Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelle Einsätze > Ich bin iM EINsatz: Mit besonderem Auge für die Sicherheit

Ich bin iM EINsatz: Mit besonderem Auge für die Sicherheit

Koulikoro, 02.08.2017.


Von Afrika bis nach Afghanistan, auf zwei Weltmeeren und über Syrien: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Hauptfeldwebel Steffen S. sorgt für die Sicherheit im KoulikoroTrainings Center
Hauptfeldwebel Steffen S. sorgt für die Sicherheit im KoulikoroTrainings Center (Quelle: Bundeswehr/Thomas Erken)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Steffen S. Ich komme vom Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen und bin dort als S2 Feldwebel im Stab tätig. Eine meiner Hauptaufgaben ist die militärische Absicherung der Kaserne. 1999 bin ich als Grundwehrdienstleistender in die Bundeswehr eingetreten. Nach meiner Verwendung als Truppführer und später als Zugführer im Maschinenkanonenzug „Wiesel“ bin ich Ende 2014 in die S2 Abteilung desselben Bataillons gewechselt. Der Einsatz hier im Training Center im malischen Koulikoro ist mein sechster. Zuvor habe ich bereits Einsätze in unterschiedlichen Verwendungen im Kosovo und in Afghanistan absolviert.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Steffen S. organisiert für sich und seine Kameraden Bergwanderung zur Entspannung
Steffen S. organisiert für sich und seine Kameraden Bergwanderung zur Entspannung (Quelle: Bundeswehr/Eric Sorgius)Größere Abbildung anzeigen

Hier in Mali bin ich als S2 Feldwebel im Nationalen Support Element (NSE) eingesetzt. Meine Aufgaben als Sicherheitsbeauftragter im Einsatz sind ähnlich wie die in der Heimat. Ich kümmere mich um die personelle, materielle und organisatorische Absicherung im Camp Gecko. Das bedeutet, dass ich beispielsweise ein besonderes Auge auf den Zustand unseres Zauns rund um unser Camp habe und die sichere Verwahrung unserer Handwaffen gewährleiste. Darüber hinaus bin ich verantwortlich für die regelmäßige Prüfung aller Schutzausstattungen des Deutschen Einsatzkontingents EUTM Mali, welche Funkwellen zur Auslösung von Sprengfallen unterdrücken sollen.

Die Arbeit auf meinem Dienstposten gefällt mir, da ich meine Aufgaben in ständigem Kontakt mit meinen Kameraden und Ortskräften erledige. Allein im stillen Kämmerlein zu sitzen ist nichts für mich.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Hauptfeldwebel S. beim Schießtraining in Mali
Hauptfeldwebel S. beim Schießtraining in Mali (Quelle: Bundeswehr/Thomas Erken)Größere Abbildung anzeigen

Zusätzlich zu meinen Aufgaben als S2 Feldwebel, habe ich mich im Einsatz auf zwei weiteren Gebieten einbringen können. Dazu gehören gelegentliche Betreuungsmaßnahmen, wie Wanderungen auf den nahegelegenen Berg, die ich gelegentlich als Betreuungs-Maßnahme für alle Soldaten anbiete – das ist für mich fast Erholung und ich fühl mich wie daheim in den Bergen. Des Weiteren habe ich es mir zu Beginn des Einsatzes zur Aufgabe gemacht, unsere Militärseelsorge bei der Vorbereitung und Durchführung der Andachten als Pfarrhelfer zu unterstützen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Hier im Einsatzland freue ich mich jeden Morgen aufzustehen, weil ich dann als erstes einen Gruß von meiner Freundin lesen kann. Sie hat mir nämlich für jeden Tag ein Visiten-Kärtchen mit einem liebevollen Text geschrieben. Und wenn ich sehe, wie der Stapel jeden Tag kleiner wird, weiß ich, dass ich bald wieder nach Hause fliegen darf.

Am meisten vermisse ich hier im Einsatz natürlich meine beiden kleinen Töchter und meine Freundin, die ich über alles liebe. Auch den Rest meiner Familie und meine Freunde vermisse ich sehr. Ich freue mich darauf, sie bald alle wieder in die Arme schließen zu können. Außerdem freue ich mich schon darauf, in einem ordentlichen Auto über vernünftige Straßen fahren zu können und endlich wieder die Berge des Berchtesgadener Landes erklimmen zu können.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für den restlichen Einsatz wünsche ich mir, dass wir auch weiterhin im Kontingent so gut zusammenarbeiten wie bisher und die Übergabe an die Nachfolger reibungslos von statten geht. Den hier verbleibenden und nachfolgenden Soldaten wünsche ich alles Gute, viel Soldatenglück und einen angenehmen Einsatz. Möge er auch so erlebnisreich sein, wie meiner. Außerdem grüße ich meine Familie und meine Freunde und alle meine Kameraden im Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen.


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 12.12.17 | Autor: Steffen S.


http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/poc/einsatzbw?uri=ci%3Abw.bwde_einsatzbw.aktuelle_einsaetze&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB174000000001%7CAPUE4L529DIBR