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Kilos purzeln bei Kraft- und Kampfsport auf der „Brandenburg“

In See, 03.08.2017.

Wenn es ein Thema gibt, das wohl alle Soldaten betrifft, dann ist es die körperliche Fitness. Insbesondere auf dem beengten Raum an Bord eines Schiffes fällt es in einem sechsmonatigen Einsatz oft gar nicht so leicht, Sport zu machen und sich zu motivieren. Wie das an Bord der Fregatte „Brandenburg“, die sich zur Zeit im Mittelmeer im Einsatz befindet, trotz der Umstände funktioniert, wollen wir uns im Folgenden einmal anschauen.

Sportliche Vielfalt an Bord

Ein guter Ort seinen Körper zu stählen – der Fitness- und Kraftraum an Bord

Ein guter Ort seinen Körper zu stählen – der Fitness- und Kraftraum an Bord (Quelle: Bundeswehr/Florian Westphal)Größere Abbildung anzeigen

Wer an Bord der „Brandenburg“ nach Sportlern sucht, wird sie meist erst am frühen Abend finden. Im hinteren Bereich des Schiffes, im Backbord-Hangar, haben sich die Soldaten einen Fitness- und Kraftraum eingerichtet. Das erforderliche Equipment wurde teils dienstlich, teilweise privat beschafft und wird recht fleißig genutzt. Etliche Soldaten sind erst auf der Tour von ihren Kameraden motiviert worden, sich mit ein bisschen Kraftsport zu quälen oder ihre Ausdauer zu verbessern. Der gestählte Body kommt auch daheim gut an. „Meiner Frau findet das Ergebnis schon ansprechend“, lacht Kapitänleutnant Alexander G. in der Pause zwischen zwei Übungen. Die Geräte-Stationen im Hangar reichen von Rudermaschinen über Stepper und Fahrräder bis hin zu Bänken und Gewichten für Kraftsport.

Obermaat Matty D. beim Sparring

Obermaat Matty D. beim Sparring (Quelle: Bundeswehr/Florian Westphal)Größere Abbildung anzeigen

Aber das war’s noch nicht: Setzten wir unseren Weg durch den Hangar auf das Flugdeck fort. Kapitänleutnant Jan S. bildet hier sein Training für Kampfsporttechniken an. Selbst sportlich erfahren, schult er seine Kameraden im Kickboxen und im kombinierten israelischen Selbstverteidigungssystem Krav Maga. Auch andere Soldaten sind sportlich vorgebildet. Sie haben ihre Fertigkeiten etwa in Lehrgängen erworben oder gar ein Studium der Sportwissenschaften an einer Universität der Bundeswehr absolviert.

Stabsgefreiter Vanessa P. beim Kickbox-Training mit Trainer Kapitänleutnant Jan S.

Stabsgefreiter Vanessa P. beim Kickbox-Training mit Trainer Kapitänleutnant Jan S. (Quelle: Bundeswehr/Florian Westphal)Größere Abbildung anzeigen

Jetzt sind wir mittendrin: Die Soldaten stehen in Zweiergruppen auf dem Flugdeck, es ist warm und die Sonne brennt. Trotzdem sind alle voll dabei und üben gegenseitig im Wechsel mit Pratzen und Polstern. Immer wieder ruft Jan S. die Gruppe zusammen, um neue Techniken zu zeigen oder Fehler anzusprechen. Man kann an den Gesichtern sehen, wie fordernd die Kraft- und Ausdauerübungen sind. Dem Spaß an der Sache tut das aber keinen Abbruch. „Durch das Kickboxtraining fühle ich mich selbstsicherer. Zudem ist es ein abwechslungsreiches Kraft-Ausdauer-Training, das ich nach dem Einsatz auf jeden Fall fortsetzen werde“, urteilt Stabsgefreite Vanessa P. während des Trainings.

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I make you „Brandenburg“!

Die Soldaten der Versorgung beim Dienstsport

Die Soldaten der Versorgung beim Dienstsport (Quelle: Bundeswehr/Florian Westphal)Größere Abbildung anzeigen

Für Soldaten, die etwas Gewicht verlieren wollten, hat der Schiffsarzt, Oberstabsarzt Jan P., zu Beginn der Tour das Programm „I make you Brandenburg!“ ins Leben gerufen. Ein Übungsprogramm, das sie natürlich auf freiwilliger Basis durchziehen. Jeder Teilnehmer kann sein Gewicht zu Beginn registrieren lassen und dann hieß es im Wochenrhythmus: Ab auf die Waage. Wer dabei am meisten abnimmt, wird anschließend im Rahmen einer Besatzungsmusterung auf dem Flugdeck zum verdienten Sieger der Challenge gekürt. Die ersten haben’s hinter sich. Natürlich bekamen die besten auch einen Preis verliehen auch wenn es mal nicht zum Sieg reicht. „Für den ersten Platz hat es zwar nicht ganz gereicht, trotzdem war die Challenge ungemein motivierend und ich konnte mein persönliches Ziel erreichen“, blickt Bootsmann Johannes K. auf ein paar verlorene Kilos zurück. Insgesamt kam in den ersten dreieinhalb Monaten ein Gewichtsverlust von 165 Kilogramm an Bord zusammen.

„Natürlich bin ich stolz auf das Engagement meiner Soldaten, aber ich würde mich freuen, wenn auch etwas altersgerechter Sport für die Zielgruppe Ü-40 angeboten werden würde“, sagt Kommandant Christian Scherrer, der selber auch sportlich aktiv ist, mit einem leichten Augenzwinkern.

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Stand vom: 03.08.17 | Autor: PAO Fregatte „Brandenburg“


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