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Eingriff am offenen Antriebsdiesel

Sarafand, 05.12.2017.

Gespannt erwarten alle Anwesenden den Start der Motoren zum großen Abnahmetest. Als Teil einer umfangreichen Modernisierung des ehemaligen Ostseewachboots „Bergen“, ist eine derartig umfangreiche Werftliegezeit für die Libanesen eine Premiere.

Der Firmenchef erklärt dem deutschen Leiter des Ausbildungskommandos und dem libanesischen Schulkommandeur die technischen Kenndaten der Dieselmotoren

Der Firmenchef erklärt dem deutschen Leiter des Ausbildungskommandos und dem libanesischen Schulkommandeur die technischen Kenndaten der Dieselmotoren (Quelle: Bundeswehr/Nico Kalendruschat)Größere Abbildung anzeigen

Funkeln in den Augen macht sich breit, als sie den ersten der beiden Antriebsdieselmotoren der Marke DEUTZ anlassen und sich das Geräusch des 16-Zylinders im gleichmäßigen Rhythmus unter das Rauschen der Palmenblätter mischt. Mit einer Nennleistung von jeweils etwa einem Megawatt (das entspricht der Stromversorgung einer ganzen Kleinstadt) erfüllt das Dieselgrollen der beiden Maschinen aus dem ältesten Motorenwerk der Welt den Raum.

Imposanter Anblick der beiden Antriebsaggregate bereits im aufgebockten und noch ausgeschalteten Modus, dann heißt es: „Sound an!“

Imposanter Anblick der beiden Antriebsaggregate bereits im aufgebockten und noch ausgeschalteten Modus, dann heißt es: „Sound an!“ (Quelle: Bundeswehr/Nico Kalendruschat)Größere Abbildung anzeigen

Der Grund für die spektakuläre Inbetriebnahme dieser beiden aufgebockten Motoren ist ihr Abnahmetest. Sie sind von einer lokalen Firma, deren Personal für dieses Vorhaben extra zu einer Schulung nach Deutschland geschickt wurde, in den vergangenen Monaten komplett überholt worden. Nun kommen die Antriebsaggregate zurück an ihren eigentlichen Bestimmungsort, das Sicherungsboot „LNS Tabarja“. Das ehemalige Wachboot „Bergen“ war bis 2008, unter deutscher Flagge, in der Ostsee im Einsatz.

Am 17. Juni 2008 wurde diese Einheit an die libanesische Marine übergeben und fährt seitdem unter neuer Flagge. Neben der Wartung der Antriebsanlage sind außerdem noch der Austausch der E-Motoren und weitere Instandsetzungen im Bereich der Brücke Bestandteil des Projekts. Diese Modernisierungen sind Teil einer durch Deutschland finanzierten Ertüchtigungsinitiative. Nach dem Einbau der beiden Motoren wird die „Tabarja“ im Februar 2018 den Fahrbetrieb wieder aufnehmen. Die Libanesen sind dem Ziel, die Verantwortung über ihre eigenen Hoheitsgewässer zu übernehmen, wieder einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

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Stand vom: 05.12.17 | Autor: PAO UNIFIL


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