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Ich bin iM EINsatz: Als „Nachschieberin“ in Incirlik

Incirlik, 22.02.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Für Denise S. ist der Einsatz bei „Counter Daesh“ die Auslands-Premiere
Für Denise S. ist der Einsatz bei „Counter Daesh“ die Auslands-Premiere (Quelle: Bundeswehr/Stephan Jeglinski)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Denise S., ich bin 30 Jahre alt und Oberfeldwebel. In Deutschland bin ich als Materialbewirtschaftungsfeldwebel beim Abgesetzten Technischen Zug in Freising eingesetzt. Bei „Counter Daesh“ kümmere ich mich in Incirlik um den Nachschub im 4. Deutschen Einsatzkontingent. Dies ist mein erster Auslandseinsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Die fliegenden Besatzungen erhalten vor ihrem Einsatzflug ihre Handwaffen für den Notfall bei Denise und ihrem Team
Die fliegenden Besatzungen erhalten vor ihrem Einsatzflug ihre Handwaffen für den Notfall bei Denise und ihrem Team (Quelle: Bundeswehr/Stephan Jeglinski)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin in unserer Unterstützungsstaffel im Staffelnachschub als Teileinheitsführerin eingesetzt. Das Team besteht aus zwei Stabsunteroffizieren und mir. Zusammen bewirtschaften wir das komplette Material, das im Kontingent benötigt wird. Material, das wir für unseren Auftrag zusätzlich benötigen, fordern wir aus Deutschland an und umgekehrt schleusen wir nicht mehr benötigtes Material auch wieder ab.
Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist auch die Waffenausgabe an die fliegenden Besatzungen. Vor ihren Einsatzflügen geben wir den Kameraden der Tornado- und Airbus-Besatzungen ihre Handwaffen aus und empfangen sie auch wieder nach ihrer Landung.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Das „Team Nachschub“ im 4. Deutschen Einsatzkontingent „Counter DAESH“  (Stabsunteroffizier Marcel S., Denise S., Stabsunteroffizier Eric B. v.r.)
Das „Team Nachschub“ im 4. Deutschen Einsatzkontingent „Counter DAESH“ (Stabsunteroffizier Marcel S., Denise S., Stabsunteroffizier Eric B. v.r.) (Quelle: Bundeswehr/Stephan Jeglinski)Größere Abbildung anzeigen

Die Arbeit im Einsatz ist schon etwas Besonderes. Mein Team hat sich erst hier kennengelernt und wir mussten gleich funktionieren. Wir haben uns sehr schnell aufeinander eingespielt und eine sehr gute Struktur in unserer kleinen Teileinheit geschaffen. Es ist ein schönes und motivierendes Gefühl, wenn unsere Kameraden mit unserer Arbeit zufrieden sind und die Materialversorgung problemlos funktioniert.

Denise S.: „Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Kameraden mit unserer Arbeit zufrieden sind.“
Denise S.: „Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Kameraden mit unserer Arbeit zufrieden sind.“ (Quelle: Bundeswehr/Stephan Jeglinski)Größere Abbildung anzeigen

So macht mir die Arbeit hier sehr viel Spaß und ich lerne jeden Tag neue Dinge dazu. Gleichzeitig sammle ich viele Erfahrungen, die mir auch im täglichen Dienst in Deutschland ganz sicher helfen werden. Neben der Arbeit mit meinem Team im Nachschub gefallen mir auch ganz allgemein die Eindrücke auf der Air Base. Hier bekomme ich Flugzeuge zu sehen, die es so in Deutschland nicht oft zu sehen gibt. Außerdem herrscht eine tolle Kameradschaft im gesamten Kontingent. So fiel es auch etwas leichter, über die Weihnachtsfeiertage nicht zu Hause bei meiner Familie zu sein.

Das vermisse ich hier am meisten.

Die Familie und meine Freunde fehlen mir auch am meisten. Obwohl ich die Erfahrung „Auslandseinsatz“ nicht missen möchte, ist die Trennung von zu Hause schon nicht so leicht. Außerdem freue ich mich auf mein Auto und besonders darauf, mal wieder etwas schneller als mit 30 km/h – wie es auf der Air Base nun mal vorgeschrieben ist – unterwegs zu sein.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich wünsche mir, dass die letzten Wochen genauso erfolgreich werden, wie die Zeit bisher. Ich freue mich auf meine Familie und meine Freunde. Ganz besonders möchte ich meine beiden besten Freundinnen Steffi und Stana grüßen. Stellt schon mal den Sekt kalt! Außerdem grüße ich meine Kameraden in Freising und wünsche allen Soldaten im Auslandseinsatz eine gute Zeit und eine gesunde Heimkehr.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Denise S.


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