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„Mars, Snickers, Nuts – der Kafü hat´s“

In See, 21.08.2017.

„…ahh, ahh die KANNNTIIIINE hat geöffnet“, schallt es durch die Lautsprecher an Bord der Fregatte „Brandenburg“. Die Durchsage ist das Startsignal für die Besatzung, um sich auf den Weg zum Bordsupermarkt zu machen. Mehrmals am Tag macht die Kantine auf und ermöglicht jedem Besatzungsmitglied den Kauf von Süßigkeiten, Softgetränken und vielem mehr. Was die Verkaufsschlager an Bord des „Roten Adlers“ sind und wer hinter dem Tresen steht, erfahren wir im folgenden Beitrag.

Kafü und Kantinenverkäufer - ein gutes TEAM

Kafü und Kantinenverkäufer - ein gutes TEAM (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Brandenburg)Größere Abbildung anzeigen

Die allgemeine Tagesverpflegung erfolgt durch die Smuts in der Kombüse, aber was ist wenn man mal Hunger auf was Süßes bekommt oder die Zahnpasta leer ist? Die Antwort ist leicht: Man geht zur Kantine, dem eigenen kleinen Supermarkt an Bord.
„Bei uns gibt es, angefangen von Energydrinks über Schokoriegel und Knabberzeug, bis hin zu Baseball Caps und Hygieneartikeln, alles was das Herz begehrt“, berichtet Oberbootsmann Marcel F. stolz. Er strahlt über das ganze Gesicht und stellt sich im selben Atemzug vor: „Ich bin hier für den Zeitraum des Einsatzes der „Kafü“, also der Kantinenführer auf dem Schiff. Meine Jungs und ich versuchen, alles möglich zu machen was in meiner Kraft steht, um die anspruchsvolle Kundschaft über die sechsmonatige Seefahrt bei der Stange zu halten.“ Er erzählt weiter: „Für den gesamten Einsatzzeitraum wurden insgesamt 50 Tonnen Waren eingestaut. Das entspricht dem Gewicht von zehn Elefanten.“

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Es klingelt in der Kasse

Schokolade, Energydrinks, Hygieneartikel, Kuscheltiere, Caps und vieles mehr kann man hier kaufen

Schokolade, Energydrinks, Hygieneartikel, Kuscheltiere, Caps und vieles mehr kann man hier kaufen (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Brandenburg)Größere Abbildung anzeigen

Die Funktion des Kantinenführers kann man sich wie die eines Kiosk-Besitzers vorstellen. Er arbeitet in engem Schulterschluss mit dem Kommandanten des Schiffes und organisiert den Ein –und Verkauf von mehrwertsteuerfreier und zu verzollender Ware.
Auf die Frage: „Und wie läuft das Geschäft?“, antwortet der Oberbootsmann wie ein Supermarkt-Profi: „Guter Service und ein breitgefächertes Angebot sind der Schlüssel zum Erfolg für zufriedene Kunden.- Dann klingelt es auch in der Kasse. Extra für den Einsatz haben wir limitierte Sturmfeuerzeuge und Gürtelschnallen sowie Patches erstellen lassen.“

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„Ohne die Kantine wäre ich verloren“

Lieferservice Frei Haus, der Kantinenverkäufer bringt auf Anfrage auch gerne mal das Eis bis vor die Haustür

Lieferservice Frei Haus, der Kantinenverkäufer bringt auf Anfrage auch gerne mal das Eis bis vor die Haustür (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Brandenburg)Größere Abbildung anzeigen

„Wenn ich ehrlich bin, essen wir fast jeden Tag Speiseeis. Das ist definitiv ein Highlight des Wachdienstes“, so Leutnant zur See Annabelle S. über ihre Vorliebe. Sie ist einer der Wachhabenden Brückenoffiziere an Bord und schmunzelt über ihren Hang zu Süßem: „Ohne die Kantine wäre ich hier verloren. Ohne Schokolade und Haribos kann ich einfach nicht leben.“ Dies kann der „Kafü“ für die Mehrheit seiner Kunden nur bestätigen. Bis heute seien immerhin insgesamt 15 684 Schokoriegel verkauft worden – pro Tag würden somit über 90 Riegel vernascht. Und auch die Spitzenposition lasse sich der Absatzstatistik entnehmen. Derzeit sei es der der Riegel mit dem Eigenlob im Namen: „Bueno“.
Da kann es ebenfalls nur Gut sein, dass ein Zahnarzt und eine zahnärztliche Assistentin für die NATO Mission mit an Bord sind.

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Ab zum „SPÄTI“

Hier werden die Stammkunden noch persönlich begrüßt

Hier werden die Stammkunden noch persönlich begrüßt (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Brandenburg)Größere Abbildung anzeigen

Es ist 23:45 Uhr. Der Wachwechsel auf den Seestationen ist gerade vollzogen. Beim Verlassen der Betriebsräume äußert Oberstabsgefreiter Patrick K. den geläufigen Spruch „Lass mal noch zum Späti…“. Ja, richtig gehört – Spätkauf an Bord. Selbst kurz vor Mitternacht hat die Kantine nochmal geöffnet. „Professionell und ganz im Sinne der Dienstleistung haben wir uns auf die Wünsche der Kameraden und Anforderungen des Seedienstes abgestimmt“, erklärt es der Kantinenführer. Beim Blick durch die Schlange erkennt man den Oberstabsgefreiten wieder, der eben noch seine Wache beendet hat. Er kauft sich einen der Energydrinks und berichtet: „Ich brauche den Energiekick abends immer, um beim Sport gleich richtig Gas geben zu können. Es gibt sogar eine zuckerfreie Variante – mega gut.“

Der Kantinenverkäufer Stefan V. berichtet: „Am meisten trinken die Leute Cola. Im Schnitt konsumiert jeder Soldat eine bis zwei Dosen Softies am Tag, das heißt rund 276 Dosen gehen täglich über den Verkaufstresen.“

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Bei uns stehen sie alle Schlange

Vetter in der Kantinenführerlast, hier herrscht Ordnung

Vetter in der Kantinenführerlast, hier herrscht Ordnung (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Brandenburg)Größere Abbildung anzeigen

Die Kundschaft besteht aus allen Besatzungsmitgliedern. „Vom Heizer bis zum Kommandanten, alle stehen sie bei uns Schlange.“ erzählt Obermaat Stefan V. Was ihm an seinem Dienst besonders gefällt? „Ich suche und freue mich immer über die guten Gespräche und das Zwischenmenschliche mit den Stammkunden. Das Schönste für mich ist, wenn die Leute mit einem Lächeln gehen“, und er fügt hinzu: „Wir steigern merklich die Moral der Truppe. Das tun zu können, macht mich dankbar und auch etwas stolz.“

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Stand vom: 21.08.17 | Autor: PAO Fregatte „Brandenburg“


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