch Telefonabstimmungen mit dem Einsatzführungskommando in Potsdam. Mittlerweile sind wir vollständig an das Personalsystem in Deutschland angebunden.

Eine andere Besonderheit sind natürlich die jeweiligen Arbeitsweisen, Zuständigkeiten und Befugnisse der anderen Nationen. Alles was bei uns mit Personal zu tun hat, fällt in den Bereich der Stabsabteilung S1. Bei den Niederländern umfasst ihr M1-Bereich zum Beispiel deutlich mehr Teilgebiete, wie etwa das Vertragswesen. Das gehört bei uns wiederum zu S8. Das hat die Zusammenarbeit mit den niederländischen Kameraden – gerade zu Beginn – sehr spannend gemacht hat.
Berührungspunkte mit meinem niederländischen Counterpart, zum Beispiel bei der Beantragung von ID-Cards der Vereinten Nationen, habe ich täglich. Das macht die Arbeit hier noch interessanter.

Es macht natürlich auch einen Unterschied, dass man die meiste Zeit in einem klimatisierten Container arbeitet. In meinem Büro sind so die Außentemperaturen von mehr als 40 Grad im Schatten doch ertragbar. Verlässt man den Container, bekommt man einen Temperaturschock – es ist, als wenn man gegen eine Wand laufen würde.
Zudem mussten sich in den ersten Tagen meine Augen an das extrem helle Sonnenlicht gewöhnen. Aber mittlerweile hat sich mein Körper auch gut auf die häufigen Temperaturwechsel von rund 20 Grad eingestellt.

Das vermisse ich hier am meisten.

Da geht es mir wahrscheinlich wie den meisten Soldaten im Einsatz: Am meisten vermisse ich meine Familie, meine Freunde und die Kameraden zu Hause.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

„Pläne? Erst einmal möchte ich hier allen Anforderungen gerecht werden.“
„Pläne? Erst einmal möchte ich hier allen Anforderungen gerecht werden.“ (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Was ich für Pläne habe? Erst einmal möchte ich hier allen Anforderungen, die an mich gestellt werden, bestmöglich gerecht werden. Gleichzeitig möchte ich in den kommenden Monaten so viele neue Erfahrungen wie möglich sammeln. Und natürlich wünsche ich mir, dass alles gut geht, und dass niemandem etwas passiert. Für all meine Liebsten und Freunde zu Hause wünsche ich mir, dass für sie die Zeit meiner Abwesenheit nicht allzu lang wird.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Maria H.


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