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Nach Afghanistan und zurück – auf dem Weg zum Presseoffizier Reisebericht Teil I

Köln , 17.12.2014.

Hauptmann Dominik W. wird durch das Presse- und Informationszentrum (PIZ) des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr zum Presseoffizier ausgebildet. Er reist zur Unterstützung des Pressepersonals vor Ort nach Afghanistan. Im Zuge seiner Dienstreise berichtet er von seinen Erlebnissen aus dem Einsatzland.

Militärischer Terminal am Flughafen Köln.

Militärischer Terminal am Flughafen Köln. (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Afghanistan beginnt in Köln. Ich sitze zwei Stunden vor Abflug in einer industriell anmutenden Abfertigungsanlage der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Wahn. Sogar die Weihnachtssterne, die kurz nach dem zweiten Advent die hohen Decken zieren, sind in einem kalten Chrom gehalten. Ein großes Display unter einer Digitaluhr zeigt die Abflüge des Tages. Mazar-e Sharif an allen Check-In Schaltern. Nüchtern und distanziert wirkt der Raum auf mich nervösen Dienstreisenden. Vielleicht nicht verkehrt, in einer Wartehalle zwischen Abschied und Abreise.

Auch mobil wird redaktionell gearbeitet.

Auch mobil wird redaktionell gearbeitet. (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Teil eines kleinen Teams vom Presse- und Informationszentrum des Einsatzführungskommandos, die Journalisten nach Afghanistan begleitet, die über das Ende des ISAF-Einsatzes, den Beginn von Resolute Support und die Weihnachtszeit bei den Deutschen in Mazar-e Sharif berichten wollen. Das ist Teil meiner Ausbildung zum Presseoffizier und vor allem soll und kann ich nun zum ersten Mal Afghanistan sehen.

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Afghanistan - ein Wort mit besonderem Klang

Afghanistan. Ein Wort, dem ein besonderer Klang für jeden Soldaten innewohnt. Ein Land, das aufs engste mit der heutigen Bundeswehr verbunden ist. Für mich auch ein Ziel, auf das meine Ausbildung zum Offizier immer hinauslief. Ich bin 2003 als Wehrpflichtiger in eine Bundeswehr eingetreten, die zwar schon im Einsatz stand, aber noch nicht zur Armee im Einsatz geworden war. Ich lernte schanzen und das Verhalten im Alarmposten und wie ich mich beim Angriff von „roten Panzerdivisionen“ zu verhalten hätte. Elf Jahre später trete ich meinen Dienst im Einsatzführungskommando der Bundeswehr an, wo der Unterschied zur alten Bundeswehr größer nicht sein könnte. Die vielen Einsätze, aber insbesondere und immer wieder Afghanistan, haben dieses Kommando geprägt. Ein- Kommando, das sinnbildlich für die Bundeswehr insgesamt steht, die aus meiner Sichtweise heute ruhiger und professioneller, dafür aber auch deutlich kleiner, erscheint und ja auch ist.

Borading der Bundeswehrmaschine nach Afghanistan.

Borading der Bundeswehrmaschine nach Afghanistan. (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn )Größere Abbildung anzeigen

Und nun warte ich auf das Boarding für meinen ersten Flug nach Afghanistan. Eine gewisse Unruhe hat mich ergriffen und die beruhigende Wirkung der sterilen Wartehalle gefällt mir zunehmend. Konzentriert man sich für einen Moment auf den Klangteppich, der sich über den Raum gelegt hat, merkt man, dass es sehr ruhig ist. Viele angespannte, aber entschlossene Gesichter und kein Kindergeschrei. Kameraden in Wüstentarn erzählen sich gegenseitig Geschichten und lenken sich ab. In den Stuhlreihen hier und da kleine Enklaven von Zivilisten und Soldaten befreundeter Nationen. Und so kehrt mein Blick schließlich wieder auf den Bildschirm meines Laptops. Neugierig warte ich auf die nächsten Zeilen, die mir verraten, wie meine Reise weitergehen wird.

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Stand vom: 19.01.15 | Autor: Dominik W.


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