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Neues Schiff – neue Führung: Kontingentwechsel bei Sophia

In See, 17.08.2017.

Im sizilianischen Hafen von Augusta übernahm am 16. August die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“, den Einsatzauftrag des Tenders „Rhein“ für die Operation Sophia im Mittelmeer. Im gleichen Atemzug wurde die Führung des Kontingents von Korvettenkapitän Marco Reinisch an den Nachfolger Fregattenkapitän Christian Schultze übergeben.

Starke Leistung: Schiff und Besatzung wurden in diesem Einsatz auf die Probe gestellt

Starke Leistung: Schiff und Besatzung wurden in diesem Einsatz auf die Probe gestellt (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Mit dem Ende der Einsatzzeit bei der Operation EUNAVFOR MED – Operation Sophia geht für den Tender „Rhein“ und seine Besatzung eine ereignisreiche und fordernde Einsatzzeit zu Ende. Gleich während des ersten Seetörns im April dieses Jahres, konnte der Tender „Rhein“, weit über 1000 in Not geratene Menschen retten.

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Vom Schlauchboot an Bord

Einsatz für das Boardingteam: Völlig überladene Schlauchboote

Einsatz für das Boardingteam: Völlig überladene Schlauchboote (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Mit Festrumpfschlauchbooten, den sogenannten Boomerangern, wurden die Personen aus völlig überladenen Booten an Bord gebracht. Jeder einzelne wurde nach Waffen durchsucht, registriert, fotografiert und ärztlich untersucht. Die Geretteten wurden auf dem Flugdeck und an vielen anderen provisorisch eingerichteten Stationen untergebracht und versorgt.

Bis zur Abgabe im italienischen Hafen Catania, waren die insgesamt einhundert Männer und Frauen bestehend aus der Besatzung, dem eingeschifften Stab inklusive Feldjäger, Ärzten, Militärpfarrer und litauischen Sicherungssoldaten über 48 Stunden gefordert.

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Erfolge in Zahlen

Keine leichte Aufgabe: Insgesamt 2100 Menschen wurden gerettet und versorgt

Keine leichte Aufgabe: Insgesamt 2100 Menschen wurden gerettet und versorgt (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Mit dem nächsten Törn und weiteren 919 an Bord genommenen Personen, rettete der Tender „Rhein“ insgesamt 2100 Menschen aus der Seenot. Die Gesamtzahl der durch die Deutsche Marine im Mittelmeer geretteten Personen beträgt somit nunmehr 21.200.

Zu den Hauptaufgaben im EUNAVFORMED Einsatz gehört neben den für jeden Seefahrer verbindlichen Such- und Rettungsaufgaben, die Bekämpfung der Menschen- und Waffenschmuggler vor der Küste Libyens außerhalb der Hoheitsgewässer. Im Rahmen dieser Tätigkeit führte der Tender 71 Abfragen verdächtiger Schiffe über Funk durch.

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Einsatz für das Boardingteam

Das Boardingteam betrat das Schiff und entdeckte eine erhebliche Menge an Waffen und Munition

Das Boardingteam betrat das Schiff und entdeckte eine erhebliche Menge an Waffen und Munition (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Weiterhin erhielt das Bordeinsatzteam, bestehend aus den litauischen Boardingsoldaten und deutschen Feldnachrichtenkräften, die Erlaubnis von vier Schiffskapitänen an Bord zu kommen. In einem Fall wurde dabei festgestellt, dass sich unzählige Waffen und Muniton an Bord befanden. Diese wurden dann sichergestellt und an die italienische Marine übergeben.

Seite an Seite: Der Tender „Rhein“ und die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ im Hafen von Augusta

Seite an Seite: Der Tender „Rhein“ und die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ im Hafen von Augusta (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Der Tender „Rhein“, hatte am 21. März seinen Heimathafen in Kiel verlassen und wird nach über fünf Monaten Abwesenheit Mitte August zurück erwartet.

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Worte der Anerkennung

Kapitän zur See Mecke gratuliert Korvettenkapitän Reinisch zur EUNAVFOR MED Einsatzmedaille

Kapitän zur See Mecke gratuliert Korvettenkapitän Reinisch zur EUNAVFOR MED Einsatzmedaille (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Die Kontingentübergabe in Augusta, führte der Leiter für Maritime Operationen im Einsatzführungskommando der Bundeswehr, Kapitän zur See Christoph Mecke durch. Im Namen des Befehlshabers des Einsatzführungskommandos, dankte er dem scheidenden Kontingentführer Korvettenkapitän Marco Reinisch und der Besatzung des Tenders „Rhein“: „Sie haben Eindrucksvolles geleistet. Die Rettung von 1181 in Not geratenen Personen an einem einzigen Tag ist ein Beweis für den Teamgeist, die hohe Motivation und außerordentliche Professionalität der Besatzung.“

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Dem neuen Auftrag entgegen

Übergabe: Kapitän zur See Mecke (Mitte) übergibt das Kommando an Fregattenkapitän Schultze(l.)

Übergabe: Kapitän zur See Mecke (Mitte) übergibt das Kommando an Fregattenkapitän Schultze(l.) (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Die Führung des Kontingents übergab Kapitän zur See Mecke an Fregattenkapitän Christian Schultze. Der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ wünschte er für den bevorstehenden Einsatz alles Gute: „Sie sind hervorragend vorbereitet und motiviert. Davon konnte ich mich während meines Aufenthaltes an Bord überzeugen.“ Die Einschiffungen des litauischen Bordeinsatzteams auf den Tender „Rhein“ und des slowakischen Teams auf der „Mecklenburg- Vorpommern“, bezeichnete Mecke als Ausdruck vorbildlicher europäischer Zusammenarbeit.

Der Tender „Rhein“ verlässt den Hafen von Augusta und begibt sich auf den Heimtransit

Der Tender „Rhein“ verlässt den Hafen von Augusta und begibt sich auf den Heimtransit (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Auch wenn es für die Fregatte bereits der zweite Einsatz im Mittelmeer ist, wird es sicher kein normaler Routineeinsatz für das Kriegsschiff werden. Der Kommandant, Fregattenkapitän Christian Schultze, freut sich, erneut einen Beitrag im Rahmen der Operation EUNAVFOR MED Sophia leisten zu können. „Die Besatzung ist gut ausgebildet, hat Erfahrungen aus dem letzten Einsatz und ist hochmotiviert. Ich wünsche der Besatzung Tender „Rhein“ eine gute Heimreise. Wir werden an die Leistungen anknüpfen.“

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Stand vom: 21.08.17 | Autor: PAO EUNAVFOR MED


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