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Ich bin iM EINsatz: Das Auge der Sicherheit

Prizren, 02.01.2018.

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Der militärische Gruß an der Wache: Hauptgefreiter Konstantin von R. an seinem Arbeitsplatz
Der militärische Gruß an der Wache: Hauptgefreiter Konstantin von R. an seinem Arbeitsplatz (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Konstantin von R. . Ich bin 32 Jahre alt, Soldat auf Zeit und gehöre seit Dezember 2016 der Bundewehr an. Vor meinem Dienstantritt habe ich eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer abgeschlossen und danach ein Studium der Rechtswissenschaften begonnen. Nach kurzer Unterbrechung habe ich dieses im September als Fernstudium wieder aufgenommen und hoffe, es Anfang 2019 abzuschließen.

Ich empfinde es als sehr besonders, schon nach so kurzer Dienstzeit dem 48. Deutschen Einsatzkontingent KFOR angehören zu dürfen und bin sehr dankbar um all die Erfahrungen, seien sie militärisch oder menschlich, die ich hier sammeln darf.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Auch die Personenkontrolle gehört zu den täglichen Aufgaben von Konstantin von R.
Auch die Personenkontrolle gehört zu den täglichen Aufgaben von Konstantin von R. (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Im Feldlager Prizren bin ich als Sicherungssoldat tätig. In einem Turnus von drei Tagen haben wir abwechselnd für 24 Stunden Wachdienst, Reserve- und Bereitschaftsschicht. Tägliche Aufgaben, wie die mobilen Feldlagerüberwachung, Personen- und Fahrzeugkontrolle und dem Passwechselverfahren sorgen für ein breitgefächertes Spektrum. In enger Zusammenarbeit mit den Feldjägern, unserer Militärpolizei, gewährleisten wir Ordnung in der Liegenschaft bis hin zur Feldlagersicherung im Alarmierungsfall.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Beim Verlassen des Feldlagers werden  Personen und Fahrzeuge gewissenhaft überprüft
Beim Verlassen des Feldlagers werden Personen und Fahrzeuge gewissenhaft überprüft (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Für jeden von uns steht die Sicherheit unserer Kameraden im Feldlager an oberster Stelle. Dafür sind wir schließlich auch eingesetzt. Die Tätigkeit fordert ein großes Maß an Flexibilität, Disziplin und körperlicher Belastungsfähigkeit. Alle drei Tage für 24 Stunden Wachdienst zu haben, geht auf Dauer an die Substanz und ist nur mit einem eingespielten Team reibungslos möglich. Besonders gut gefällt mir der tägliche Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung. So ist es mir möglich ein Land kennen und schätzen zu lernen, das ich so vielleicht auf diese Weise nie gesehen hätte. Etwaige Begegnungen mit der örtlichen Tierwelt, wie nächtliche Besuche von Füchsen, die auf einmal durch die Personenschleuse wandern, kommen hierbei schon ab und an vor und halten die Laune hoch.

Das vermisse ich hier am meisten.

Sicherungssoldat durch und durch: Hauptgefreiter Konstantin von R. hat alles im Griff
Sicherungssoldat durch und durch: Hauptgefreiter Konstantin von R. hat alles im Griff (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Weihnachten nicht bei meiner Familie sein zu können, wird eine außergewöhnliche Erfahrung werden. Sehr oft streife ich in Gedanken mit meinem Bruder durch das Jagdrevier und wenn ich an einen hausgemachten Schweinebraten mit einem handgeriebenen Knödel denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für den Rest des Einsatzes wünsche ich meinen Kameraden und mir viel Soldatenglück und vor allem Gesundheit. Nach dem Einsatz werde ich einen wundervollen Urlaub mit einer wundervollen Frau verbringen. Für meine weitere Zukunft arbeite ich auf ein baldiges erfolgreiches Ende meines Studiums hin und hoffe, noch viel Zeit in Grün verbringen zu dürfen und noch mehr Erfahrungen in vielleicht weiteren Einsätzen sammeln zu können. Abschließend möchte ich meine Eltern, Geschwister, Miri und die „Deutsche Jugendkraft“ (DJK) in Gebenbach grüßen. Dank auch an alle Absender der „Care-Pakete“, ohne die es hier nicht halb so schön wäre.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Konstantin von R.


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