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Ich bin iM EINsatz: Der Postbote von Gao

Gao, 18.04.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Zehnter Einsatz: Sönke P. leitet das Feldpostamt in Gao in Mali
Zehnter Einsatz: Sönke P. leitet das Feldpostamt in Gao in Mali (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin der Hauptfeldwebel Sönke P., eingesetzt bei MINUSMA als Teileinheitsführer im Feldpostamt Gao im Norden Malis. In Deutschland bin ich bei der Deutschen Post AG als Verbundzusteller tätig. Dies ist mein zehnter Auslandseinsatz. Bislang war ich in Afghanistan – das erste Mal 2003 in Kabul – und im Kosovo als Feldpostsoldat eingesetzt.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Grund zur Freude: Wieder ist eine Ladung Pakete eingetroffen
Grund zur Freude: Wieder ist eine Ladung Pakete eingetroffen (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Die Feldpost ist für alle Arten von Postsendungen zuständig. In meinem Container im Camp Castor können die Kameraden ihre Post versenden und auch ihre Briefe, Päckchen und Pakete aus der Heimat empfangen.

Zusammen mit einem weiteren Kameraden kümmert sich Sönke P. um die Post aus und nach Deutschland
Zusammen mit einem weiteren Kameraden kümmert sich Sönke P. um die Post aus und nach Deutschland (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Wir sind zwei Feldpostsoldaten hier in Gao und wir gehören zur Unterstützungskompanie. Es ist immer wieder schön, die glücklichen Gesichter zu sehen, wenn die Kameraden ihre ersehnte Post aus der Heimat in Empfang nehmen. Die klimatischen Bedingungen sind hier in Mali allerdings noch gewöhnungsbedürftiger als in Afghanistan. Die Hitze und vor allem die hohe Staubbelastung machen uns allen mächtig zu schaffen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Durch meine vielen Auslandseinsätze habe ich gemerkt, wie wichtig die Postversorgung gerade im Einsatz ist. Ob Liebesbrief oder das bestellte Buch aus dem Versandhandel – die Freude ist immer groß. Weil auch so gut wie jeder die Leistungen der Feldpost in Anspruch nimmt, lernt man gleichzeitig viele nette Kameraden kennen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich meine Familie und mein schönes Zuhause. Ich freue mich schon auf die Gartenarbeit und – da ich leidenschaftlicher Motorradfahrer bin – natürlich auch auf die kommende Motorradsaison.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich freue mich hier in Gao weiter auf eine gute Zeit und hoffe wieder gesund nach Hause zu kommen. Ich grüße ganz herzlich meine Frau und meine beiden Kinder.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Sönke P.


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