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„Puma, this is Lion” – „Braunschweig” übte mit libanesischer Luftwaffe

In See, 28.06.2016.

Die libanesische Marine kontrolliert genau, welche Schiffe und Boote ihre Hoheitsgewässer befahren. Sollten sich dabei Unstimmigkeiten ergeben oder sich Kapitäne unkooperativ verhalten, werden ihre Fahrzeuge kontrolliert. Dafür wird grundsätzlich ein Team libanesischer Soldaten auf See gebracht. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen kann jedoch oftmals kein libanesisches Patrouillenboot eingesetzt werden. Hier könnte zukünftig die Luftwaffe des Landes unterstützen.

Das Zusammenspiel zwischen Hubschrauber und Schiff will geübt sein

Das Zusammenspiel zwischen Hubschrauber und Schiff will geübt sein (Quelle: Bundeswehr/PAO UNIFIL)Größere Abbildung anzeigen

In einem ersten Schritt wurde diese Zusammenarbeit zwischen der libanesischen Luftwaffe und der Korvette „Braunschweig“, als Teil der UNIFIL-Mission geübt. Die „Braunschweig“ befindet sich derzeit als Teil des 32. Deutschen Einsatzkontingents vor der Küste des Libanon, die Besatzung ist in der Zusammenarbeit mit Helikoptern geübt. Die Kooperation zwischen einem Helikopter und einem Schiff in Bewegung birgt stets ein gewisses Gefahrenpotenzial. Dieses zu minimieren und zu beherrschen erfordert Erfahrung und fliegerisches Können. Dazu fanden im Vorfeld der ersten Übung mehrere Treffen statt, bei denen das gegenseitige Kennenlernen, die Rahmenbedingungen sowie die Arbeitsabläufe auf der Agenda standen.

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„Lions“ besuchten „Pumas“

Die Korvette „Braunschweig“ ist seit Ende Mai Teil von UNIFIL

Die Korvette „Braunschweig“ ist seit Ende Mai Teil von UNIFIL (Quelle: Bundeswehr/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

An Bord der „Braunschweig“ konnten die libanesischen Piloten in die Bedingungen und technischen Gegebenheiten eingewiesen werden. Im Gegenzug besuchten Vertreter des Flugbetriebsteams der Korvette, gemeinsam mit dem Kommandanten Korvettenkapitän Ronny Bergner, den Stützpunkt der „Pumas“ – benannt nach dem Hubschraubertyp IAR-330 Puma – der von der libanesischen Luftwaffe geflogen wird. Bei diesem Treffen wurden den deutschen Soldaten die Fähigkeiten der Piloten und Helikopter vorgestellt und gleichzeitig letzte Details besprochen. Dazu gehören auch die Rufzeichen. Dabei leitet sich der Rufname „Lion“ für die „Braunschweig“ aus dem Stadtwappen der namensgebenden Patenstadt ab.

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„Puma“ über dem Flugdeck

Der „Puma“ der libanesischen Luftwaffe über dem Flugdeck der „Braunschweig“

Der „Puma“ der libanesischen Luftwaffe über dem Flugdeck der „Braunschweig“ (Quelle: Bundeswehr/PAO UNIFIL)Größere Abbildung anzeigen

Kürzlich war es dann soweit. An zwei Tagen mit jeweils drei Stunden Flugbetrieb bewiesen die Piloten ihre Professionalität und beeindruckende fliegerische Fähigkeiten. In insgesamt 41 Anflügen wurden unterschiedliche Verfahren bei wechselnden Windverhältnissen durchgeführt. Auch das sogenannte „Hovern“, das Schweben des Helikopters an einer bestimmten Position – als Voraussetzung für das Absetzen eines Boradingtems – wurde neben und über dem Flugdeck der Korvette geübt.

Nach der Übung fasst Korvettenkapitän Bergner zusammen: „Die gezeigten Leistungen der libanesischen Partner beeindruckten uns alle. Die Professionalität der Piloten überzeugt und ebnet den Weg für weitere Übungen. Meine Besatzung und ich schauen mit Freude einer weiteren Zusammenarbeit entgegen.“ Als nächster Schritt soll das reale Absetzen eines Boardingteams geübt werden. Sollte dies ebenso erfolgreich verlaufen, könnte es in naher Zukunft heißen: „Puma, this is Lion. Green deck for landing."

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Stand vom: 28.06.16 | Autor: Marcel Heckenroth


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