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Ich bin iM EINsatz: „Die Zahnfee“

In See, 19.09.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Doreen K. bei der Vorbereitung ihres  Arbeitsplatzes
Doreen K. bei der Vorbereitung ihres Arbeitsplatzes (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Berlin)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberbootsmann Doreen K., die „Zahnfee“ an Bord des Einsatzgruppenversorgers „Berlin“ bei Atalanta. Nachdem ich meine Ausbildung zur Zahnarzthelferin abgeschlossen hatte, bin ich seit Februar 2009 Soldatin. In Deutschland bin ich als Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin in Neubrandenburg eingesetzt. Dort unterstütze ich den begutachtenden Zahnarzt bei Entscheidungen von Heil- und Kostenplänen. Dies ist mein erster Einsatz und ich freue mich auf die neuen Erfahrungen, die ich an Bord eines Schiffes machen darf.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Unser kleines Team besteht aus der Zahnärztin und mir. Wir sind ein Teil des Marineeinsatzrettungszentrums (MERZ), das für die Zeit des Einsatzes hier an Bord eingerichtet wurde. Meine Aufgabe ist es, den zahnärztlichen Bereich für die Behandlungen des Tages vorzubereiten. Anschließend assistiere ich der Zahnärztin bei der Versorgung der Patienten und führe professionelle Zahnreinigungen und Hygienemaßnahmen durch.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Bitte lächeln – Oberbootsmann K. bei der Arbeit
Bitte lächeln – Oberbootsmann K. bei der Arbeit (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Berlin)Größere Abbildung anzeigen

Es macht mir Freude, wenn sich unsere Patienten nach der Behandlung gut versorgt fühlen. Es motiviert mich, dass der Patient mit einem frischen und guten Mundgefühl unseren Bereich verlässt, dadurch sein Wohlbefinden verbessert wird und sich so voll und ganz auf die Erfüllung seines Auftrages beim Schutz der Schiffe des Welternährungsprogrammes am Horn von Afrika konzentrieren kann.

Nach der Behandlung -  eine kleine Spende für ein Berliner Kinderheim
Nach der Behandlung - eine kleine Spende für ein Berliner Kinderheim (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Berlin)Größere Abbildung anzeigen

In unserer Praxis haben wir eine kleine Spendenbox aufgestellt. Es kommt öfter vor, dass Soldaten, die sich gut bei uns behandelt fühlen, hier freiwillig eine kleine Geldspende hinterlassen. Mit der Summe, die beinahe täglich anwächst, wollen wir nach unserer Rückkehr aus dem Einsatz ein Berliner Kinderheim unterstützen. Für mich ist dies meine kleine Erfüllung bei meinem Einsatz an Bord der „Berlin“.

Das vermisse ich hier am meisten.

Eigentlich habe ich hier an Bord alles, was ich brauche. Es fehlt mir an nichts und ich fühle mich sehr gut aufgehoben. Allerdings vermisse ich schon meine Familie und meine Freunde. Ganz besonders fehlen mir natürlich mein Freund und auch mein Hund „Boomar“ sowie die langen, intensiven Spaziergänge und die Fahrradtouren durch den Wald mit ihnen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich freue mich auf weitere interessante Tage auf See und wünsche mir für die restliche Zeit des Einsatzes weiterhin viele zufriedene Patienten. Ich werde jedoch auch sehr glücklich sein, wenn ich wieder zu Hause bin. An dieser Stelle möchte ich noch ganz viele, liebe Grüße an meinen Schatzi Jens senden.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Doreen K.


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