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Fit an Bord – Teil II: Gesund durch den Alltag

In See, 18.07.2017.

Der Dienst an Bord des Tenders „Rhein“ verlangt seiner Besatzung schon einiges ab. Mit Blick auf den Schichtdienst, das Klima und die Enge im Einsatz kann es schon einmal vorkommen, dass „Mann“ krank wird. In diesem Fall steht die Schiffsärztin mit Rat und Tat zur Seite. Doch nicht nur sie ist für das körperliche und geistige Wohl der Besatzung verantwortlich. Gutes Essen und eine professionelle psychologische Betreuung halten Körper und Geist zusammen, gewährleisten die Einsatzbereitschaft der Soldaten und vermitteln ein gutes Lebensgefühl.

Fachkompetenz auch bei kleineren Beschwerden

Bei gesundheitlichen Problemen führt der Weg zum Schiffsarzt

Bei gesundheitlichen Problemen führt der Weg zum Schiffsarzt (Quelle: Bundeswehr/Chris Sieg)Größere Abbildung anzeigen

Wenn der Gesundheitszustand zu wünschen übrig lässt, gibt es meist für den betroffenen Soldaten nur einen Weg: Den Gang zum Schiffsarzt. An Bord übernimmt Oberstabsarzt Miriam von G. die medizinischen Aufgaben. „Kleinere Beschwerden aus der hausärztlichen Sprechstunde, wie beispielsweise eine Erkältung, bekommen wir mit bordeigenen Mitteln recht schnell in den Griff“, so Oberstabsarzt von G. Es gibt an Bord zusätzlich ein Facharztteam, welches im Falle einer schweren Verletzung eine Notoperation durchführen könnte. Ergänzt wird das Ärzteteam durch spezielles Pflegepersonal sowie weitere Sanitäter. „Vor allem bei der Rettung von Menschen aus Seenot hat sich die Zusammenarbeit im medizinischen Team bewährt“, so von G. weiter.

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Immer für den Ernstfall gewappnet

Regelmäßige Übungen bereiten nicht nur die Soldaten des medizinischen Teams auf mögliche Ernstfälle vor

Regelmäßige Übungen bereiten nicht nur die Soldaten des medizinischen Teams auf mögliche Ernstfälle vor (Quelle: Bundeswehr/Chris Sieg)Größere Abbildung anzeigen

Wer rastet, der rostet. Aus diesem Grund werden an Bord des Tenders „Rhein“ regelmäßig Übungen in den Tagesdienst integriert, um Erste Hilfe immer wieder zu trainieren. In die Verantwortung des Schiffsarztes fällt auch die Ausbildung und Inübunghaltung der sogenannten Ersthelfer. Da dies jeder Soldat an Bord sein kann, wird diesen Übungsvorhaben auch der entsprechende Raum gegeben.

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Fit mit Geschmack

Garanten für gute Stimmung: Das Team der Kombüse zaubert jeden Tag leckere Mahlzeiten auf die Teller

Garanten für gute Stimmung: Das Team der Kombüse zaubert jeden Tag leckere Mahlzeiten auf die Teller (Quelle: Bundeswehr/Chris Sieg)Größere Abbildung anzeigen

Eine Besonderheit stellen die Schiffsköche, die sogenannten Smuts, dar. Sie sind für das leibliche Wohl der Besatzung verantwortlich. Darüber hinaus unterstützen sie das medizinische Team im Gefecht, weil sie als spezielle Sanitäter ausgebildet sind. Im normalen Tagesdienst sorgt die fünfköpfige Crew der Bordküche für eine ausgewogene Ernährung. „Die Ernährungspläne sind abgestimmt, da es im Einsatz einen höheren Kalorienbedarf gibt. Wichtig ist uns, dass es gesund und abwechslungsreich ist“, so Oberbootsmann Annemarie K., die auf dem „Rhein“ für den Proviant verantwortlich ist. Sie führt vier Köche, die im Schichtbetrieb die Mahlzeiten vorbereiten. Neben den drei Hauptmahlzeiten gibt es an Bord noch den sogenannten „Mittelwächter“. Gemeint ist damit eine kleinere Mahlzeit, die für die aufziehende Seewache kurz vor Mitternacht gereicht wird.

Bei größeren Rettungsaktionen kommt aber auch die Kombüse an ihre Grenzen. „Am Osterwochenende mit fast 1.200 Geretteten haben uns Kameraden der Besatzung in der Küche unterstützt und beispielsweise Lunchpakete gepackt“, so die Proviantmeisterin weiter. Da jeder an Bord essen will, gehört es im Auslandshafen für alle Kontingentangehörigen dazu, bei der Proviantübernahme mit anzufassen. Bei einem „Allemannsmanöver“ werden die Versorgungsgüter in einer langen Schlange von der Pier bis in die Lagerräume Hand über Hand gereicht. Essen hält Leib und Seele zusammen, sagt man. Welche Rolle spielt das Essen für die Stimmung einer Besatzung? „Eine nicht unerhebliche“, so Oberbootsmann Annemarie K. „Wir sind für viele Vorschläge offen und bekommen regelmäßig Feedback von den Besatzungsangehörigen“.

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„Einfach mal ein offenes Ohr haben“

Im Gespräch: Der Truppenpsychologiefeldwebel hat immer ein offenes Ohr

Im Gespräch: Der Truppenpsychologiefeldwebel hat immer ein offenes Ohr (Quelle: Bundeswehr/Chris Sieg)Größere Abbildung anzeigen

Die Gesundheit der Kameraden spiegelt sich nicht nur in der körperlichen Unversehrtheit wider. Auch der seelische Zustand ist für das Bestehen im Einsatzgebiet immens wichtig. Einer der ungewöhnlichsten Dienstposten im Kontingent ist der des Truppenpsychologiefeldwebels. Stabsbootsmann Chris S. sieht seine Aufgabe vor allem als Zuhörer. Das Angebot kommt gut an: „In einer ruhigen Minute kommt der ein oder andere mal auf ein Gespräch zu mir“, so der erfahrene Stabsbootsmann. Seine eigenen Einsatzeindrücke sowie die Erfahrungen als Spieß einer Marineinfanteriekompanie kommen ihm dabei zu Gute. „Es reicht manchmal schon, ein offenes Ohr zu haben und die Kameraden erzählen zu lassen. Das hat nicht immer etwas mit akuten Ereignissen zu tun, oftmals sind es auch die täglichen Herausforderungen, die die Soldaten beschäftigen“, so Chris S. weiter.

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Stand vom: 18.07.17 | Autor: Tino Möhring


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