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Einsatztagebuch EUTM Mali Teil 4: „Ein besonderer Moment“

Koulikoro, 15.04.2016.

Seit Anfang des Jahres ist Feldwebel Andre B. als Ausbilder im Einsatz bei EUTM Mali. In regelmäßigen Abständen berichtet der Infanterie-Truppführer von seinen Eindrücken. Im vierten Teil seines Einsatztagebuchs ist unter anderem die Bundesministerin der Verteidigung zu Besuch und die malischen Soldaten sind bei der Ausbildung ein ganzes Stück weitergekommen.

Die malischen Soldaten sind bei der Ausbildung ein ganzes Stück weitergekommen.

Die malischen Soldaten sind bei der Ausbildung ein ganzes Stück weitergekommen. (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Hallo, ich melde mich mal wieder aus meinem Einsatz bei EUTM Mali. Wir sind bei der Ausbildung mit unseren malischen Soldaten mittlerweile auf einem hohen Niveau angekommen. In der Ausbildung üben wir nun mit bis zu 20 Soldaten gleichzeitig das Verhalten in komplexen Situationen. Solch eine Situation stellt zum Beispiel das Verhalten an einem militärischen Kontrollposten dar. Im militärischen Sprachgebrauch bezeichnen wir diesen als Checkpoint.

Unterricht im Freiluft-Hörsaal

Unterricht im Freiluft-Hörsaal (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Die malischen Soldaten sollen lernen, an so einem Checkpoint Fahrzeuge zu kontrollieren und Personen zu durchsuchen. So soll zum Beispiel der Schmuggel von Waffen unterbunden werden. Die Ausbildung findet sowohl in der Theorie als auch in der Praxis statt. Die Ausbildung läuft gut, gleichzeitig ist es aber noch heißer geworden. Das ist manchmal nicht angenehm, aber mittlerweile gewöhne ich mich daran. Für unsere Unterrichte nutzen wir trotzdem überdachte Freiluft-Hörsäle, um wenigstens etwas Schutz vor der Sonne zu haben.

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Ein Esel stiehlt die Show

Ein besonderer Moment – Begrüßung der Ministerin

Ein besonderer Moment – Begrüßung der Ministerin (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Einen Checkpoint haben wir auch beim Besuch unserer Verteidigungsministerin, Frau Dr. Ursula von der Leyen, aufgebaut und eine Ausbildung vorgeführt. Dabei hatte ich die Gelegenheit, ein paar Worte mit ihr zu wechseln, was mich schon ein wenig stolz macht. Lediglich ein Esel hat mir die Show gestohlen! Ein Esel? Ja genau, unsere malischen Soldaten sind da wirklich kreativ geworden und haben beim Aufbau einfach mal einen Esel und ein paar Ziegen organisiert, um das dargestellte Übungsdorf ein wenig realistischer wirken zu lassen.

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Sport als Ausgleich

„Mittlerweile habe ich eine besondere Bindung zu ‚meinen‘ Soldaten aufgebaut.“

„Mittlerweile habe ich eine besondere Bindung zu ‚meinen‘ Soldaten aufgebaut.“ (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Freitags machen wir zum Wochenausklang Sport mit unserem Zug, gerne auch mal Fußball. Ich hab festgestellt, dass Sport tatsächlich eine universale Sprache ist, die jeder auf der Welt versteht, trotz aller kulturellen Unterschiede. Jubel, Ausgelassenheit und Freude benötigt keinen Sprachmittler. Inzwischen habe ich auch eine besondere Bindung zu „meinen“ malischen Soldaten aufgebaut.

Vielleicht habt Ihr es ja in den Medien mitbekommen, unser Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako wurde angegriffen. Die Auswirkungen waren auch hier spürbar. Da wird einem wieder klar, dass es im Süden zwar ruhiger, aber keineswegs ungefährlich ist. Aber das ist eine Facette des Soldatenberufes, die man immer vor Augen haben muss, für die man aber auch sehr gut ausgebildet wird.

Ich melde mich demnächst wieder mit neuen Impressionen des Trainings, bis dahin, Horrido.

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Stand vom: 15.04.16 | Autor: Andre B.


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