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Horn von Afrika: P-3C „Orion“ zurück bei Atalanta

Djibouti, 14.03.2017.

In der ersten Märzhälfte wechselte die Verantwortung für das Deutsche Einsatzkontingent EU NAVFOR „Atalanta“ von Fregattenkapitän van Engelen an Fregattenkapitän Heiko Millhahn. Gleichzeitig ist das Seefernaufklärungsflugzeug P-3C „Orion“ zurück über der Küste Somalias.

P-3C „Orion“ im Einsatz

P-3C „Orion“ im Einsatz (Quelle: Bundeswehr/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Nach einer fast dreimonatigen Unterbrechung ist die P-3C „Orion“ zurück bei „Atalanta“. Mitte Dezember hatten die Soldaten des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ aus Nordholz das Einsatzgebiet planmäßig aufgrund des bevorstehenden Monsuns verlassen. Die Monsunzeit mit ihren extremen Wetter- und Seegangsbedingungen ermöglicht es potenziellen Piraten kaum, mit ihren kleinen Booten in See zu stechen. Doch diese Zeit ist nun vorbei. Am 13. März führten die Marineflieger ihren ersten Einsatzflug über der somalischen Küste durch.

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„Alte Dame“ mit Weitblick

Ohne das Team am Boden geht nichts

Ohne das Team am Boden geht nichts (Quelle: Bundeswehr/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Kurz nach ihnen traf auch ein Seefernaufklärungsflugzeug vom Typ P-3C „Orion“ aus Nordholz erneut in Dschibuti ein. Damit stellt die Deutsche Marine der EU-Operation „Atalanta“ zum wiederholten Mal einen hochwertigen Beitrag zur Verfügung. „Mit der P-3C sind wir in der Lage, ein umfassendes Lagebild zu erstellen. Das Einsatzgebiet ist anderthalb Mal so groß wie Europa und nur ein Flugzeug kann bei derartigen Dimensionen schnelle und genaue Aufklärungsergebnisse liefern. Und das auch weit hinterm Horizont. Die Fläche, die wir mit einem Flug in acht Stunden abdecken können, könnte ein Schiff niemals schaffen“, so Fregattenkapitän Millhahn. „Die P-3C Orion hat mich bereits einen Großteil meines Berufslebens begleitet. Es freut mich besonders, jetzt das Kontingent am Horn von Afrika führen zu dürfen. Mit der Einsatzgruppe der ‚Orion‘ gehören natürlich viele Soldaten dazu, die ich aus der Heimat kenne“, sagte Millhahn nach der Übernahme der Führung des Kontingents.

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Seit 2009 regelmäßig vor Ort

Seinen ersten Einsatz im Rahmen der Operation „Atalanta“ hatte „Jester“, wie das Rufzeichen der P-3C „Orion“ im Funkverkehr lautet, im Jahr 2009. Seitdem haben die Besatzungen im Einsatzgebiet von „Atalanta“ mehr als 5.000 Flugstunden auf über 600 Einsatzflügen absolviert. Unterstützung bekommen die Crews von Technikern und einer Kontrollzentrale am Boden.

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Frühwarnfunktion nach dem Monsun

Blick aus dem „Jester“ auf die somalische Küste

Blick aus dem „Jester“ auf die somalische Küste (Quelle: Bundeswehr/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Zuletzt war die P-3C von September bis Dezember 2016 im Einsatz über der somalischen Küste. Nach dem Ende der Wintermonsunzeit beginnt nun wieder eine Phase mit geringerem Seegang. Diese Wetterbedingungen ermöglichen es Piraten grundsätzlich, wieder mit ihren kleinen Booten in See zu stechen. „Deshalb ist jetzt die Frühwarnfunktion, die unser Seefernaufklärer bietet, von entscheidender Bedeutung“, erklärt Millhahn.

Insgesamt haben bereits mehr als 10.000 deutsche Soldaten seit 2008 am Horn von Afrika ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Seewege vor Somalia wesentlich sicherer geworden sind. Das zeigt auch ein Blick auf die Statistiken. Wurden im Jahr 2011 noch 176 Angriffe auf Schiffe und 25 Entführungen mit über 700 Geiseln im Einsatzgebiet gemeldet, befindet sich derzeit kein Schiff in der Hand somalischer Piraten. Grund genug, dafür zu sorgen, dass das so bleibt.

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Stand vom: 28.04.17 | Autor: Christian-G. Fuchs


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