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Ich bin iM EINsatz: Den Bedrohungen auf der Spur

Bamako, 11.05.2015.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Oberleutnant Harald C. analysiert für MINUMSA potenzielle Bedrohungen in Mali
Oberleutnant Harald C. analysiert für MINUMSA potenzielle Bedrohungen in Mali (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberleutnant Harald C. und 44 Jahre alt, verheiratet und habe fünf Kinder. In der Heimat bin ich als Offizier für militärisches Nachrichtenwesen in der Einsatzstaffel der Taktischen Luftwaffengruppe 71 in Wittmund eingesetzt. Vor meinem derzeitigen Einsatz in Mali war ich schon im Afghanistaneinsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Im Team arbeiten dreizehn europäische Soldaten
Im Team arbeiten dreizehn europäische Soldaten (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Als „AirIntel Analyst“ gehöre ich der ASIFU („All Source Information Fusion Unit“) an. Diese Einheit ist einmalig und wurde in Mali bei MIUSMA erstmals vor etwa einem Jahr aufgebaut. Meine Tätigkeit beinhaltet das Analysieren und Beobachten der Boden- und Luftaktivitäten, die eine mögliche Gefahr darstellen könnten. Wir verfassen für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten Prognosen, wie sich diese Bedrohungen weiter entwickeln. Darüber hinaus erstellen wir Analysen über die Sicherheitslage und Beschaffenheit der Flughäfen und Luftfahrtwege.

Ich arbeite in einem Team mit zwölf weiteren Analysten aus sieben europäischen Nationen, die sich auf weitere Gebiete spezialisiert haben. Dazu gehören beispielsweise der Beobachtung des politischen Bereichs oder der Entwicklungen der organisierten Kriminalität. Zum Schluss erstellen wir aus allen Bestandteilen einen Lagebericht, in dem all diese Informationen gebündelt werden.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

ASIFU: Die Informationsspezialisten für MINUMSA
ASIFU: Die Informationsspezialisten für MINUMSA (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Meine erste UN-Mission hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Umstände, wie die Menschen hier leben, unterscheidet sich gravierend von denen bei uns zu Hause. Zu kämpfen hatte ich zum Beispiel mit der Luft – nicht unbedingt weil es in Mali sehr heiß ist, sondern wegen des Geruchs von verbranntem Müll. Hier wird einfach alles aufgehäuft und anschließend verbrannt.

Freuen hingegen kann ich mich über die vielen verschiedenen Bekanntschaften, die ich hier im Kameradenkreis gemacht habe. Ich hoffe, den Kontakt zu halten und viele Soldaten in ihren Ländern zu besuchen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Selbstverständlich vermisse ich in erster Linie meine Frau und die Kinder – die Kommunikation nach Deutschland war nur eingeschränkt möglich. Zumindest über die sozialen Medien wurde ich, auch von meinen Kameraden in der Heimat, auf dem Laufenden gehalten. Zuletzt freue ich mich auf eine schöne Tasse Ostfriesentee!

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für die Zeit nach meinem Einsatz wünsche ich mir ein paar erholsame Tage mit der Familie. Danach beginnt wieder der ganz normale Alltag.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Harald C.


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