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Ich bin iM EINsatz: „Der ‚11er‘… der Alleskönner!“

Fregatte Hessen, 20.03.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In dreizehn Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Obergefreiter Felix L. ist ein „11er“
Obergefreiter Felix L. ist ein „11er“ (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Obergefreiter Felix L. und leiste seit Juli 2013 meinen Freiwilligen Wehrdienst für 12 Monate bei der Marine. Dieser Einsatz mit der „Hessen“ ist natürlich mein erster.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Meine Tätigkeit als „11er“, (Die Verwendungsreihe 11 = Decksdienst) ist ein 24-Stundenjob. Während der Seewachen (dem Schichtbetrieb an Bord) fahre ich das Schiff als Rudergänger gemäß den Befehlen meines Vorgesetzten oder halte Ausguck in der Nock, dem äußeren Teil der Brücke.

Zwischen den Wachen stehen seemännische Manöver, Materialpflege und auch Sport auf dem Tagesplan. Während der regelmäßigen Gefechtsübungen arbeite ich in der Brand- und Schadensabwehr.

Die nur geringe Freizeit und der fehlende Schlaf sind belastend. Aber der Zusammenhalt und die Kameradschaft in der Seewache wiegen das auf. Nach einer Weile gewöhnt man sich an den wenigen Schlaf und Routinen spielen sich ein.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Bei der Brand- und Schadensabwehr
Bei der Brand- und Schadensabwehr (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)Größere Abbildung anzeigen

Es ist toll zu sehen, wie aus vielen kleinen Teams ein Gesamtes wird und funktioniert. Jede Arbeit an Bord ist wichtig und ich bin ein Teil des Ganzen. Das Besondere an der Seefahrt ist, dass man viel erlebt: Andere Kulturen, Schiffe, Marinen, ferne Häfen und das Arbeiten in Regionen, die man sonst nur aus den Medien kennt. Das macht mich stolz. Man sollte sich jedoch darauf einstellen, dass man seine Freizeit – sei es an Bord oder im Auslandshafen – nicht so verbringen kann wie zu Hause.

Das vermisse ich hier am meisten.

Durch eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten und die lange Abwesenheit ebbt der Kontakt zu Freunden und Bekannten leider ab. Am meisten vermisse ich meine Familie, meine Freundin und mein Klavier. Für sechs Monate kein Handy oder kaum das Internet nutzen zu können, finde ich persönlich nicht so schlimm.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Durch die abwechslungsreichen Aufgaben hier im Einsatz vergeht die Zeit wie im Fluge. Es kommt mir nicht so vor, als wären wir schon seit November unterwegs. Ich denke darüber nach, meine Dienstzeit zu verlängern und / oder in die Laufbahn der Offiziere zu wechseln.

Ich freue mich auf den Urlaub nach dem Einsatz. Ich grüße auf diesem Wege meine Familie und meine Freunde. Ein ganz spezieller Gruß geht an meine Freundin. Ich freue mich auch auf das Wiedersehen beim Anlegen an der Pier.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Felix L.


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