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Ich bin iM EINsatz: „Individuelle Aufnahme der Neuankömmlinge bei UNAMID

El Fasher, 26.02.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In dreizehn Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Stabshauptmann Roland L. ist zum zweiten Mal bei UNAMID
Stabshauptmann Roland L. ist zum zweiten Mal bei UNAMID (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabshauptmann Roland L., bin seit 1986 verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Ich bin seit 1985 bei der Bundeswehr. Während meiner Dienstzeit habe ich bisher an zwei Einsätzen auf dem Balkan (SFOR 1999, KFOR 2001) und einem ersten Einsatz hier bei UNAMID teilgenommen. Dies ist also mein zweiter Einsatz bei UNAMID in der Region Darfur im Sudan.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Das Hauptquartier in El Fasher
Das Hauptquartier in El Fasher (Quelle: Bundeswehr/Roland L.)Größere Abbildung anzeigen

Bei diesem Einsatz bin ich als „SO Pers CHECK-IN FHQ“ für die Aufnahme aller Offiziere des Stabes, der Militärbeobachter und Verbindungsoffiziere im Hauptquartier von UNAMID verantwortlich. Dazu gehört auch mal die Unterkunftsbeschaffung oder die Abholung am Flughafen. Ich begleite die Neuankömmlinge aus allen Ecken der Welt durch das Aufnahmeverfahren. Ich unterstütze sie bei allen administrativen Dingen in den ersten Tagen auf dem Weg zu ihrem jeweiligen Dienstposten.

Nahezu täglich treffen hier Neuankömmlinge ein. Lange Arbeitstage gehören da zum Alltag, auch während freier Tage oder am Wochenende: Arbeit gibt es immer. Besonders, wenn die neuen Kameraden kein nationales Kontingent vor Ort haben, wie zum Beispiel bei den Mongolen und Kirgisen oder Ekuadorianern und Peruanern, freuen sie sich über jede Art der Unterstützung.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Für die Missionsangehörigen wird von Anfang bis Ende gesorgt
Für die Missionsangehörigen wird von Anfang bis Ende gesorgt (Quelle: Bundeswehr/Roland L.)Größere Abbildung anzeigen

Bereits in meinem letzten Einsatz hier, der bis zum Juli 2013 ging, und auch jetzt wieder gibt es eine Vielzahl von schönen persönlichen Momenten. Es freut mich, wenn ich bei Sprachbarrieren vermitteln und auftretende Probleme auch kurzfristig lösen kann. Die multinationalen Kontakte über verschiedene Dienstgrade hinweg und die internationale Zusammenarbeit machen den Dienst bei einer UN-Mission so interessant. Mir persönlich macht das alles einfach Spaß und es bringt mir große Freude.

Das vermisse ich hier am meisten.

Logischerweise fehlt mir am meisten meine Familie. Im Vorfeld des Einsatzes haben wir jedoch gemeinsam entschieden, dass dieser Einsatz durchgeführt wird. Jeden Abend mit Familie und Freunden zu skypen gehört zu meinem festen Alltagsritual.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Mein vorrangiges Ziel ist es, den Auftrag hier bestmöglich zu erfüllen. Natürlich wünsche ich mir und all meinen Kameraden, dass wir alle gesund und unversehrt bleiben und wohlbehalten zu unseren Familien zurückkehren können.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Roland L.


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