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Ich bin iM EINsatz: Zwischen Desinfektionen und Schädlingsbekämpfung – als Desinfektor im Einsatz
 

Koulikoro, 17.01.2018.

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Oberfeldwebel Christin S. ist als Desinfektor in Mali eingesetzt
Oberfeldwebel Christin S. ist als Desinfektor in Mali eingesetzt (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Oberfeldwebel Christin S. Ich bin 26 Jahre alt, wohne in Kiel und bin seit 2012 Angehörige der Bundeswehr. In der Heimat arbeite ich, in der Überwachungsstelle für Öffentlich-rechtliche Aufgaben des Sanitätsdiensts der Bundeswehr in Kronshagen, als Gesundheitsaufseher. Mali ist mein erster Auslandseinsatz und ich bin hier als Desinfektor eingesetzt. Während meiner Ausbildung konnte ich bereits ein paar Auslandserfahrungen in Dschibuti sammeln.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Die Lichtfallen halten so manche Überraschung bereit
Die Lichtfallen halten so manche Überraschung bereit (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin als Desinfektor Teil des dreiköpfigen Teams des Gesundheitsaufsehers eingesetzt. Neben dem Gesundheitsaufseher und mir unterstützt uns ein weiterer Sanitätssoldat. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Tierseuchenprophylaxe, das Schädlingsmonitoring und die -bekämpfung, die Desinfektion der Container, sowie die Unterstützung beim Fangen von Gifttieren. Weiterhin bin ich dafür verantwortlich, dass die Mückendome, unter denen die Soldaten nachts schlafen, regelmäßig mit Mückenschutzmitteln versehen werden. In meiner drei-jährigen zivilen Ausbildung und gefühlt 100 Lehrgängen zum Gesundheitsaufseher habe ich alle notwendigen theoretischen Kenntnisse für meinen Einsatz hier gelernt und kann nun endlich mein Wissen in der Praxis anwenden und verbessern. Der Desinfektor lernt im Einsatz das praktische Handwerk von einem erfahrenen Gesundheitsaufseher, um in Zukunft selbst diese Aufgabe wahrnehmen zu können.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Oberfeldwebel Christin S. bestimmt die Art des gefangenen Insektes
Oberfeldwebel Christin S. bestimmt die Art des gefangenen Insektes (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM)Größere Abbildung anzeigen

Das Schöne an meiner Aufgabe sind vor allem die abwechslungsreichen Tätigkeiten. Kein Tag ist wie der andere und somit kommt niemals Langeweile auf. So wusste ich als „Büro-Sani“ nicht wie man eine ABC-Pumpe zum Laufen bekommt, aber hier findet man immer jemanden der einem hilft. Dieses wertvolle „Kollektivwissen“ zeigt sich besonders im Auslandseinsatz. Der Spaß kommt in meinem Team natürlich auch nie zu kurz. So findet man schon mal eine sehr echt aussehende Gummischlange auf seinem Schreibtisch. Am Ende des Tages habe ich immer das gute Gefühl gebraucht zu werden und etwas Nützliches für die Kameraden gemacht zu haben.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich meinen Mann, meine Familie und meine Freunde. Bei der staubigen Luft hier, wünsche ich mir auch gerne mal eine frische Brise von meiner geliebten Ostsee.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Nach meinem Einsatz möchte ich eine Kuba-Reise mit meinem Mann machen, dem ich auf diesem Weg ganz herzlich Danke sagen möchte für seine Unterstützung und sein Verständnis während der ganzen Zeit. Weiterhin möchte ich natürlich meine Familie in Barth sowie meine Freunde und Kameraden in Kiel grüßen.


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Stand vom: 17.01.18 | Autor: Christin S.


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