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Ich bin iM EINsatz: Der Herr der Drohnen

Bamako, 03.07.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Major Ingmar K. ist stolzer Vater zweier Kinder, die ihm sehr fehlen
Major Ingmar K. ist stolzer Vater zweier Kinder, die ihm sehr fehlen (Quelle: Bundeswehr/Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Im Jahr 1998 bin ich zur Bundeswehr gekommen. Seit 2013 bin ich als Einsatzführungsstabsoffizier in der Funktion „German Duty Controller“ im Nationalen Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum in Uedem eingesetzt. Privat ist zu sagen: Ich bin glücklich verheiratet und stolzer Vater zweier kleiner Kinder.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Der größte Teil der Arbeit findet im Büro statt
Der größte Teil der Arbeit findet im Büro statt (Quelle: Bundeswehr/Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Als stellvertretender Leiter einer Abteilung des FHQ (Force Headquarters) MINUSMA trage ich in erster Linie Verantwortung für die tägliche Einsatzplanung der beiden Drohnen - Systeme Heron und Hermes. Aber auch die operative Einbindung weiterer Aufklärungssensoren und -kräfte in die Mission sind meine Aufgaben. Meine Arbeit ist in erster Linie eine Bürotätigkeit im Hauptquartier mit geregelter täglicher Dienstzeit. Allerdings erfordert die dynamische Lage eine 24/7-Erreichbarkeit. Häufig müssen Aufklärungsmissionen in letzter Sekunde oder sogar während der Durchführung umgeplant werden. Mein Team ist, wie auch das gesamte FHQ, – multinational besetzt. Derzeit sind wir mit zwei deutschen, einem nigerianischen und einem chinesischen Offizier besetzt. Insgesamt empfinde ich den Einsatz als sehr fordernd aber auch interessant und erfüllend. Die tägliche Zusammenarbeit mit Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern macht einen besonderen Reiz aus.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Meine größte Erfüllung und Motivation besteht darin, hier täglich meinen Beitrag leisten zu dürfen. Ich hoffe, dass die Menschen in Mali eines Tages wieder in einem friedfertigen, toleranten und freundlichen Land leben können. So, wie es hier vor wenigen Jahren war und wie ich Mali, zumindest hier in der Hauptstadt Bamako, kennenlernen durfte. Durch den Status als UN Military Staff Officer genieße ich relativ viele Freiheiten, die ich als sehr angenehm empfinde. Beispielsweise bin ich nicht in einem Feldlager untergebracht, auch wenn dadurch natürlich die Verantwortung für die eigene Sicherheit größer ist. Stolz machen mich die Fortschritte, die wir als Team gemeinsam in den letzten Monaten erreicht haben. Das war ein schwieriger Weg, aber er hat sich gelohnt. Belastend ist für uns alle hier, dass der Friedensprozess nicht so schnell vorankommt, wie von der Bevölkerung aber auch von uns als MINUSMA erhofft wird.

Das vermisse ich hier am meisten.

Meine Familie und dass ich gerade in schwierigen Situationen nicht so für sie da sein kann wie sonst.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Das Wichtigste ist, dass ich gesund in die Heimat zurückkehre. Ich hoffe aber auch, alle noch offenen Projekte in meiner Abteilung beenden zu können. Dann kann mein Nachfolger darauf aufbauen. Anschließend geht es gemeinsam mit meiner Familie in den Sommerurlaub. Darauf freue ich mich natürlich sehr.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Ingmar K.


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