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Ich bin iM EINsatz: Als Teamleader bei EUTM Mali

Koulikoro, 26.10.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Für Oberleutnant Madeleine M. ist es der erste Auslandseinsatz
Für Oberleutnant Madeleine M. ist es der erste Auslandseinsatz (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberleutnant Madeline M. und 26 Jahre alt. In meiner Heimat bin ich im Gebirgsversorgungsbataillon 8 in Füssen für Ausbildungs- und Einsatzplanung zuständig. Seit Anfang Juni 2017 bin ich in Mali bei der European Union Training Mission Mali. Es ist mein erster Auslandseinsatz. Hier bin ich Teamleiter und Ausbilder des Combat Service Support Training Teams (CSS TT).

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Bei Politikerbesuchen bleibt sie gelassen – hier ist der Belgische Außenminister zu Gast
Bei Politikerbesuchen bleibt sie gelassen – hier ist der Belgische Außenminister zu Gast (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM)Größere Abbildung anzeigen

Als Teamleiter und Trainer habe ich ein umfangreiches Aufgabenfeld. Ich erkunde Lagerhallen und Orte, die für die Ausbildungen genutzt werden können. Ich plane Lehrgänge, führe sie durch und bereite sie nach. Meetings, Politikerbesuche und Teambesprechungen gehören schon fast zum Alltag. Es gibt immer viel zu tun. Mein Team setzt sich aus vier Nationen zusammen. Deutsche, Schweden, Belgier und Esten arbeiten Hand in Hand zusammen. Im Koulikoro Training Center werden Lehrgänge in der Lagerhaltung, Kraftfahrausbildung und Mechanikerausbildung für die malischen Soldaten durchgeführt.
Bisher habe ich zwei Kurse geleitet. Einen siebenwöchigen Kurs einer neu aufgestellten Unterstützungseinheit und kurz darauf einen zweiwöchigen Kurs für die Lagerhaltung. Ein typischer Tag beginnt morgens in der malischen Waffenkammer. Diese wird durch mein Team verwaltet. Anschließend beginnt die Ausbildung bis mittags. Durch die Mittagssonne müssen wir eine größere Pause machen, weder Trainer noch Teilnehmer können in der Mittagshitze konzentriert arbeiten. Gegen 15 Uhr beginnt der zweite Ausbildungsabschnitt. Gegen 18 Uhr ist der Ausbildungstag dann beendet.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Am Ende jedes Kurses gibt es die Zertifikate, ein Highlight jedes Kurses
Am Ende jedes Kurses gibt es die Zertifikate, ein Highlight jedes Kurses (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM)Größere Abbildung anzeigen

Ganz klar die Internationalität. Ich arbeite nicht nur in meinem Team mit verschiedenen Nationen zusammen, auch generell im Alltag ist die Zusammenarbeit bunt gemischt. Auch das Arbeiten direkt mit den malischen Soldaten ist spannend und herausfordernd. Kein Tag gleicht dem anderen. Ich lerne viel über die militärischen Gewohnheiten, Sitten und Bräuche.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich deutsches Brot. Das ist auch der Grund warum ich mir aus der Heimat „Burger Knäckebrot“ schicken ließ. Für mich geht nichts über die Heimat. Da ich gebürtig aus dem Jerichower Land in Sachsen-Anhalt stamme, lag das nah. Außerdem vermisse ich die Berge, das Allgäu, meine Familie und Freunde. Im Einsatz habe ich viele neue und auch gute Kameraden und Freunde getroffen, aber Heimat bleibt einfach Heimat.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich grüße alle Soldaten in den Einsätzen weltweit und gerade unsere zweite Kompanie vom Gebirgsversorgungsbataillon 8, die sich mit Teilen in Gao befindet. Außerdem sende ich viele Grüße an den Stabsfeldwebel Eduard N. in Gao und Oberleutnant Svenja A. in Füssen – haltet die Ohren steif! Nach dem Einsatz steht zunächst Urlaub an. Auf die Weihnachtszeit in Deutschland, mit hoffentlich Schnee, freue ich mich schon sehr. Denn gerade nach über sechs Monaten in Afrika, mit hohen Temperaturen und Sonne pur, ist es Zeit für Winter. Nach meinem Urlaub bin ich nur noch kurze Zeit in Füssen stationiert, dann geht es für mich ins Logistikbataillon 472 nach Kümmersbruck.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Madeline M.


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